Co się dzieje? Deutsch-polnische Termine im März 2013

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Tolle deutsch-polnische Veranstaltungen im März

(Pforzheim, JW; Regensburg, AF) Liebe Polen.pl-Leser, in diesem Monat gibt es besonders viele deutsch-polnische Veranstaltungen in Leipzig und Berlin. Wir stellen eine ganze Reihe interessanter Termine vor. Viel Vergnügen! 

 

FILME

Mi, 6.3.2013, 19:30 Uhr
Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

Wojna Polsko-Ruska / Schneeweiss und Russenrot

Im Anschluss Gespräch mit Xawery Żuławski

PL 2009; R: Xawery Żuławski; 108 min; OmeU; D: Xawery Żuławski; K: Marian Prokop, D: Sonia Bohosiewicz, Magdalena Czerwińska, Roma Gąsiorowska, Ewa Kasprzyk, Dorota Masłowska, Maria Strzelecka, Borys Szyc u.a.

Andrzej hat seine Freundin verlassen. Nun treibt er sich in Clubs herum und konsumiert exzessiv Drogen, um seinen Liebeskummer zu lindern. Wird es ihm gelingen, aus der Schleife der Selbstzerstörung zu entkommen? Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Dorota Masłowska, in dem in jugendlicher Alltagssprache das post-kommunistische Polen karikiert wird, ist das perfekte visuelle Äquivalent zu den Ideen Masłowskas, die einmal sagte: „Ich kann Wörter zu Torten schichten“. Wojna polsko-ruska/Schneeweiß und Russenrot – der Trainspotting von der Weichsel. Der Film gewann den Preis für den besten Neuen Polnischen Film während des 9. Era New Horizons Filmfestivals in Wrocław.
Xawery Żuławski ist Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Absolvent der Filmhochschule in Łódź. Er ist darüber hinaus Autor von Dokumentar- und Kurzfilmen: Bad Brains w Polsce, Rozmowa, Mózg, Król Elfów und Mama Tata. 2006 debütierte er mit dem Spielfilm.

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Do, 7.3.2013, 19:30 Uhr
Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

Na srebnym globie / Der silberne Planet

Im Anschluss Gespräch mit Xawery Żuławski

PL 1976-1987, 157 Min., OF. eng. UT, R.: Andrzej Żuławski, B.: Andrzej Żuławski nach dem Roman von Jerzy Żuławski „Na srebrnym globie. Rękopis z księżyca“, Kamera: Andrzej Jaroszewicz, Darsteller: Andrzej Seweryn, Jerzy Trela, Grażyna Dyląg, Waldemar Kownacki, Iwona Bielska, Krystyna Janda, Leszek Długosz, Jan Frycz, Henryk Bista u.a..

Die Bruchlandung eines Raumschiffes wird zum Anfang einer neuen Menschheitsgeschichte. Die gestrandeten Astronauten gründen einen neuen, primitiven Menschenstamm. Jahre später landet auf dem Planet ein Astronaut von der Erde und fühlt eine Mission in seinem Herzen: Er will zum Herrscher dieser neuen Menschenrasse werden.
Der Film selbst ist ebenso spektakulär wie seine Vorlage, ein Science-Fiction-Epos verfasst von Andrzej Żuławskis Großvater. Die Dreharbeiten wurden von der Zensur gestoppt und sämtliche Requisiten, Kostüme und Kulissen vernichtet. Żuławski wurde wegen „Verschwendung von Staatsgeldern“ verhaftet und das Filmmaterial verschwand für mehrere Jahre im Giftschrank der polnischen Zensurbehörden. So ist Der silberne Planet ein philosophisches Epos in Fragmenten über Menschheit und Religion. Ein gigantisches Irrenhaus der polnischen Kulturgeschichte zugleich, eine Drogenfahrt durch Wüstenlandschaften – verstörend, anstrengend, surreal, einzigartig.
Andrzej Żuławski studierte an der Universität von Paris (Philosophische Fakultät) und der IDHEC. Später arbeitete er als Journalist bei der polnischen Zeitschrift „Film“ und als Assistent von Andrzej Wajda. Nach dem Verbot seines zweiten Films Der Teufel durch die polnische Zensur emigrierte er nach Frankreich, wo er 1974 den Film Nachtblende mit Romy Schneider in der Haupt- und Klaus Kinski in einer Nebenrolle drehte. 1975 kehrt er nach Polen zurück, wo er den Film Der Silberne Planet dreht.  Die Dreharbeiten wurden erneut von den Behörden unterbrochen und Żuławski verließ daraufhin Polen endgültig und lebt seither überwiegend in Frankreich. Sein dritter Versuch in Polen einen Film zu drehen (Die Schamanin) löste einen Skandal aus.

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Di, 12.3.2013, 20:00 Uhr
programmkino rex, Wilhelminenstr. 9 (Helia-Passage Darmstadt)

Söhne

R: Volker Koepp, D 2007, 111 Minuten, Farbe

Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur Volker Koepp
Moderation Dr. Andrzej Kaluza und Manfred Mack

Die Söhne Klaus, Wolf, Friedrich und Rainer werden zwischen 1938 und 1944 im westpreußischen Flecken Celbau in der Nähe der Ostsee geboren. Die Mutter, Elisabeth Paetzold, flieht 1945 mit den beiden ältesten, Klaus und Wolf, vor der Roten Armee Richtung Westen. Die bei den Großeltern zurückgelassenen jüngsten Kinder versucht sie nach Kriegsende nachzuholen: die gefahrvolle Reise ins besetzte Westpreußen und die dramatische Suche nach ihren inzwischen vermissten Söhnen wird zwei Jahre dauern. 1947 kehrt Elisabeth Paetzold mit dem wiedergefundenen Rainer nach Deutschland zurück. Der zweitjüngste Sohn Friedrich wird erst 1955 mit dem polnischem Namen Stanislaw Loskiewicz bei einer Pflegemutter in Warschau entdeckt. Und dann, Ende der fünfziger Jahre, gibt es die Nachricht, dass die Mutter 1947 einen „falschen“ Sohn aus Polen mitbrachte. Der leibliche Rainer taucht bei einer Pflegefamilie in Danzig auf… Als Erwachsener übersiedelt er 1977 in die Bundesrepublik Deutschland. Nun gibt es zwei namensgleiche Brüder mit identischem Geburtstag…
Volker Koepp, 1944 in Stettin geboren, studierte 1965-1969 an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg. Koepp drehte zahlreiche Dokumentarfilme, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. „Kalte Heimat“ (1995), „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“ (1999), „Pommerland“ (2005), „Berlin-Stettin“ (2009).

