Co się dzieje? Deutsch-polnische Termine im Dezember 2012

Szczcein (Stettin) in der Vorweihnachtszeit. Weihnachtlicher Brunnen. Foto: A.Schwarze

Diesmal mit Weihnachts-Spezial: Der Veranstaltungsüberblick

(Pforzheim, JW; Regensburg, AK) Auch im Dezember finden in Deutschland zahlreiche Veranstaltungen im deutsch-polnischen Bereich statt. Dieses Mal gibt es eine Extra-Kategorie „Weihnachtliches“ ganz am Ende der Liste. Viel Spaß beim Lesen! Und beim Auswählen der passenden Veranstaltung.

Ergänzungen? Einfach per Kommentar beifügen.

LITERATUR/ LESUNGEN

Sa 1.12.2012, 21:00

Club der Polnischen Versager, Ackerstrasse 169, 10115 Berlin-Mitte

Buchpremiere: „Der Club der Polnischen Versager“ von Adam Gusowski und Piotr Mordel

Die Mitbegründer des Clubs der Polnischen Versager, Autoren und Satiriker Adam Gusowski und Piotr Mordel schreiben in ihrem Buch über Deutsche und Polen, über verordnete Freundschaft und gelebte Hassliebe, über kleinkarierten Wahnsinn und die große Zukunft Europas. Dabei sind die deutsch-polnischen Unterschiede oder gar Gemeinsamkeiten egal. Es geht um die leisen Zwischentöne und die kleinen Sprüche zwischen den Zeilen – humorvoll verpackt, satirisch aufgerissen. Das Buch erscheint im Rowohlt-Verlag.

So 2.12.2012, 11:00

Ruhrfestspielhaus, Otto-Burrmeister-Alle 1, 45657 Recklinghausen

Eintritt: 11,00 € / 6,20 €. Karten bei den VVK-Stellen des Medienhauses Bauer und unter www.imvorverkauf.de

Joanna Bator und Nina Hoger präsentieren „Sandberg – Piaskowa Góra“

Joanna Bator ist Schriftstellerin, Publizistin und Hochschuldozentin in Polen und Japan. Sie zeichnet in ihrem Familienroman ein ungewöhnliches Bild von Nachkriegspolen in einer Gegend, die bis Kriegsende deutsch war. Die Enttäuschungen und neuen Hoffnungen der kleinen Leute, deren Mittelpunkt eine Plattensiedlung – genannt Sandberg – ist, zeigt sie vor allem an deren alltäglichen Handlungen. Sie entlarvt dabei die Politik, ohne je explizit darüber zu sprechen, und rückt die Frauen in den Mittelpunkt, ohne die ein Weiterleben auf dem Sandberg nicht vorstellbar scheint, obwohl oder weil sie von der BRD, insbesondere von Castrop-Rauxel träumen. Auch die Identität der „wahren“ Polen erhält so nebenbei einige Dämpfer.
Joanna Bator (*1968) hat bereits viele Literaturpreise bekommen, das hier vorgestellte Buch „Sandberg“ war auf der Shortlist Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2011.
Am 2. Dezember wird sie den Text auszugsweise auf polnisch lesen. Den deutschen Text liest die bekannte Film- und Fernsehschauspielerin Nina Hoger. Die Band „Ensemble Noisten“ umrahmt die Lesung unter anderem mit Klezmer-Musik. Die Lesung ist eine Veranstaltung der Stadtbücherei und des Instituts „Die Brücke“ und findet in Kooperation mit dem Polnischen Institut Düsseldorf statt, gefördert im Rahmen von „Klopsztanga – Polen grenzenlos NRW“ durch das NRW Kultursekretariat, die Stiftung deutsch-polnische Zusammenarbeit und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.

Di 4.12.2012, 19.oo Uhr

buchbund, Sanderstr. 8, Berlin

„O przekładzie na przykładzie“ – Grenzen der Übersetzbarkeit

Beginn einer Diskussionsreihe über jüdische Themen in der neuen polnischen und deutschen Literatur. Joanna Bator und Esther Kinsky sprechen über Piaskowa Góra / Sandberg. Die Gespräche werden von Prof. Magdalena Marszałek (Universität Potsdam) und Dr. Magdalena Waligórska (Freie Universität Berlin) moderiert und von Agnieszka Grzybkowska übersetzt.

Eintritt frei
Do 6.12.2012, 17:00

Universität Leipzig, Neues Seminargebäude (NSG), Raum 227, Universitätsstr. 1, 04109 Leipzig
Eintritt frei

apropos polen: Witkacy – Rausch und Sexualität

Vortrag von Dr. Hans-Christian Trepte (Universität Leipzig)
Stanisław Ignacy „Witkacy“ Witkiewicz zählt zu den bedeutendsten und vielseitigsten Künstlern der polnischen Moderne. Seine extatischen, bisweilen katastrophistischen Werke weisen Bezüge zum westeuropäischen Expressionismus auf und haben den – nicht immer goldenen – Zwanzigern in Polen nachhaltig ihren Stempel aufgedrückt.
Mystik, Rausch, Wahn und Sex vereinte Witkacy in seinen ausgefallenen Bildern und seinem literarischen Werk. Mit der Schnittstelle von Rausch und Sexualität wird sich der Literaturwissenschaftler Hans-Christian Trepte auseinandersetzen und den Zuhörer in die farbige, wilde und gelegentlich verrückte Welt des vielseitigen Künstlers einführen.
Eine Veranstaltung der Studenteninitiative „apropos polen:“ in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig

