Ausstellung: Polen aus freier Wahl

Platz in der Altstadt von Warszawa (Warschau). Foto: Polen.pl (JW)

Deutsche Einwanderer in Warschau dürften die Altstadt auch geschätzt haben

(Kolobrzeg, JW) Seltsam aktuell klingt der Titel der Ausstellung: ‚Polen aus freier Wahl‘. In Zeiten von ‚Steffen-Möller-Diskussionen‘ um Auswanderung von Deutschland nach Polen, Stories von Boulevard-Zeitungen über ‚Rentner, die ihr Glück in Polen fanden‚ und die positive wirtschaftliche Entwicklung in Polen klingt es wie ein weiterer Beitrag zum – sehr langsam erwachenden – ernsthaften Interesse vieler Deutscher an Polen.

Im Untertitel der Ausstellungsbeschreibung liest man dann jedoch, dass es um deutschstämmige Familien in Warschau im 19. und 20. Jahrhundert geht, um Einwanderer nach Polen vor dem zweiten Weltkrieg.

Noch bis zum 2. September in Berlin

Die Ausstellung findet noch bis zum 2. September in Berlin statt und ist dort kostenfrei zu sehen. Berlin fördert die Ausstellung unter anderem, weil es eine Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Warschau gibt.

Nach eigener Aussage zeigt die Ausstellung auch ‚bisher unbekannte Kapitel‘ dieser Geschichte der Deutschen in Warschau. So soll der Einfluss der Einwanderer auf die Gesellschaft, ihre Rolle in der polnischen Gesellschaft und auch ihr Interesse an der Migration anhand von Dokumenten dargestellt werden. Anhand exemplarischer Geschichten von Familien mit Namen wie ‚Wedel‘ oder ‚Liebelt‘, die aus eigenem Antrieb nach Warschau zogen, wird das Leben und werden die Spuren dieser Menschen vorgestellt. Die Schirmherrschaft für die Ausstellung haben die Bürgermeister der beiden Hauptstädte, Hanna Gronkiewicz-Waltz (Warschau) und Klaus Wowereit (Berlin) übernommen, Veranstalter sind die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit sowie die Senatskanzlei Berlin und Haus der Begegnung mit der Geschichte Warschau.

Ausstellungsort: Berliner Rathaus Wandelhalle, Rathausstraße 15, 10178 Berlin

Öffnungszeiten: Montag-Freitag, von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 

 

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