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Mo, 18.3.2013, 20 Uhr
Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Straße 40/41, 10178 Berlin

Wymyk / Courage

PL 2011; R: Grzegorz Zgliński, 85 mm, OmdU; D: Janusz Margański, Grzegorz Zgliński; K: Witold Płóciennik; Darsteller: Marian Dziędziel, Gabriela Muskała, Tomasz Schuchardt, Łukasz Simlat, Anna Tomaszewska, Robert Więckiewicz

Die Brüder Alfred und Jerzy werden Zeugen eines brutalen Übergriffes: während einer Zugfahrt beobachten sie, wie ein Mädchen von Hooligans bedroht wird. Während Jerzy sofort versucht sie zu verteidigen, zögert Alfred. Er schafft es nicht einzugreifen und wird Angst erstarrt Zeuge, wie die Angreifer seinen Bruder aus dem fahrenden Zug stoßen.
Courage erzählt von einem Menschen, dem es im entscheidenden Moment an Zivilcourage fehlt. Ein gefühlvoll erzähltes Drama mit beeindruckender Darstellung von Robert Więckiewicz als gescheiterter Bruder.
Greg Zglinski (eigentlich Grzegorz Zgliński; geb. 1968 in Warschau) lebt in der Schweiz und Polen. 1996 absolviert er die Filmhochschule in Łódź. Seit 1983 arbeitet Greg Zglinski als Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann, Produzent, Cutter und als Komponist von Filmmusik. Er war auch Gitarrist und Bassist in den Rockgruppen „Incognito“, „Far Beyond“ und „Downunder“.

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THEATER

 

Mo, 18.3.2013, 20:15 Uhr
Gorki Studio Berlin, Hinter dem Giesshaus 2, 10117 Berlin

„Kaltes Buffet“ von Zyta Rudzka

Regie: Bożena Baranowska (Foto)
Deutsche Fassung: Barbara Samborska und Aleksandra Klecha

Das mehrdimensionale Stück handelt von schmerzhaftem Übergang des Menschen vom Leben zum Tod und versucht, den Moment einzufangen, in dem die traumatischen Erinnerungen der Protagonisten nur von Vergessenheit verwischt werden können.

Ausgangspunkt des Dramas ist der Tod der an Alzheimer erkrankten Mutter von Antoś und Rdzawa. Die Kinder treffen sich nach fünf Jahren der Trennung erneut nach dem Tod ihrer Mutter. Die während der Begräbniszeremonie geführten Gespräche der Hauptpersonen mit der Mutter enthüllen allmählich die Kulissen ihres gemeinsamen Lebens: Eines Lebens ohne Vater und unter einem Dach mit der gefühllosen, ihr Unglück zelebrierenden und kranken Mutter, die am Ende der ständigen Pflege bedurfte. Es stellt sich heraus, dass es noch zu Lebenszeiten der Mutter schrittweise zum Zerfall der Gefühlbindungen kam. Die Geschwister nehmen sich gegenseitig eine Art Beichte ab, bei der sie ihr unglückliches Leben offenbaren. Die beiden können den Tod der Mutter nicht überwinden. Antoś verhält sich so, als würde die Mutter immer noch leben. Rdzawa will sie dagegen nicht mehr in Erinnerung behalten. Die Mutter stirbt, ohne ihre Lebensaufgabe erfüllt zu haben, vergessen von ihrem Mann und der Geschichte. Gelingt es ihnen durch das Erinnerungs-Ritual ihre Vergangenheit wiederherzustellen? Finden sie in der Gegenwart ihre Kontinuität…?
Zyta Rudzka ist Schriftstellerin, Autorin von Filmdrehbüchern zur Kunst, Psychologin und Absolventin des Instituts für Psychologie der Katholisch-Theologischen Akademie (1991). Als Dichterin debütierte sie mit dem Gedicht Ludzie (Menschen, „Południowa Wielkopolska“, 1985, Nr. 8). Sie ist Preisträgerin des Europäischen Preises des Radiosenders Deutsche Welle, des Jarosław-Iwaszkiewicz-Preises und des Stanisław-Piętak-Preises. Der Film Erna Rosenstein. Wieczność dla Nikogo (Erna Rosenstein. Ewigkeit für niemand) nach ihrem Drehbuch wurde 1995 auf dem Dokumentarfilmfestival in Kraków ausgezeichnet. Ihre Werke wurden ins Deutsche, Französische, Tschechische und Kroatische übersetzt.

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LITERATUR

Di, 5.3.2013, 19:00 Uhr
Literaturhaus Darmstadt, Kasinostr. 3

Der Lippenstift meiner Mutter

Lesung mit Artur Becker. Moderation: Dr. Matthias Kneip
Im Rahmen der Lesereihe „Mütter“ des Literaturhauses Darmstadt. Gemeinsam mit dem Literaturhaus Darmstadt.