Mehr Infos unter: www.apropospolen.de.vu

Do 6.12.2012, 20:00
Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Radek Knapp „Reise nach Kalino“

Diesmal schickt der Autor den Detektiv Julius Werkazy auf Ermittlungstour in die polnische Provinz. Verschrobene und unheimliche Gestalten sind die Wegbegleiter auf dieser „Reise nach Kalino“. Wie schon in seinen bisherigen Erfolgsromanen wirft Knapp seine Leserschaft in ein surreal-komisches Panoptikum – „crime and suspense“ in Polen. Radek Knapp, 1964 in Warschau geboren, lebt seit 1976 als freier Schriftsteller in Wien. 1994 debütierte er mit dem Erzählband Franio, für den er den Literaturpreis „aspekte“ erhielt. Zuletzt erschienen von ihm Papiertiger (2003) und Gebrauchsanweisung für Polen (2005).
In Kooperation mit dem Conduco e. V. Dresden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Quartalnik“, gefördert von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Info: www.conduco-info.com

Fr 14.12.2012, 20.00 Uhr

IGNIS e. V., Elsa-Brändström-Str. 6, D – 50668 Köln

Eintritt frei

Lange Nacht polnischer Literatur

Literarisch-musikalischer Abend
mit NATASZA GOERKE und EUGENIUSZ TKACZYSZYN-DYCKI

Moderation: Artur Becker und Manfred Mack,
Lesung in Deutsch: Marek Jera
Musikalische, Umrahmung: Arkadiusz Błeszyński und Krzysztof Kozielski
(Veranstaltung in deutscher und polnischer Sprache)

So 16.12.2012, 17.00 Uhr

Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf
Eintritt frei

Soirée polnischer Literatur mit NATASZA GOERKE und EUGENIUSZ TKACZYSZYN-DYCKI

Moderation: Artur Becker und Manfred Mack,
Lesung in Deutsch: Marek Jera
Musikalische, Umrahmung: Arkadiusz Błeszyński und Krzysztof Kozielski
(Veranstaltung in deutscher und polnischer Sprache)

Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki, geb. 1962 bei Lubaczów an der poln.-ukrain. Grenze, ist in Polen ein gefeierter Lyriker und Kultautor. Er gibt keine Interviews, ist für Lesungen schwer vermittelbar und schreibt seit den Achtzigern Gedichte. Sein Debüt heißt „Nenia i inne wiersze“ (1990, „Nenia und andere Gedichte“). Seitdem hat er in Polen 14 Bände mit Gedichten und einen Prosaband („Zaplecze“, 2002, „Hinterland“) publiziert. Zuletzt sind folgende Werke erschienen: „Dzieje rodzin polskich“ (2005, dt. „Geschichte der polnischen Familien“, 2012, überst. von Doreen Daume), „Piosenka o zależnościach i uzależnieniach (2008 und 2009, „Lied über Abhängigkeiten und Süchte”), „Peregrinary” (2008, „Perigrinari“) und „Oddam wiersze w dobre ręce (1990-2010)” (2010, „Gern gebe ich Gedichte in gute Hände ab ”). Tkaczyszyn-Dycki lebt zwar in Warschau, seine Poesie beschäftigt sich jedoch vor allem mit seiner Biografie, Kindheit und Jugend, die er im poln.-ukr. Grenzland verlebt hat: in der Woiwodschaft Karpatenvorland. Diese unverwechselbare Lyrik zeichnet Klarsichtigkeit der Metaphern aus, sowie die Vielschichtigkeit der verschiedenen Welten, in denen sich der Dichter bewegt: Humor und Metaphysik, Ironie und Sakralität, Philosophisches und Theologisches wechseln in dieser lyrischen Erzählung ständig ab. Tkaczyszyn-Dycki ist vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Gdynia-Literaturpreis (2006 und 2009) und dem NIKE-Preis (2009), der wichtigsten Literaturauszeichnung Polens. Seine Gedichte wurden in fast alle europäischen Sprachen übersetzt. Zu Liebhabern seiner Lyrik, die oft kopiert wird, gehörte auch der Dichter Czesław Miłosz (1911 – 2004).

Natasza Goerke:
Die polnische Prosaschriftstellerin und Dichterin Natasza Goerke wurde am 13. März 1960 in der westpolnischen Stadt Posen (Poznań) geboren. Sie studierte von 1979 bis 1991 Polonistik und fernöstliche Philologien an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen, an der Jagiellonen-Universität in Krakau und an der Universität in Hamburg. Seit 1985 lebt sie in Hamburg und Posen. Jedoch zieht es sie immer wieder in die Ferne, beispielsweise nach Tibet, Indien oder Nepal. Sie veröffentlichte in zahlreichen Zeitschriften wie „bruLion“, „Czas Kultury“, „Twórczość“, „Odra“ sowie „Bundesstraße1“: „Natasza Goerke gehört zu den bekanntesten Autorinnen der sogenannten ‚Brulion-Generation‘, die nach der 1986 in Krakau gegründeten illegalen (…) Kultzeitschrift ‚bruLion‘ benannt wurde. Diese Generation der in den sechziger Jahren Geborenen war die erste in Polen, deren Weltsicht nicht von der national-patriotischen Tradition, sondern von einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Kutlturerbe und vom Interesse an internationalen Geistesströmungen der Gegenwart geprägt war.“ 1993 erhielt sie den Preis der Zeitschrift „Czas Kultury“. Im Jahr darauf erschien ihr erster Erzählband „Fractale“ in Polen. Im Jahr 2003 folgte die Nominierung für den renommierten Nike-Preis. Natasza Goerke besitzt einen ausgeprägten ironisch und skurril-humorvollen Erzählstil. Ihre „stories“ sind durch sprachliche Sensibilität, stilistische Leichtigkeit sowie durch ein gewisses Maß an Lakonie geprägt.

