CityCult_em_2012 – Tipps für die Zeit zwischen Stadion und Fanmeile

CityCult_EM_2012-Führer. Städteführer für Polen und die Ukraine während der EM 2012.

(Köln, MST) Die EM 2012 in Polen und der Ukraine läuft in vollen Zügen. Flaggen, Fähnchen und Flachbildfernseher zieren die Straßen und Städte in Europa. Der Fokus liegt dabei uneingeschränkt auf dem Geschehen in den acht Austragungsorten, mit den zum Teil unaussprechlichen Namen und Zischlauten. Gehört man zu den Glücklichen, die ein Ticket für eines der Fußballspiele ergattert haben, steigert sich der Kampf um die Orientierung in der Fremde auf ein Höchstmaß. Nicht nur jubelnde Horden an Fans in Weiß-rot, Blau-gelb und Schwarz-rot-gold können Angst machen, sondern auch Sprache, Schriftzeichen und fremde Sitten.

Abhilfe bietet da der CityCult_em_2012-Führer von Artur Jasiñski und Olexiy Radynski erschienen im Vliegen Verlag unter Leitung von Antje Ritter-Jasińska .

Taschenbuch oder E-Book?

Für Kurzentschlossene lässt sich der CityCult_em_2012-Führer bequem auf das Smartphone laden. Es genügt eine E-Mail an den Verlag. Für 2,60 Euro bekommt der Fußballfan dann das E-Book in zwei Formaten (mobi, epub) per E-Mail zu gesendet. Natürlich steht das schlanke Taschenbuch (15,8 x 10,5 cm) aber auch in einer gedruckten Version für 7,90 Euro zur Verfügung.

Eine Reise mit dem CityCult_em_2012-Führer

Die Reise quer durch die EM 2012 beginnt in Warschau. Verfasst wurden die Einträge, die sich auch idealerweise nach dem Ereignis des Jahres verwenden lassen, von einheimischen Kulturschaffenden. Für die polnische Hauptstadt gab sich Silvia Chutnik die Ehre.

Zunächst leitet jedes Kapitel ein kurzer, persönlicher Text ein. Schnell wird in diesem Teil des CityCult_em_2012-Führers deutlich, wie die einzelnen Autoren zum Fußball stehen. Und merkwürdig? Beim ersten Lesen aber scheint es, dass sich die Liebe zum runden Leder an der Geschlechterfrage festmachen lässt. Während die einen das Geld lieber in Krankenhäuser und Kindergärten investiert gesehen hätten, wird an anderer Stelle spekuliert, wer den Pokal dieses Jahr gewinnen wird.

Nach ersten stimmungsvollen Worten folgt Wissenswertes rund um gute Restaurants, Hotels, Museen, Galerien, Kinos, Clubs, Veranstaltungsräume und Parks. Kultur vom Feinsten von Menschen, die in den Städten selbst wohnen und wissen wo es hip ist, was will man mehr? Ob der Fußballfan sich tatsächlich nach dem Spiel noch ein wenig Kunst oder Jazz gibt – bleibt die andere Frage. Doch solange beim Feiern die Völkerverständigung nicht auf der Strecke bleibt, ist alle gut.

Mehr als nur ein schillerndes Prospekt

Irgendwie besonders authentisch und meine liebste Stelle im CityCult_em_2012-Führer ist die Beschreibung der Stadt Kiew. Die Autorin Zhanna Kadyrowa, ist mehr verärgert als erfreut über das neue Stadion, die neuen Hotels, die das Stadtbild zerstören, und die Hybris der Geldgeber. Die obligatorischen Infos zum Stadion und zur Fanmeile, die eigentlich immer eher zu Beginn jedes Kapitels zu lesen sind, tauchen bei ihr im letzten Drittel ihres Textes auf.

Es handelt sich also nicht nur um einen praktischen Stadtführer, der einem die schönsten Orte innerhalb der Austragungsorte abseits der EM verrät, sondern auch um die Dokumentation von Zeitgeschehen. Der CityCult_em_2012-Führer bewegt sich weitab vom Milieu der schillernden Prospekte, in das so manch anderer Reiseführer nur zu leicht abrutscht.

„Must-have“ für deutsches Publikum?

Zum Schluss aber ist es unvermeidlich noch ein Makel anzuführen. Fehlendes Kartenmaterial gestaltet die Orientierung zwischen Stadion und Sehenswürdigkeit etwas schwierig. Vielleicht hätte auch eine einfache stilisierte Kartendarstellung genügt, um einen ersten Eindruck von der Entfernung und der Stadt selbst zu bekommen. Sind Karten und Stadtpläne nicht gerade ein „Must-have“ bei deutschem Publikum?

Doch wer Lust hat den Spielort und seine kulturelle Vielfalt für sich zu entdecken, wird dank der Adressenangaben im CityCult_em_2012-Führer und mit Hilfe diverser digitaler Kartendienste zum Ziel gelangen.

 Den CityCult_em_2012-Führer gibt es beim Verlag

oder bei Amazon als Buch (7,90 Euro) beziehungsweise E-Book (2,68 Euro)

...sind diese Artikel auch interessant für Sie?

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*