Der Lippenstift meiner Mutter« katapultiert uns mitten hinein in das Herz von Masuren, in die kleine Stadt Dolina Róż und zu ihren Bewohnern: die rosenkranzbetenden Großmütterchen und die verruchte Dorfschönheit, der ehemalige Wehrmachtssoldat und die prügelnden Väter, eine stalinistische Dichterin, der warmherzige Schuster Herr Lupicki und natürlich die rebellierende Jugend, die verbotene Platten hört und Pläne für eine Revolution ausbrütet. Das beschauliche Dolina Róż steht aber schlagartig Kopf, als unvermittelt Barteks Großvater, ein melancholischer und geheimnisumwitterter Eisenbahner, von allen bloß „Franzose“ genannt, aus dem Ausland zurückkehrt. In dem sich rasch entspinnenden Chaos muss der junge Bartek seinen Platz finden. Keine leichte Aufgabe, schließlich hat Bartek vor allem Augen für seine unsichtbare Geliebte Meryl Streep sowie den Lippenstift seiner Mutter. Mit Bartek hat Artur Becker eine wunderbare Romanfigur erschaffen: Ein polnischer Holden Caulfield, ein wie sein amerikanisches Pendant nicht besonders guter Schüler, ein Eigenbrötler, Träumer und Rebell, ein junger Kerl in der bizarren Welt der Großen, einer der abhauen will, um dem Spießertum zu entkommen und um endlich sein Mädchen zu finden.
Artur Becker, 1968 als Sohn polnisch-deutscher Eltern in Bartenstein (Bartoszyce) geboren, lebt seit 1985 in Deutschland. Er schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Aufsätze und ist auch als Übersetzer tätig. 2009 wurde er mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet. 2012 erhielt er den Dialog-Preis der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband.

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Do, 14.3.2013, 10 Uhr
Grundschule Böhlitz-Ehrenberg, 04178 Leipzig

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Fr, 15.3.2013, 10:15 und 11:10 Uhr
Schule 5, 04105 Leipzig

Sommerschnee und Wurstmaschine

Was kann nicht alles Kunst sein: Ein zersägtes Haus, ein blauer Klebestreifen, Schnee aus Papierschnipseln, eingepackte Inseln, eine Filzdecke mit Kojote. Dieses Buch zeigt und beschreibt 51 Arbeiten von Künstlern aus der ganzen Welt, darunter Joseph Beuys, Christo & Jeanne-Claude, Peter Fischli & David Weiss, John Cage und Ai Weiwei. Sie alle haben ausgefallene Ideen, Experimentierfreude und Abenteuerlust – und alle öffnen die Augen für bislang nicht Wahrgenommenes. Sie bieten Kindern vergnüglich die Möglichkeit, sich mit der Frage auseinander zu setzen, ob und warum etwas Kunst ist. Eine Einführung in die wichtigsten Begriffe der modernen Kunst geht dem Buch voraus.
„Eine großartige, sehr intelligente und äußerst amüsante Einführung in die aktuelle zeitgenössische Kunst. Das ist ein ganz besonderes, liebevolles und mit großem Fachwissen gemachtes Kunstbuch für Kinder – umgehend auch für meine.“ (Max Hollein, Direktor von Schirn Kunsthalle, Städel und Liebighaus, Frankfurt/M.)
Der Autor Sebastian Cichocki, geboren 1975, ist Chefkurator am Museum für Moderne Kunst in Warschau. Er hat bereits zweimal den polnischen Pavillon der Biennale in Venedig gestaltet und ist auch als Autor und Rezensent tätig.
Die Illustratoren Aleksandra und Daniel Mizieliński sind beide 1982 geboren. In ihrem Hipopotam Studio in Warschau beschäftigen sie sich mit Buchgestaltung, Webdesign und Typographie. Sie illustrierten auch das polnische Architekturbuch für Kinder Treppe Fenster Klo, (2010) und das Designbuch Farbe, Form Orangensaft (2011), beide erschienen in deutscher Sprache im Moritz Verlag.

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Do, 14.3.2013, 19 Uhr
Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Genowefa Jakubowska-Fijałkowska: Poesie sitzt nicht in der Sonne

Genowefa Jakubowska-Fijałkowska, die bisher sieben Gedichtbände in Polen sowie zwei Anthologien – 2011 in der Tschechischen Republik und 2012 in Großbritannien – veröffentlichte, nimmt in der gegenwärtigen polnischen Literatur eine Sonderstellung ein, weil sie die drastischen Inhalte ihrer Lyrik in eine äußerst knappe, stellenweise aphoristische Form kleidet. Sie ist eine Meisterin der Reduktion und der überraschenden Pointen. Ihre Gedichte sind lyrische Miniaturen, in denen sie Adjektive, Euphemismen und andere sprachliche Schnörkel meidet und auf die Interpunktion verzichtet. In ihrer Lyrik bringt sie die Verzweiflung über die Alternativlosigkeit der conditio humana, über die selbstverschuldete und unverschuldete Tragik des menschlichen Schicksals zum Ausdruck und lehnt sich zugleich gegen diesen verhängnisvollen Determinismus auf: Eine Dichterin, deren lakonische Schilderungen der von Gewalt und Selbstverstümmelung, von Drogen und Medikamenten verwüsteten Körper lange in Erinnerung bleiben. Ihre lyrischen Monodramen sind schonungslos und zärtlich, brutal und poetisch, düster und erhellend. Sie regen zum Nachdenken an: Ist die Hölle der Ausgestoßenen und an den Rand Gedrängten nicht etwa auch unsere, hinter der Maske und Fassade der Bürgerlichkeit gut getarnte Hölle? (Urszula Usakowska-Wolff)

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Do, 14.3.2013,20:30 Uhr
Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Daniel Odija (PL): „Auf offener Straße“ und Wiktar Marcinovič (BY): „Paranoia“

Im Zentrum, nicht an der Peripherie einer polnischen Kleinstadt in Polen befindet sich Daniel Odijas Ulica Dluga (Lange Straße): Hier haust Kanada, der einst studierte und später für die Bonzen der Partei übersetzte. Daneben züchtet der alte Pokora angeblich Krim-Tauben und der hagere Pattex schnüffelt Klebstoff. Die Cebula-Mädchen gehen unverdrossen ihrem Gewerbe nach und der kleine Maka sammelt Flaschen und Altpapier, um zu überleben. In knappen Sequenzen porträtiert Odija eine Gesellschaft im Übergang, ihre Träume und Hoffnungen genauso wie ihre Exzesse und Tristesse. Er beschreibt sie präzise, unbestechlich, aber niemals herzlos-diffamierend.