 

AUSSTELLUNGEN

Fr 23.11.2012 – Mi 23.01.2013, Vernissage: Fr 23.11.2012, 19:00
Galerie des Polnischen Instituts Düsseldorf

Dorota Buczkowska „Nicht alle Teile sind vollständig“

Dorota Buczkowska (1971 in Warschau geboren) arbeitet mit Materialien, die in der zeitgenössischen Kunst ungewöhnlich sind. Die bei der Ausstellung gezeigten Skulpturen sind aus Wolle, Stoff und Gummi, für die Papierarbeiten benutzt sie verschiedene Lippenstifte, Hauttönungen oder Eyeliner als Farbe. Die ölhaltigen Bestandteile dieser Malmittel, die auf das unbehandelte Papier aufgetragen werden, lassen das Zeichenpapier durchscheinen. (…) Die Künstlerin dringt ein in den Raum zwischen dem, was sich anfassen, eindeutig einordnen lässt und dem nur Vorgestellten. In Zusammenarbeit mit dem Skulpturenmuseum Glaskasten Marl.

Do 6.12.2012 – Fr 8.02.2013, Vernissage: 19:00
Polnisches Institut Berlin

Paweł Książek – Skulptur-Malerei

In seinen Malereizyklen verbindet Paweł Książek unterschiedliche Themen, stellt assoziative Bezüge her und definiert aufs Neue die künstlerischen Zwischenräume zwischen Malerei, Bildhauerei und Videoart. Er arbeitet mit Archiven, mit der Zeit und der Erinnerung, gleichzeitig bezieht er die Bildhauerei und bildhauerische Momente mittels Film mit ein, die für ihn als Verbindung zwischen dem dreidimensionalen Objekt als Ausgangspunkt und dem finalen Ergebnis, dem Bild oder der Farbschicht dienen. In seinen neuesten Arbeiten spielt Paweł Książek mit der Wahrnehmung, indem er das Medium Malerei dazu verwendet, den Unterschied zwischen Fiktion und Realität zu unterstreichen und dann zu verwischen. In den Bildern „Skulpturen“ wagt Książek eine gänzlich neue Herangehensweise an … die Malerei. Er fokussiert sich hierbei auf das Motiv der Hände und auf symbolische Schöpfungsgesten, unabhängig davon, ob es sich um einen Künstler, einen Pianisten oder einen Mörder handelt. Malerei als Bildhauerei zu bezeichnen ist ein durchaus beabsichtigter Bezug zum Text von Rosalind Kraus „Sculpture in the Expanded Field” und gleichzeitig eine sehr zutreffende Metapher für das Werk des Künstlers.

FILME

Mi 28.11. – So 2.12.2012
2. filmPOLSKA München

„filmPOLSKA München“ mit seinem Fokus auf jungem polnischem Kino findet 2012 bereits zum zweiten Mal statt. Das Monopol Kino wird fünf Tage lang Treffpunkt für Neugierige, Cineasten und Liebhaber polnischer Filmkultur sein. Die erste Ausgabe war mit 800 Besuchern ein großer Erfolg: Der Kartenvorverkauf für ein noch umfangreicheres Programm 2012 hat nun auf www.monopol-kino.de begonnen.
Das Programm von „filmPOLSKA München“ bleibt jung und rebellisch: Der Veranstalter Ahoj Nachbarn zeigt ausschließlich Debut-Spielfilme oder frühe Werke polnischer Jungregisseure. Soziale Konfliktfelder, Tabus in polnischer Geschichte und Gegenwart, emotionale Ausnahmezustände: Die Regisseure nehmen sich aufreibender und spannender Themen an. Den Start macht Leszek Dawid mit seinem Debut „Ki“ („My Name is Ki“), dem Portrait einer alleinerziehenden Mutter in Warschau.
Mit filmPOLSKA München möchte Ahoj Nachbarn einen Dialog zwischen polnischen Künstlern und dem deutschen Publikum anregen: In diesem Jahr werden drei Regisseure sowie ein Produzent ihre Filme in München persönlich vorstellen. In einer Sondervorstellung präsentiert das Konsulat der Republik Polen in München in Zusammenarbeit mit dem Krakauer Haus Nürnberg Wojciech Smarzowskis „Róża“ („Rose“).
Die Möglichkeiten zum persönlichen Austausch sind zahlreich: Ein Filmbrunch im Polnischen Kulturzentrum München bietet Raum für Fragen an die Festivalgäste. Der Schwabinger Salon Irkutsk fungiert während der fünf Filmtage als Festivalkneipe und ist damit Treffpunkt für alle Besucher und Diskussionsfreudigen. Bei einer Festivalparty im Club Kong werden Elektro-Künstler von diesseits und jenseits der Oder das polnische Kino gemeinsam feiern.

Weitere Informationen unter:
www.filmpolska-muenchen.de, www.ahojnachbarn.eu

Mo 3.12.2012, 16.00

Universität Potsdam, Campus Am Neuen Palais, Haus 12, Obere Mensa

Zydokomuna („Judenkommune“)

Eintritt frei

Der Film setzt sich mit der Hartnäckigkeit des Stereotyps der „Judenkommune“ (Zydokomuna) in Polen auseinander, d.h. der antisemitischen Verschwörungstheorie, der Kommunismus wie auch der Sozialismus seien Ideen des „internationalen Judentums“ zur Erringung der Weltherrschaft. Im Film treten Aktivisten und Aktivistinnen auf, die sich in der Vorkriegszeit in den damaligen kommunistischen und sozialistischen Parteien und Organisationen in Polen engagierten.

