Betrug beim Bau der Autobahn A1 bei Beuthen

(Warschau, BD) Die heutige Ausgabe der gazeta.pl berichtet über einen Betrugsfall beim Bau der Autobahn A1 in Polen bei Bytom (Beuthen) . Die betroffene Teilstrecke von 20 km soll künftig Piekary Sl. und Zabrze Maciejowice verbinden. Die Baukosten sollen eine Mrd. Zlotych betragen (ca. 250 Mln Euro) .

Gazeta.pl beschreibt das betrügerische Procedere, das vom Zentralen Ermittlungsbüro der polnischen Polizei CBS aufgedeckt wurde, wie folgt: ein polnisches Subunternehmen der spanischen Baufirma Dragados SA nutzte den als Unterbau benutzten Dolomit-Gestein (Grobschotter, Wert etwa 300 Zlotys je Tonne) mehrmals.

Die CBS-Funktionäre nahmen per Video auf , wie nachts die Mitarbeiter der Firma den Dolomit-Unterbau aus den bereits fertigen Teilstrecken ausgruben und diesen gegen billigere Erde austauschten. Den Ermittlungen zufolge mehr als zehn mit Dolomit beladene Laster je 30 Tonnen , pro Nacht, können den Bau auf diese Weise verlassen haben und später wiedereingeführt worden sein. Dem spanischen Auftraggeber wurden aber neue Rechnungen zur Zahlung vorgelegt.

Der Schaden wird auf mindestens eine halbe Million Zloty geschätzt. Die Staatsanwaltschaft ist allerdings der Meinung, die Summe wird mit dem Lauf der Ermittlungen noch erheblich wachsen.  Es wird auch ermittelt, ob die polnische Straßenbaudirektion GDDKiA Ihrer Investor-Aufsichtpflicht nachgekommen sei.

Quelle: gazeta.pl

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