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Fr, 15.3.2013, 19 Uhr
Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Jacek Cygan: Der letzte Klezmer. Das Leben von Leopold Kozłowski-Kleinman

Leopold Kozłowski-Kleinman ist nicht nur in Polen eine Legende. Wo immer der heute 89-Jährige auftritt, füllt er Konzertsäle. Die jahrhundertealte Tradition der Klezmorim zu pflegen, hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. Kozłowskis Auftritte sind weltweit gefragt, so schrieb er z. B. Soundtracks für bekannte Filme und war für Steven Spielberg als musikalischer Leiter des Filmes Schindlers Liste tätig. In Polen ist er als der „letzte Klezmer Galiziens“ und Begründer des weltbekannten Klezmer-Festivals in Kraków bekannt. Als einziger seiner Familie hat er den Massenmord der deutschen Nationalsozialisten überlebt.
Jacek Cygan (geb. 1950) erzählt in seinem einfühlsamen Porträt Der letzte Klezmer. Das Leben des Leopold Kozłowski-Kleinman die Geschichte seines Freundes. Das Buch erschien im Oktober 2012 in deutscher Übersetzung im Metropol Verlag. Cygan ist polnischer Lyriker und Autor von über 1.000 Songtexten für die prominentesten Vertreter der Musikszene Polens.

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Fr, 15.3.2013, 20:30 Uhr
Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Marek Krajewski: Finsternis in Breslau

Breslau 1937: In einem heruntergekommenen Hotel wird eine junge Frau ermordet aufgefunden. Auf der Jagd nach dem Mörder kommt Mock mit der Unterwelt, aber auch mit höchsten gesellschaftlichen Kreisen in Berührung. Als er zwei Jahre später, mittlerweile nach Lwów (Lemberg) entsandt, zusammen mit Kommissar Popielski ein Ungeheuer jagt, das wie der Minotauros Jungfrauen tötet, kommt ihm sein früherer Fall wieder in den Sinn …

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Sa, 16.3.2013, 15 Uhr
Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Das polnische Fenster. Deutsch-polnische Kontakte im staatssozialistischen Alltag Leipzigs 1972–1989

„Polnisches“ übte im DDR-Alltag einen großen Reiz auf die Leipziger und Leipzigerinnen aus: Der mal ferne, mal nahe Nachbar (je nach Situation an den deutschpolnischen Grenzen) war ein Stück Westen im Osten, das von offizieller Seite stetig misstrauisch beäugt wurde. Gerade Einkaufstourismus und Schleichhandel wurden damals zu einem deutsch-polnischen Problem und beförderten anti-polnische Ressentiments vieler Leipziger.
Daniel Logemann fokussiert seine Studie brillant auf den Mikrokosmos des Alltags. Dabei betont er immer wieder den „Eigen-Sinn“ der Akteure, der sowohl auf polnischer als auch auf deutscher Seite zu Kontakten jenseits der Systemkonformität führte. Daniel Logemann bietet auch Einblicke in die Geschichte des Polnischen Kultur- und Informationszentrums, aus dem das Polnische Institut hervorging.
Daniel Logemann, geb. 1979, studierte Osteuropäische Geschichte, Polnische Literaturwissenschaft und Südosteuropastudien in Jena, Lublin und Kraków. Von 2007 bis 2010 promovierte er mit einem Stipendium der Volkswagenstiftung im internationalen Forschungsprojekt „Schleichwege. Inoffizielle Kontakte zwischen Bürgern sozialistischer Staaten 1956–1989“. Für seine Dissertation erhielt er 2010 den Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen. Seit März 2010 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum des Zweiten Weltkriegs in Gdansk.

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Sa, 16.3.2013, 19 Uhr
Kunsthalle der Sparkasse, Otto-Schill-Str. 4a, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Adam Zagajewski: Die unsichtbare Hand

Nach Jahren des selbstgewählten Pariser Exils ist Adam Zagajewski nach Polen zurückgekehrt, in seine alte Heimat Kraków, die „Stadt süßer Kuchen, / bitterer Schokolade und schöner Beerdigungen“. Dennoch ist ihm „die Unruhe, die den Wanderer antreibt“, geblieben. In seinen Gedichten ist Zagajewski immer unterwegs – ob er den Flug der Mauersegler beobachtet oder seinen alten Vater, der das Gedächtnis verloren hat, ob er von der Natur oder Geistigem spricht, von Enthusiasmus oder Melancholie. „Die Dichter bauen ein Haus für uns – doch sie selbst / können darin nicht wohnen“, schreibt er am Ende dieser persönlichen Auswahl seiner besten Gedichte aus den letzten zehn Jahren.
Adam Zagajewski wurde 1945 in Lwów (Lemberg) geboren. Er studierte Psychologie und Philosophie in Krakau, wo er auch heute lebt. Seit 2007 lehrt er regelmäßig an der University of Chicago. Er ist Autor zahlreicher Lyrik- und Essaybände sowie mehrerer Romane und wurde für sein Werk wiederholt ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen zuletzt Mystik für Anfänger (Gedichte, 1997), Ich schwebe über Krakau (Erinnerungsbilder, 2000), Die Wiesen von Burgund (Ausgewählte Gedichte, 2003) und Verteidigung der Leidenschaft (Essays, 2008).