Orginal mit deutschen Untertiteln, 75min, Polen 2010

Mo 3. 12.2012, 20:15
Programmkino rex, Helia-Passage Darmstadt, Wilhelminenstr. 9
Eintritt 5 Euro; Karten: www.kinos-darmstadt.de

Augenzwinkern (Zmruż oczy)

Ein Film von Andrzej Jakimowski, Komödie, Polen 2003, 86 Min., OmeU

Mit Zbigniew Zamachowski, Małgorzata Foremniak, Andrzej Chyra, Aleksandra Prószyńska
Im Rahmen der Filmreihe „Nicht nur Sauermehlsuppe – Filmische Köstlichkeiten aus der polnischen Provinz“. Gemeinsam mit dem programmkino rex.
Der Film spielt am sprichwörtlichen Ende der Welt, wo jedoch nichts endet, sondern für ein kleines Mädchen alles beginnt. Die Zehnjährige ist von zu Hause abgehauen und hat auf einem Bauernhof bei ihrem alten Lehrer Jan Unterschlupf gefunden. Der ist ein moderner Aussteiger; als Outlaw weigert er sich, am normalen Leben teilzunehmen. In Jan, der ihr eine Menge kluge Dinge über das Leben und seine Werte erzählt, findet das Mädchen einen Vaterersatz.

Mi 5.12.2012, 20:00
Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Sala samobójców / Suicide Room
Reihe „Neues polnisches Kino“
Spielfilm, R: Jan Komasa, PL 2011, 112 min, OmdU

Noch 100 Tage sind es, bis Dominik die elitäre Privatschule verlässt. Doch eine Reihe demütigender Erlebnisse, die von seinen Mitschülern sofort in sozialen Netzwerken verbreitet werden, bringt Dominiks Welt ins Wanken. Erniedrigt vom Cybermobbing flüchtet er sich in die Anonymität des Internets. Dort lernt er Sylwia kennen, die ihn mit einem exklusiven Kreis von Menschen zusammenbringt, die online ihren Suizid planen: dem Suicide Room.
Der Film feierte 2011 auf der Berlinale Premiere und brachte dem Hauptdarsteller Jakub Gierszał ein Jahr später die Nominierung zum Shooting Star der European Film Promotion ein.

Mo 10. 12. 2012, 20:15
Programmkino rex, Helia-Passage Darmstadt, Wilhelminenstr. 9
Eintritt 5 Euro; Karten: www.kinos-darmstadt.de

Der Meister (Mistrz)

Ein Film von Piotr Trzaskalski, Tragikomödie, Polen 2005, 93 Min., OmeU

Mit Konstantin Lawronienko, Jacek Braciak, Monika Buchowiec, Teresa Branna, Aurelia Georges

Im Rahmen der Filmreihe „Nicht nur Sauermehlsuppe – Filmische Köstlichkeiten aus der polnischen Provinz“. Gemeinsam mit dem programmkino rex.
Der „Meister“, ein russischer Messerwerfer, wird aus seinem Zirkus geworfen, weil er betrunken die Tiere frei gelassen hat, und macht sich mit seinem alten Bus auf den Weg. Unterwegs rettet er eine junge Prostituierte vor einer Vergewaltigung und nimmt einen Akkordeonspieler auf. Gemeinsam touren die drei mit einer Artistik-Show durch die Dörfer der polnischen Provinz, unterbrochen von den Alkoholexzessen des „Meisters“. In einer kleinen Stadt lernt er bei einer Show eine Frau kennen – und lieben. Als sie ihm mitteilt, dass sie schwanger ist, verstört ihn das zutiefst: Er verschwindet …

Di 11.12.2012, 19:30
Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

Ki / Ich heisse Ki

PL 2012, 98 min, OmdU; R: Leszek Dawid zu Gast!

Kinga, genannt Ki, ist die junge, energische Mutter des 2-jährigen Pio. Statt sich jedoch um dessen Erziehung zu kümmern, tut sie lieber alles, um dem Klischee einer ausgebrannten, allein erziehenden Mutter zu widersprechen. Während sie sich die Nächte auf Partys um die Ohren schlägt, beginnen sich daheim die Rechnungen zu stapeln. Doch Ki weiß, wie sie über die Runden kommt: Neben zahlreichen kreativen Nebenjobs versteht sie es auch geschickt die Hilfsbereitschaft anderer auszunutzen. Als dann die Beziehung zu ihrem Freund Anto zerbricht, sie bei einer Freundin einziehen muss und das Sozialamt ihr droht, scheint das Chaos perfekt.

Leszek Dawid wurde 1971 in Kluczbork geboren. Er studiert Regie an der Filmhochschule in Łódź. Der einstündige Dokumentarfilm A Bar at the Victoria Station (Bar na Victorii), den er noch während seines Studiums dreht, bringt ihm erste internationale Anerkennung. Ki ist nach mehreren Dokumentarfilmen sein Spielfilmdebüt, das bei den Filmfestspielen in Venedig seine Weltpremiere feierte.

