13. Dezember 1981. Jaruzelski übernimmt die Macht in Polen

Zum 28. Jahrestag der Ausrufung des Militaerzustandes durch den damaligen Oberbefehlshaber der polnischen Armee, Gen. Wojciech Jaruzelski am 13. Dezember 1981, ist die Diskussion um die historische Bedeutung und Hintergrund dieser Massnahme in vollem Gange.
Einer der Gruende ist das Bekanntwerden der Notiz des Gespraechs zwischen Jaruzelski und Marschal Wiktor Kulikow (Chef des Warschauer Paktes) in der Nacht v. 8/9 Dez 1981, angefertigt durch Gen. Wiktor Anoszkin.
Demnach soll W. Jaruzelski um eine Intervention der verbundenen Armeen Kulikow gebeten haben, falls die polnische Armee mit weiteren Ausschreitungen der polnischen Bevoelkerung nicht in eigener Regie fertig werden koenne.
Jaruzelski bestreitet entschieden, die Soviet Union um „bruederliche Hilfe“ gebeten zu haben. Die Ausrufung des Militaerzustandes am 13. Dezember 1981, bezeichnet er immer als Mittel, um dem Eingriffs der „bruederlichen Armeen“ vorzukommen (siehe Prager Fruehling) und Blutvergiessen zu vermeiden. Die Todesopfer badauert er und bezeichnet als unvermeidbare Opfer.
Ueber die historische Deutung dieses Schrites wird in Polen bis heute sehr gestritten. Jaruzelski wird als Verraeter und als Helfer in Not angesehen, abhaengig davon, wer gerade befragt wird.

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