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So, 17.3, 11:00 Uhr
Krakauer Haus, Nürnberg
Eintritt 6 EUR (4 EUR ermäßigt)

«Sonntagsmatinee „Misia, reine de Paris“», Über Misia Godębska-Sert, die Muse der Pariser Künstler

Mit Antje Cornelissen und Karthrin Schmidlin
Proust hat Misia Sert in zwei Figuren porträtiert, Cocteau in einem Roman und einem Theaterstück. Toulouse-Lautrec, Renoir, Bonnard und Vuillard haben sie gemalt. Ravel widmete ihr „La Valse“. In ihrem Salon verkehrten Gide, Mallarme, Niżynski, Caruso, Debussy und Artur Rubinstein. Diaghilew starb in ihrer Gegenwart.
Cocteau schrieb über sie: „…wir haben hier eine Frau vor uns, die im Schatten der Männer ihrer Epoche einen verborgenen Einfluß ausübt, einfach dadurch, daß sie schönere Lichtstrahlen aussenden als Diamanten.“
Antje Cornelissen liest aus den Erinnerungen von Misia Sert und Coco Chanel, Karthrin Schmidlin, Dozent der Musikhochschule Katowice spielt Debussy.

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Di, 19.3.2013, 19 Uhr
Buchbund, Deutsch-Polnische Buchhandlung, Sanderstr. 8, 12047 Berlin
Eintritt: 4,- Euro

Daniel Odija „Auf offener Straße“

Im Zentrum, nicht an der Peripherie einer ungenannten Kleinstadt in Polen befindet sich Daniel Odijas Ulica Dluga, die Lange Straße: Hier haust Kanada, der einst dort studierte und später für die Bonzen der Partei übersetzte. Daneben züchtet der alte Pokora angeblich Krim-Tauben, und der hagere Pattex schnüffelt Klebstoff. Die Cebula-Mädchen gehen unverdrossen ihrem Gewerbe nach, und der kleine Maka sammelt Flaschen und Altpapier, um zu überleben. In knappen Sequenzen beschreibt Odija eine Gesellschaft im Übergang, ihre Träume und Hoffnungen genauso wie ihre Exzesse und Tristesse. Er beschreibt sie präzise, unbestechlich, aber niemals herzlos-diffamierend.

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Fr, 22.3.2013, 19 Uhr
Buchbund, Deutsch-Polnische Buchhandlung, Sanderstr. 8, 12047 Berlin
Eintritt: 4,- Euro

Lidia Ostałowska: „Wasserfarben“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Reportagen ohne Grenzen stellen insgesamt 10 polnische Reporter ihre neuesten Bücher vor. Einmal im Monat bekommt das Publikum die Gelegenheit, einen der Autoren im Gespräch kennenzulernen und einen ins Deutsche übersetzten Auszug aus seinem Werk zu hören.

Wasserfarben ist eine Reportage über die Geschichte einiger Roma-Potraits, die die tschechische Jüdin und Studentin der Kunstakademie Dina Gottliebova 1943/44 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau im Auftrag von Lagerarzt Doktor Mengele anfertigte. Nach der Befreiung des Lagers gelangen die Aquarelle 1963 über Umwege in das Museum KL Auschwitz-Birkenau. Als es gelingt, die inzwischen in den USA lebende Malerin ausfindig zu machen, entbrennt Mitte der 1990er Jahre ein Konflikt um die Frage nach dem Eigentümer der Bilder. Wer ist dieser Eigentümer – die Malerin? Die unter Zwang als Modelle einer minderwertigen Rasse portraitierten Roma? Oder das Museum KL Auschwitz-Birkenau, in dem die dort verübten Verbrechen gegen die Menschheit dokumentiert sind? Wasserfarben ist eine Studie zum Umgang mit einem unter unmenschlichen Bedingungen entstandenen Erbe. Es ist ein Versuch der Annäherung an die Identität und Geschichte der Roma. Und es ist ein Versuch der Annäherung an die  Frage, wo das Einzelschicksal endet und wo der Völkermord beginnt.
Lidia Ostałowska (geb. 1954), Journalistin, Reporterin bei der „Gazeta Wyborcza” und Autorin zahlreicher Reportagen über Menschen mit einem besonderen Schicksal: nationale und ethnische Minderheiten, Frauen, Jugendliche aus Subkulturen, von der Gesellschaft Ausgeschlossene. Im Jahr 2000 veröffentlichte sie einen Erzählband über die Roma in Europa, 2011 erschien die Reportage Wasserfarben (Farby wodne), die 2012 für den NIKE-Literaturpreis nominiert war. Lidia Ostałowska ist Mitherausgeberin von „DIALOG – pheniben“, der Vierteljahrsschrift des Roma-Verbandes in Polen.