Mi 12.12.2012, 19:30
Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

Pierwsza miłość (Erste Liebe)

PL 1974, 82 min, OmeU; R/B: K. Kieślowski
Sie sind jung, verliebt und erwarten ein Kind. Es fehlt nur noch eine Wohnung, um ihr Glück zu vervollkommnen. Krzysztof Kieślowski geling es mit dieser Langzeitbeobachtung eine Momentaufnahme des Lebens junger Polen in den 1970er Jahren zu porträtieren.

Krzysztof Kieślowski (1941 – 1996) Während seiner 30-jährigen Regiearbeit erhielt Kieślowski unzählige Preise für sein Werk aus Dokumentar- und Spielfilmen – u. a. in Mannheim, Rotterdam, Moskau, Venedig, Berlin und Cannes.

Anschließend:

Wszystko może się przytrafić (Alles kann passieren)

PL 1995, 40min, OmeU; R/B: Marcel Łoziński, K: Artur Reinhart

Völlig unbefangen setzt sich der kleine Tomek zu alten Menschen im Park. Ohne Mühe sprengt er die Sphäre der Anonymität und verwickelt die Fremden in Gespräche, die in philosophisch anmutende Überlegungen und existenzielle Reflektionen münden. So streift der Sechsjährige von einer Bank zur nächsten und hinterlässt bei aller Schwermut und Belehrung stets ein wenig Hoffnung, denn schließlich kann laut Tomek alles passieren. Und besonders beim Zuschauer wird die Frage laut, ob Weisheit sich am Alter messen lässt.

Marcel Łoziński wurde 1940 in Paris geboren, gehört zu den bekanntesten polnischen Filmemachern. Seit 1972 hat er 22 Dokumentarfilme gedreht. Seine Filme stellen Menschen ins Zentrum, die in einer sozialen Situation agieren. Aber statt sich stillen Beobachtung zu ergeben, kreiert Łoziński die Welt und das Bild zu einem Meisterwerk.

Mo 17.12.2012, 20:00
Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Straße 40/41, 10178 Berlin

Sekret / Das Geheimnis

PL 2012, OmdU, 82 min, R/B: Przemysław Wojcieszek, K: Jakub Kijowski, S: Daniel Zioła, M: Krzystof Prętkiewicz, D: Tomasz Tyndyk, Agnieszka Podsiadlik, Marek Kępiński
Der 30-jährige Ksawery ist schwul und verdient sein Geld mit Auftritten als Drag Queen in Nachtclubs. Zusammen mit seiner jüdischen Agentin macht er sich auf den Weg seinen Großvater Jan zu besuchen. Bald wird die Liebe und der Respekt für diesen auf die Probe gestellt, als Jans dunkles Geheimnis aus der Zeit des Holocaust ans Licht kommt. War der Großvater Täter oder Opfer? Wo liegt die Grenze zwischen Tätern und Opfern? Der Film zeigt vor allem die Komplexität individueller Identität.
Das enfant terrible der polnischen Filmszene Przemysław Wojcieszek war mit seinem mutigen Film erneut erfolgreich und konnte seine Produktion im Rahmen der diesjährigen Berlinale präsentieren.

Przemysław Wojcieszek, geb. 1974 in Jelcz-Miłoszyce, Film- und Theaterregisseur, Drehbuchautor. Absolvent der Polonistik an der Universität Wrocław sowie der Jagiellonen-Universität in Kraków.

Mehr Infos unter: www.hoefekino.de

Mo 17. 12. 2012, 20:15
Programmkino rex, Helia-Passage Darmstadt, Wilhelminenstr. 9
Eintritt 5 Euro; Karten: www.kinos-darmstadt.de

Sauermehlsuppe (Żurek)

Ein Film von Ryszard Brylski, Tragikomödie, Polen 2003, 70 Min., OmeU
Mit Katarzyna Figura, Natalia Rybicka, Zbigniew Zamachowski
Im Rahmen der Filmreihe „Nicht nur Sauermehlsuppe – Filmische Köstlichkeiten aus der polnischen Provinz“. Gemeinsam mit dem programmkino rex.
Der Film spielt in einer Grenzstadt, in der die Zeit stehengeblieben zu sein scheint und die durch die Einstellung der Eisenbahnlinie praktisch von der Welt abgeschnitten wurde. Dort wohnt Halina, eine frühere Dorfschönheit und mittlerweile vom Leben gezeichnete Witwe, mit ihrer 15 Jahre alten Tochter Iwonka. Ihr Mann, der Eisenbahner Witek, hat sich aus Protest gegen die Schließung der Eisenbahnlinie, was ihn und seine Kollegen arbeitslos gemacht hatte, das Leben genommen. Er wird deswegen von Halina und den Dorfbewohnern als Held betrachtet. Als Iwonka überraschend einen Sohn bekommt, verspricht Halina am Grabe ihres Mannes, das Kind bis Weihnachten auf den Namen des Vaters zu taufen. Dies stellt sich jedoch als unmöglich heraus, denn die Tochter will keinen Namen nennen, schließlich belastet sie zufällige Bekannte, dann zieht sie die Beschuldigungen wieder zurück. Halina gibt nicht auf und sucht eindringlich nach der richtigen Person. Sie will unbedingt die Wahrheit erfahren, ohne zu bedenken, dass sie dabei ein Unheil heraufbeschwört…
Das Drehbuch schrieb der Regisseur Ryszard Brylski nach einer Erzählung von Olga Tokarczuk.

