25. Jubiläum des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages

Logo 25 Jahre gute Nachbarschaft

Logo „25 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag“. Foto: © AA/MSZ.

(Warschau, KK) Vor 25 Jahren wurde am 17. Juni 1991 in Bonn der „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundliche Zusammenarbeit“ von Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher sowie Jan Krzysztof Bielecki und Krzysztof Skubiszewski unterzeichnet. Dieser Vertrag stellt einen Grundpfeiler der deutsch-polnischen Beziehungen sowie der Aussöhnung der beiden Nationen dar. Ein Jahr zuvor, am 14. November 1990, unterzeichneten der deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher und sein polnischer Amtskollege Krzysztof Skubiszewski in Warschau den deutsch-polnischen Grenzvertrag, der die bestehende Grenze auf der Oder-Neisse-Linie als unverletzlich festlegte. Auf dessen Grundlage eröffnete der Nachbarschaftsvertrag nun die Möglichkeit die bilateralen Beziehungen auf politischer und zivilgesellschaftlicher Ebene auszubauen. Das Fundament für einen intensivierten Austausch und die damit einhergehende Annäherung war somit gelegt.

Neue Internetpräsenz und neues Logo

Mitte Januar 2016 wurden im Warschauer Sitz der „Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit“ die neuen Internetseiten sowie das Logo eigens für den 25. Jahrestag vorgestellt. Wie das Logo auch, gibt es die Webseiten in beiden Sprachen:

die deutsche Version: www.25pl.de

die polnische Version www.25de.pl.

Die Stiftung übernimmt eine Führungsrolle bei der Koordination der diesjährigen Programmlinie 25×25 und wurde mit der Verteilung von finanziellen Mitteln an zivilgesellschaftliche Akteure beauftragt (Polen.pl berichtete). Dabei können deutsch-polnische Jubiläumsprojekte mit bis zu 5.000 PLN/6.250 EUR (max. 80% der Gesamtkosten) bezuschusst werden. Genauere Informationen dazu sind auf der Webseite zu finden. Die Internetpräsenzen bieten außerdem einen umfangreichen Veranstaltungskalender, der einen guten Überblick der verschiedenen Events und Initiativen in Deutschland und Polen liefert. Ob Ausstellungen, Seminare, Festivals, Konzerte oder Buchvorstellungen, in der Fülle des Angebots ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Qualität der deutsch-polnischen Beziehungen

Die Flaggen Polens, Deutschlands und der Europäischen Union. Foto: steffen hellwig / pixelio.de.

Die Flaggen Polens, Deutschlands und der Europäischen Union. Foto: steffen hellwig / pixelio.de.

Die polnische Diplomatin Irena Lipowicz formulierte es einmal folgendermaßen: Die Qualität der deutsch-polnischen Beziehungen ist wie ein englischer Rasen – sie bedarf der ständigen Pflege (mehr dazu auf http://www.bpb.de/178908). Fakt ist, dass sich die deutsch-polnische Zusammenarbeit nicht immer reibungslos gestaltet. Die politischen Vorstellungen der beiden Länder driften manchmal auseinander. Dennoch sollte man den weiten Weg, den diese beiden Nationen auf sich zugekommen sind, nicht vergessen. Abgesehen von den politischen Differenzen, verzeichnen die deutsch-polnischen Beziehungen auf wirtschaftlicher, kultureller und zivilgesellschaftlicher Ebene eine dynamische und erfreuliche Entwicklung. Und diese sind insofern relevant, als dass sie langfristig gesehen konstant bleiben, anders als die hochrangige politische Besetzung.

Wirft man beispielweise einen Blick auf die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich beobachtet man auch dort Höhen und Tiefen, wie sie in allen Beziehungen vorkommen. Das 25. Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages stellt eine gute Gelegenheit dar, um einerseits das bereits Erreichte zu würdigen, und andererseits gemeinsam neue Aufgaben anzugehen.

Linkhinweis: Zum 20jährigen Jubiläum des Nachbarschaftsvertrages gaben wir einen Überblick über die Inhalte

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