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MUSIK

 

Mi, 6.3.2013, 20 Uhr, Einlass 19 Uhr
Waschhaus Potsdam, Schiffbauergasse 6, 14467 Potsdam
Vorverkauf 7 €, Abendkasse: 8 €

Brodka

Unser Frank hat zu ihr auch schon einen Artikel verfasst: http://www.polen-pl.eu/pop-musik-aus-polen-brodka-spielt-ein-konzert-in-potsdam/

Mo, 25.3.2013, 20 Uhr
Philharmonie, Kammersaal, Herbert-von-Karajan-Str. 1, 10785 Berlin

Jazz at Berlin Philharmonic

Die Reihe Jazz at Berlin Philharmonic wird in der Spielzeit 2013/2014 mit vier Konzerten in Kooperation der Stiftung Berliner Philharmoniker und ACT Music fortgesetzt. Siggi Loch hat die künstlerische Leitung der kommenden Konzerte übernommen – mit dem Ziel, musikalische Projekte zu präsentieren, die exklusiv und einmalig für die Reihe zusammengestellt werden. Mit dem Album Jazz at Berlin Philharmonic I erscheint am 22.3. zudem ein Konzertmitschnitt mit den Höhepunkten des Auftaktkonzertes auf ACT. Das nächste Konzert findet am 25.3.2013 statt. Mit den Pianisten Joachim Kühn und Yaron Herman, sowie Adam Bałdych (Geige) und Michel Portal (Bassklarinette) erwartet die Besucher ein Treffen der europäischen Jazzelite, bei dem die vier Musiker in unterschiedlichen Konstellationen auftreten werden.

Neugier, Offenheit und Experimentierlust hat der 1944 geborene Pianist Joachim Kühn sein Leben lang demonstriert wie wenige andere. Er gilt international als „einer der großen Jazzmusiker unserer Zeit“ (Bert Noglik). Nun trifft er erstmals auf den polnischen Geiger Adam Bałdych – einem seiner aktuellen Wunsch-Duopartner, wie er selbst sagt. Die FAZ nennt den 22-Jährigen nach seinem gefeierten Konzert auf dem Jazzfest Berlin 2011 „den wohl größten lebenden Geigentechniker des Jazz“. Bałdych gilt als Nachfolger von Zbigniew Seifert, dem zu seinen Lebzeiten berühmtesten polnischen Jazzgeiger, mit dem Joachim Kühn wiederum eine lange musikalische Partnerschaft verband. Im Jahr 1975 traten Kühn und Seifert auf den Berliner Jazztagen auf – so tritt Adam Bałdych durch die Zusammenarbeit mit Kühn einmal mehr in Seiferts Fußstapfen. Eine enge Verbindung und Freundschaft besteht auch zwischen Joachim Kühn und dem 77-jährigen französischen Klarinettisten Michel Portal. Gleichermaßen geprägt von Klassik, Neuer Musik und Jazz, ist Portal einer der wichtigsten Jazzmusiker Frankreichs, „ein Solitär des experimentellen Jazz“ (Die Welt). Auch Portal liebt das intime Zusammenspiel im Duo, in den letzten Jahren ganz besonders mit dem Pianisten Yaron Herman, einem der wichtigsten und international erfolgreichsten Musiker des aufstrebenden Jazz aus Israel. Portal und Herman sind Seelenverwandte, wagen immer wieder gemeinsam das Abenteuer der freien Improvisation, des musikalischen Dialogs ohne Netz und doppelten Boden.

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AUSSTELLUNGEN

 

Fr, 1.3.2013 (bis 16.6.2013)
Di bis Do 10–17 Uhr, Fr bis So und an Feiertagen 10 – 18 Uhr
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

„Europa Jagellonica“

Kunst und Kultur Mitteleuropas in der jagiellonischen Zeit von 1386 bis 1510 ist das Thema einer Wanderausstellung, die vom 1. März bis 16. Juni 2013 im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte am Potsdamer Neuen Markt zu sehen ist.
Das Herrschergeschlecht der Jagiellonen war nicht nur eine polnische Dynastie, sondern eine europäische. Ursprünglich aus Litauen stammend, herrschten die Jagiellonen um 1500 von der Ostsee bis zur Adria und dem schwarzen Meer, im Königreich Polen und dem Großfürstentum Litauen, Böhmen und Ungarn. Daher ist die Ausstellung, die Kunst und Kultur aus drei Jahrhunderten Jagiellonenherrschaft darstellt, ebenfalls eine europäische. Die Wanderausstellung unter der Schirmherrschaft des Außenministers der Tschechischen Republik Karel Schwarzenberg, des Außenministers der Republik Polen Radosław Sikorski und des Bundesaußenministers Guido Westerwelle wurde zunächst in der Weltkulturerbe-Stadt Kutná Hora und in Warschau gezeigt und kommt jetzt nach Potsdam.

http://www.dpg-brandenburg.de

Do, 7.3.2013, 19 Uhr (bis 16.5.2013)
Polnisches Institut, Burgstraße 27, 10178 Berlin

Dots, Lines & Me – Paweł Zawiślak (aka kropki kreski)

Paweł Zawiślaks Künstlername ist keiner von der üblichen Sorte: „kropki kreski” lässt auf simple schlichte Linien und einfache Punkte schließen, doch sein Portfolio ist alles andere als einfältig. Farbe, Form, Technik, Medium – die Arbeiten scheinen nicht nur in der Ausführung, sondern auch in der Themenwahl keine Grenzen zu kennen. Ob in Mode- und Zeitgeist-Magazinen wie Exklusiv, Vice , Viva!, Gala Men oder bei Kooperationen mit renommierten Marken oder Designern wie Converse, Orska oder Polygon, erfüllt jede Arbeit und jede bestellte Zeichnung einen anderen Zweck, ordnet sich den Gegebenheiten unter und behält dennoch ihre Eigenständigkeit durch die spezielle themenbezogene Machart. Das Polnische Institut präsentiert dem Berliner Publikum eine umfangreiche Werksübersicht, die es in dieser Form hier noch nicht gegeben hat. Die Ausstellung umfasst thematisch breitgefächerte Auftragsentwürfe und unabhängige Arbeiten. Das Spektrum reicht von naturgetreuen farbigen Blumenwiesen bis zu verstörenden schwarz-weiß Szenarien. Den Besucher erwartet ein surrealistischer Ausflug in das zeichnerische Wunderland eines begnadeten Künstlers.
Paweł Zawiślak (geb. 1983 in Warschau) studierte an der Kunstakademie in Wrocław. Er arbeitete für diverse renommierte Konzerne unterschiedlicher Branchen, u.a. H&M und kooperierte häufig mit freien Designern in Moskau, Prag, Budapest.