TAGUNGEN

Fr 30.11. –  Sa 1.12.2012
Internationales Dietrich Bonhoeffer Studien- und Begegnungszentrum e.V., ul. Piotra Skargi 32, 71-422 Szczecin

GRENZWERTE. Netzwerktreffen zu Polenfeindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern

Was ist Polenfeindlichkeit? Was sind polenfeindliche Ressentiments? Wie stellen sie sich dar? Was kann ich dagegen machen? Diesen und anderen Fragen soll das Netzwerktreffen zu Polenfeindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Titel „Grenzwerte“ nachgehen. Nach nahezu zweijähriger Projektlaufzeit möchte das Projekt perspektywa seine Arbeitsergebnisse vorstellen und Multiplikator/innen in der Region zum Handeln gegen Polenfeindlichkeit, nicht nur Material an die Hand geben, sondern auch praktische Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Die Veranstaltung kann auch nur an einzelnen Tagen besucht werden. Die Teilnahme an der Tagung inkl. Übernachtung ist kostenlos, aufgrund einer Förderung durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ sowie die Freudenberg Stiftung. Fahrtkosten können in Ausnahmefällen übernommen werden. Anmeldung unter: www.raa-mv.de/grenzwerte. Die Veranstaltung wird durch das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQMV) als Lehrerfortbildung anerkannt.
Infos und Programm unter: www.perspektywa.de/(…)/netzwerktagung-zu-polenfeindlichkeit-und-dem-umgang-mit-vorurteilen-gegenueber-polen-in-mv/

Sa 1.12.2012, 10.30–13.30 und 16.00–19.00
Schloss Neuhardenberg, Großer Saal

»Wohin reicht die Demokratie in Europa? Deutschland, Polen und die östlichen Nachbarn der EU«

Konferenz (in russischer, polnischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung)
Ohne die Danziger Arbeiter, ohne die polnische Solidarność-Bewegung, die sich lange vor dem Fall der Berliner Mauer Schritt für Schritt ihre Freiheit erkämpften, sind die Auflösung des sowjetisch beherrschten Ostblocks und die Deutsche Einheit kaum denkbar. Was jedoch, mit ausgelöst durch diesen Freiheitswillen, vor mehr als zwei Jahrzehnten als Hoffnung auf den Einzug einer freiheitlichen Demokratie im postsowjetischen Raum begann, hat sich zumindest in einigen Nationen, z.B. in der Ukraine und Belarus, nicht als Wirklichkeit eingelöst.
Grund genug, gemeinsam mit dem Solidarność-Zentrum (Danzig), diese europäische Region aus heutiger Perspektive genauer zu betrachten. Zwei Schwerpunkte werden im Rahmen der eintägigen Konferenz gesetzt. Im ersten Teil soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit politische Entwicklungen in Russland, Belarus und der Ukraine zum Aufbau einer demokratischen Kultur beitragen oder diese verhindern.
Der zweite Teil konzentriert sich auf die Außenpolitik Polens und Deutschlands gegenüber den östlichen Nachbarstaaten. So sollen die zentralen Leitpunkte der bilateralen Beziehungen in den vergangenen zehn Jahren auf ihre Schlüssigkeit befragt werden. Zugleich soll erörtert werden, welche Strategien Polen und Deutschland im Blick auf diesen Teil Europas verfolgen und inwieweit beide Staaten die Entwicklungen im postsowjetischen Raum mitgestalten können.
Die Konferenz wird von der Stiftung Schloss Neuhardenberg und dem Europäischen Solidarność-Zentrum (Danzig) gemeinsam veranstaltet.

Anmeldungen unter:
Stiftung Schloss Neuhardenberg
Telefon 03 34 67/ 600-75
Fax 030 – 889 290-21
info@schlossneuhardenberg.de

Weitere Infos unter: www.schlossneuhardenberg.de

Do 6. – Fr 7. 12. 2012

Europäische Akademie Berlin, Bismarckallee 46-48, 14193 Berlin

Kirchen und Staatsgewalt in Mittel- und Osteuropa

Diese Tagung thematisiert die Beziehung zwischen Kirchen und Staatsgewalt in Mittel- und Osteuropa. Damit ist ein Doppeltes gemeint: Zum einen die staatliche Gewalt, die gegen Kirchen ausgeübt wurde, seit sozialistische Regime an die Macht kamen; in der Regel zunächst blutige Verfolgung und Unterdrückung, dann die Entwicklung eines modus vivendi, der in den verschiedenen Staaten ganz unterschiedlich war. Zum anderen ist die staatliche Macht gemeint; hier ist wiederum zu unterscheiden zwischen der Zeit des Sozialismus, als Kirchen (nach der ersten Phase von gewaltsamem Kirchenkampf) ihre Haltung gegenüber den Regimen im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zwischen den Polen von Kollaboration und Widerstand definieren mussten, und andererseits in der Zeit während und nach der Transformation, als es darum ging, sich in Gesellschaften zu verorten, die durch Pluralität und grundsätzliche Offenheit, aber auch durch Unsicherheiten und nationale Konsolidierung geprägt waren.
Die Tagung soll “ nach Kirchen getrennt “ zunächst anhand verschiedener Fallbeispiele zeigen, wie sich die katholische und die orthodoxe Kirche in Ländern, in denen sie die Mehrheit der Bevölkerung stellte, dem jeweiligen Regime gegenüber verhalten hat. Ziel ist eine möglichst differenzierte Analyse; es gab nirgendwo nur Martyrium oder nur Kollaboration. Das dritte Panel wird thematisieren, wie die Kirchen nach der Transformation mit der eigenen Vergangenheit (wie sie aus den ersten beiden Panels deutlich geworden ist) umgegangen sind bzw. umgehen. Hier stehen die Beispiele Russland und Polen im Mittelpunkt.
Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.
Das Programm finden Sie unter: www.dgo-online.org/events/.
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, Kosten für Anreise und Unterkunft kann die DGO jedoch leider nicht übernehmen. Ihre Anmeldung zur Tagung erbitten wir an office@dgo-online.org. Man bittet um Ihr Verständnis, dass die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist. Die Anmeldungen werden nach Eingang bearbeitet.