Mo, 11.3.-22.3.2013, 18:30 Uhr mit Manfred Mack.
Reinheim Rathaus, Cestasplatz 1, Darmstadt

Polnische Gesellschaft 1989-2011

Die Ausstellung dokumentiert die spannenden Jahre in Polen seit der friedlichen Revolution im Jahr 1989. Gezeigt wird, wie sich der Wandel in Polen vom kommunistischen Satellitenstaat zur parlamentarischen Demokratie vollzog, wie der Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft erfolgte und wie sich dadurch die Gesellschaft veränderte. Nachgezeichnet werden schließlich die wichtigsten gesellschaftlichen Debatten seit 1989.
Zu der Ausstellung ist auch ein Buch mit CD erschienen, als Darstellung und Material für den Schulunterricht, für die ausserschulische Bildung und zur fachkundigen Reisevorbereitung nach Polen:
Polnische Gesellschaft. Darstellungen und Materialien für den Unterricht. Mit CD-Rom. Herausgegeben von Matthias Kneip und Manfred Mack. Deutsches Polen-Institut Darmstadt.
Unter Mitarbeit von Andrzej Kaluza. Gefördert von der Robert Bosch Stiftung.
Berlin Cornelsen 2012. 192 Seiten. ISBN 978-3-06-064113-0

http://www.deutsches-polen-institut.de

VORTRÄGE/ DISKUSSIONEN

Mo, 4.3.2013, 18 Uhr
Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften
Majakowskiring 47, 13156 Berlin-Pankow

Erinnern von unten. Analyse der Erinnerungskulturen der Kleinstadt Labes (Lobez) aus mikrohistorischer Perspektive

In ihrem Vortrag stellt Dr. Katarzyna Woniak die Ergebnisse ihrer Dissertation zur Erforschung der Erinnerungskulturen der Kleinstadt
Labes in der Nachkriegszeit dar. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf der Bedeutung der Zivilgesellschaft für die Evaluierung der
Erinnerungskulturen, da gerade die nichtstaatlichen Akteure sich besonders aktiv am Prozess der Repräsentation der Geschichte im
öffentlichen Raum beteiligen. Im Vordergrund ihrer Analyse stehen weniger die einzelnen Initiativen der Heimatforscher,
Amateurhistoriker oder der lokalen Journalisten, vielmehr geht es ihr um die einzelnen Bürger der Zivilgesellschaft und ihre Motivationen
zur Teilnahme an den Projekten zur Wiederentdeckung und Integration des zuvor verdrängten deutschen und jüdischen Kulturerbes im lokalen
Raum. Von Belang sind hier deren soziale und kulturelle Umgebung und ihr Entstehungskontext. Für eine solche Fragestellung eignet sich die
mikrohistorische Methode sehr gut, denn diese Herangehensweise bedeutet nicht die Verengung des Betrachtungsrahmens, sondern einen
Perspektivenwechsel hin zu kleineren Gruppen.
Dr. Katarzyna Woniak ist Historikerin und Ethnologin, studierte Geschichte an der Adam Mickiewicz-Universität in Posen sowie Neuere
und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Europäische Ethnologie/Volkskunde an der Universität Augsburg. In den Jahren 2008-
2012 promovierte sie im Rahmen einer binationalen Promotion (cotutelle de thèse) zwischen der Universität Augsburg und Adam
Mickiewicz-Universität Posen mit der Dissertation: ‚Von Verdrängen bis Wiederentdecken. Die Erinnerungskulturen in den west- und
nordpolnischen Kleinstädten Labes und Flatow seit 1945. Eine vergleichende Studie.‘

Do, 7.3.2013, 17:00h bis Fr, 8.3.2013, 19:00 Uhr
7.3.: Auswärtiges Amt, Unterwasserstraße 10, 10117 Berlin, 8.3.: Humboldt-Universität zu Berlin, Dorotheenstraße 24, 10117 Berlin

1913 TransNational: Osteuropa im Wandel 2013. 100 Jahre Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde

Im März findet das 100-jährige Jubiläum der DGO zum Thema „1913 TransNational: Osteuropa im Wandel 2013“ statt. Die Tagung ist international besetzt. Das Ziel ist, zu analysieren, wie sich die Analyse Osteuropas in den unterschiedlichen Zeiten und Disziplinen in den letzten 100 Jahren verändert hat. Es erwarten Sie viele Highlights, angefangen von einem Konzert des berühmten Cellisten David Geringas zusammen mit Jascha Nemtzov am Flügel. Hans-Dietrich Genscher, Rita Süssmuth, Angelika Nussberger, Wladimir Ryschkow und viele andere werden an den Diskussionen und Vorträgen teilnehmen. Zum Abschluss spielt Ljawon Wolski’s Kram-bambulya im Grünen Salon Freien Volksbühne. Für den Einlass ins Auswärtige Amt wird Ihr Geburtsdatum benötigt. Bitte halten Sie am Veranstaltungstag einen Personalausweis oder Pass bereit! Anmeldungen unter E-Mail: info@dgo-online.org.

http://www.dgo-online.org

Sa, 16.3.2013, 17 Uhr
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Gestaltungsmacht Europa: Kann die EU globalen Entwicklungen Stand halten?

Zum 20. Jubiläum des Europaforums wird die Funktion der Europäischen Union als globale Gestaltungsmacht diskutiert. Kann Europa noch als Vorbild für Frieden und internationale Zusammenarbeit in der Welt fungieren? Welche Rolle spielt die EU auf der globalen Ebene? Wie lässt sich die „Einheit in Vielfalt“ in der internationalen Arena einbringen? Kann die EU ihre Werte auch global vertreten oder wird sie zu einer „Insel der Seligen“, die aber die weltweiten Trends verpasst?

http://leipzig.polnischekultur.de

 

Di, 19.3.2013, 19 Uhr
Fraunhofer MOEZ, Neumarkt 9, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Herausforderungen der polnischen Energiepolitik

Die polnische Energiepolitik steht vor bedeutenden Herausforderungen. Welche Antworten gibt die polnische Politik auf die Fragen der Versorgungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und nicht zuletzt der Umweltverträglichkeit? Welche Prioritäten setzt Polen im Bereich der Energiepolitik?
Es diskutieren: Katarzyna Kacperczyk, Direktorin der Abteilung für wirtschaftliche Zusammenarbeit im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen, Małgorzata Szymańska, Direktorin der Abteilung für Erdöl und Gas, Wirtschaftsministerium der Republik Polen, und Prof. Dr. Thomas Bruckner, Vattenfall Europe Professor für Energiemanagement und Nachhaltigkeit.
Moderation: Dr. Karolina Jankowska, FU Berlin und Gastwissenschaftlerin am Fraunhofer MOEZ

http://leipzig.polnischekultur.de

 

Mo, 25.3.2013, 19 h
Hansa Haus in München, Briennerstr. 39 a (Rgb)

Katrin Schulze: Die Reise der Gräfin Czartoryska nach Schlesien

http://dpgm.de/veranstaltungen.htm

 

Do, 28.03.2013, 20 h
IGNIS e. V.  Europäisches Kulturzentrum Köln, Elsa-Brandström-Str. 6

Gesprächskreis des deutsch-polnischen philosophischen Vereins, Thema: „Unser tägliches Geld gib uns heute.“

Moderation: Dr. Marek Żmiejewski

http://www.ignis.org/php/2013-maerz.php

MESSEN

Di, 5.3.2013, 14-15:30 Uhr
CeBIT, Hannover

Deutsch-Polnischer ITK-Gipfel

In diesem Jahr ist Polen das Partnerland der CeBIT und des BITKOM. Aus diesem Anlass findet der „Polish-German ICT Summit“ statt.
Es werden hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik erwartet, die miteinander über die Aspekte der deutschen und polnischen Zusammenarbeit sowie über die ITK-Branchen der beiden Länder sprechen.
„Das deutsch-polnische Partnerjahr ist auch Anlass, um mit den Regierungen beider Länder über Hightech-Strategien und Wirtschaftspolitik zu sprechen“, erklärte BITKOM-Präsident Kempf. Zum Deutsch-Polnischen ITK-Gipfel am Eröffnungstag der CeBIT 2013 am 5. März werden hochrangige Regierungsmitglieder beider Länder erwartet.
Bereits 1993 waren die Länder Ost-und Mitteleuropas unter dem Motto „Business with Eastern Europe“ Partnerregion der CeBIT. Zur Eröffnungsfeier kam die damalige polnische Ministerpräsidentin Hanna Suchocka nach Hannover. Seitdem hat sich viel getan. „Polen hat in den vergangenen zwanzig Jahren eine eindrucksvolle Entwicklung durchlaufen und die Wirtschaftskrise 2008/2009 nahezu unbeschadet überstanden. Wir wollen unserem direkten Nachbarn eine Plattform bieten, auf der er sich der Weltöffentlichkeit auch als ‚Hightech-Nation der digitalen Welt‘ präsentieren kann“, betonte CeBIT-Chef Pörschmann.
Der polnische Markt für IT und Telekommunikation zeigt seit Jahren einen langfristigen Aufwärtstrend. Für 2012 rechnet das BITKOM-eigene Marktforschungsinstitut EITO mit einem Wachstum von 2,6 Prozent auf rund 16 Milliarden Euro. Aktuelle Wachstumstreiber sind unter anderem Tablet-PCs, IT-Outsourcing sowie Festnetz- und mobile Datendienste.

http://www.cebit.de/de/ueber-die-messe/daten-und-fakten/die-cebit-2013/partnerland-2013-polen

Mi, 6.3.- So, 10.3.2013

Partnerland Polen auf der ITB Berlin: „Move your Imagination“

Alle Regionen Polens in Halle 15.1 vertreten

Polen, das diesjährige Partnerland der ITB Berlin, rüstet sich für seinen Auftritt auf der weltweit führenden Reisemesse. Die Präsenz auf der ITB Berlin vom 9. bis 13. März 2011 bildet den Auftakt für eine große Werbekampagne der Polnischen Organisation für Tourismus, die später in Deutschland, Großbritannien und Frankreich weitergeführt wird. Unter dem Motto „Move your Imagination“ präsentiert sich Polen mit moderner 3D-Technologie, spektakulären Filmvorführungen und sympathischen Comic-Wesen „Monster“ als kreatives und interessantes Reiseziel in Europa mit außergewöhnlicher Kultur- und Naturvielfalt. Neben der ITB Berlin stehen für Polen zwei weitere Ereignisse vor der Tür: Die EU-Ratspräsidentschaft ab Juli 2011 und die Fußball-Europameisterschaft EURO 2012.
„Polen ist seit vielen Jahren auf der ITB Berlin vertreten. In diesem Jahr kommt uns eine besondere Rolle zu, was bedeutet, dass die Augen der ganzen Welt auf uns gerichtet sind. Es ist eine riesige Chance, für unser Land zu werben. Diese Chance werden wir nutzen“, erklärt Rafal Szmytke, Präsident der Polnischen Organisation für Tourismus.

http://www.polen-pl.eu/polen-auf-der-itb-2013/
http://www.itb-berlin.de/Presse-Service/Pressemitteilungen/index.jsp?lang=de&id=23103

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