 

WORKSHOP/ EXKURSION

Sa 15. – Do 20.12.2012 (+ 06/07 2013)
Deutsch-polnischer Grenzraum

Dudelsack-Laboratorium

Das Dudelsackähnliche Instrument mit dem Namen Koziol (Bock) verbindet die Regionen im deutsch-polnischen Grenzraum. Von Telemann und ländlichen Musikanten-Zünften, über Wanderkapellen beiderseits von Oder und Neiße, Festivals und Wettbewerbe, bis hin zum Slubfurter Dudelsack Laboratorium. Anhand der Bock-Tradition werden Wurzeln der Einwohner ergründet und ihre und Identität mit der Region bestärkt. Der Bock soll in der Kultur der Grenzregion Nowa-Amerika neu verortet werden. Als Resultat der Forschungsarbeiten entsteht eine Internetgalerie der Bock(Dudelsack)-Kunst vom Symbol zur touristischen Marke der Region.

Projektpartner sind die Stiftung Collegium Polonicum, der Verein
Slubfurt e.V., der Verein der Volksmusiker in Zbaszynoe, das
Musikinstrumentenmuseum Poznań sowie Museen und Kultureinrichtungen
in Deutschland.
Programm:
– mindestens 2 Feldexkursionen (1-3 Tage) mit eigenem Fotoapparat
(zusätzlich kann auch gefilmt werden)
– Erstellen einer Multimedia-Präsentation, später Internetgalerie zur
Dudelsack-Kunst
– Abschlusspräsentation der Projektergebnisse auf den Nowa-Amerika-
Folklore-Tagen im Collegium Polonicum in Slubice.
Abschlusspräsentation im November 2013.
Unterkunft und Verpflegung sind frei, Reisekosten werden erstattet. Polnischkenntnisse wären vorteilhaft.

 

MUSIK

Fr 30.11. – Sa 1.12.2012
Rathaussaal Köln Porz, Friedrich-Ebert-Ufer 64-70, 51143 Köln

20. Rock & Chanson Festival – Köln-Breslau-Paris

u.a. mit ZAKOPOWER, Joanna Zasada, Wettbewerb „Junge Talente“, Vanessa Rojek (Polen), Melissmell (Frankreich), Füenf (Deutschland).
Veranstalter:
Deutsch-Polnische Kulturgesellschaft Polonica e.V. Köln: www.polonicaev.de/home/

Festivalprogramm unter:
www.polonicaev.de/home/index.php?option=com_content&view=article&id=61&Itemid=72

Di 4.12.2012, 21:00
Polnisches Institut,  Markt 10, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Polnische Jazz- Weihnachten: Babooshki (PL/UKR)
Polnisch-ukrainische Folk-Jazz-Weihnachtslieder

Zum Jahresausklang packt das Polnische Institut den Leipzigern etwas ganz Besonderes unter den Weihnachtsbaum. Fünf junge Musiker reisen an, um ein Weihnachtskonzert zu präsentieren, wie Sie es vermutlich noch nie gehört haben. Denn schon das riesige Repertoire polnischer Weihnachtslieder ist hier kaum bekannt und ukrainische Weisen sind noch viel seltener zu hören. Babooshki bringen beide auf die Bühne, belassen es dabei nicht bei purer Brauchtumspflege. Vielmehr übersetzen sie die überlieferten Melodien in jazzige Arrangements und ungewöhnliche Harmonien.
Besetzung: Karolina Beimcik (Gesang, Violine), Dana Vynnytska (Gesang), Michał Jaros (Bass) , Michał Tomaszczyk (Posaune), Jan Smoczyński (Pianino, Akkordeon), Bogusz Wekka (Conga & Perkussion)

 

THEATER

Fr 14.12.2012 – Sa 15.12.2012, Premiere: Fr 14.12., 19.30

Ringlokschuppen, Am Schloß Broich 38, 45479 Mülheim an der Ruhr

Theater-Premiere: „Kortländer-Saga“: Auf den Spuren der Geister einer deutsch-polnischen Gegenwart

Mit der „Kortländer-Saga“ setzen das kainkollektiv und seine polnischen Partner vom Teatr Nowy den mit der Produktion „Fasada 1/2“ im vergangenen Jahr in Krakau begonnen Dialog fort und fragen diesmal nach der Gegenwart des polnischen Erbes im Ruhrgebiet.
Da, wo sich einst die Identität der Region herausbildete, waren Personen und Sprachen mit am Werk, an deren Existenz sich heute nur noch wenige erinnern. Ein deutsch-polnisches Ensemble verschreibt sich als Geisterjäger-Team der Mission der deutsch-polnischen Zukunft und bringt dazu die vergessenen, versunkenen und verdrängten Geschichten der Polen im Ruhrgebiet in Bruchstücken und unsortierten Fragmenten ans Tageslicht.
Eine Produktion von kainkollektiv in Koproduktion mit Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr, Teatr Nowy Krakau und FFT Düsseldorf. Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Kunststiftung NRW, Adam Mickiewicz Institut in Warschau, Polnisches Institut Düsseldorf.

Mehr Infos unter: www.ringlokschuppen.de

Fr 21.12.2012 19.30

Düsseldorfer Schauspielhaus, Gustaf-Gründgens-Platz 1,
Karten T.: 0211 369911

Theaterpremiere: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

Alles, was wir über den Krieg wissen, haben uns Männer erzählt. Die Heldinnen Swetlana Alexijewitschs sind Frauen, die als junge Mädchen in Sommerkleidern und Absatzschuhen in den Krieg gezogen sind, um ihre Heimat zu verteidigen. Im Kampf fanden sie nichts Heroisches. Sie begegneten den Menschen und erlebten sie als Bestien. Wenn man diesen Frauen zuhört – Frauen vom Land und aus der Stadt, einfachen und gebildeten, Frauen, die Verwundete retteten, und Frauen, die schossen – dann erkennt man, dass es noch einen Krieg gibt, den wir nicht kennen, den Krieg nach dem Krieg, indem sie des Lügens bezichtigt werden, und man sie behandelt wie Verräterinnen und Huren. Swetlana Alexijewitsch hat diese Geschichte 1985 aufgeschrieben. Die weibliche Geschichte des Krieges.

Die weißrussische Autorin ist heute die konsequenteste und eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Protokoll-Literatur. Sie wurde mehrfach für ihre engagierte Dokumentarprosa ausgezeichnet. Sie lebt in Paris im Exil. Seit der Diktator Lukaschenko an der Macht ist, ist in Weißrussland kein Buch mehr von ihr erschienen. Der junge polnische Regisseur Michał Borczuch bringt das weltweit viel beachtete Buch erstmals auf die Bühne im Düsseldorfer Schauspielhaus.

 

FORTBILDUNG

Sa 1. – Do 6.12.2012
Haus am Bassin in Potsdam

Freiheit/ Gleichheit bei Begegnungen

Die deutsch-polnische Fortbildung beinhaltet den Aspekt der sensiblen Arbeit mit Unterschieden  bzw. Arbeit mit Unterschieden als Normalität.
ReferentInnen: Christine Just, Kaciaryna By

 

WEIHNACHTLICHES

Sa 1.12.2012, 10:00
Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig
Eintritt frei

Weihnachtsmarkt-Kino: Der kleine König Macius

Im Rahmen des Korczak-Jahres 2012
R: Sandor Jesse & Lutz Stützner
D 2007, 83 min, dt. OF,
geeignet für Kinder ab 4 J.

Während die Eltern auf dem Weihnachtsmarkt nach Geschenken suchen, kann ihr Nachwuchs im Weihnachtskino direkt am Marktplatz einen polnischen Kinderbuch-Klassiker als Trickfilm erleben und dabei etwas über seinen Autor Janusz Korczak erfahren.

Siehe auch: leipzig.polnischekultur.de/index.php?navi=013&id=844

Do 6. – Mo 10. 12.2012
HochDrei e.V. in Potsdam

DEUTSCH-POLNISCHE WEIHNACHTSBEGEGNUNG FÜR KINDER

Für Kinder ab 9 bis 13 Jahren
Wie feiert man in Polen Weihnachten? Welche Weihnachtslieder singt man dort am Heiligen Abend? Gibt es dort ebenfalls einen Weihnachtsmann und wie sieht der aus? Gemeinsam mit Kindern aus Deutschland und Polen will man diesen und anderen Fragen auf den Grund gehen. Dabei wird zusammen das Weihnachtsbacken genossen, die Räume werden gemütlich geschmückt, verschiedene Spiele zusammen gespielt und ein deutsch-polnischer Fotokalender für 2013 gestaltet.
Die Begegnung findet in dem Begegnungshaus Am Bassin in Potsdam statt. Das Gästehaus ist sehr gemütlich und hat nach Anbieterangaben bisher allen Kindern und Jugendlichen sehr gefallen. Die Unterbringung findet in Mehr-Bett-Zimmern statt. Die Zimmerverteilung findet am ersten Tag nach der Anreise statt. Man versucht dann natürlich – wenn möglich auf Wünsche der TeilnehmerInnen einzugehen. Auf dieser Seite kann man mehrere Infos zum Gästehaus bekommen:
www.hochlland.de/d/bassin.html
Die Begegnung beginnt am Donnerstag, den 6. Dezember. Den offiziellen Anfang plant man auf 15.30 Uhr (bis dahin sollten auch die polnischen Teilnehmenden anreisen). Die Anreise erfolgt zwischen 15-15.30 Uhr. Die Begegnung endet am 10. Dezember um 13 Uhr.
Das Programm wird in Form der Selbstorganisation ablaufen, dazu gehört auch Selbstversorgung: die Teilnehmenden sorgen sich als Gruppe selbst um den Einkauf und die Zubereitung der Mahlzeiten, angeleitet und begleitet durch die Seminarleitung. Zu Beginn wird das Prinzip der Selbstorganisation erklärt und Anregungen für die Lösung der Aufgabe gegeben. Die Teilnehmenden planen die Zeiten, den Einkauf, das Zubereiten der Mahlzeiten, den Abwasch und verwalten selbst ihren Etat.
Fremdsprachenkenntnisse sind nicht notwendig. Die SprachmittlerInnen helfen dabei, die Sprachbarrieren zu überwinden und die häufig benötigten Ausdrücke auf spielerische Art und Weise zu erlernen.
Die Kosten betragen 60 EUR , incl. Programm, pädagogische Begleitung und Betreuung, Verpflegung und Übernachtung in unserem Gästehaus, Fahrkarte Potsdam ABC für die gesamte Zeit der Begegnung. Eine Reduzierung ist möglich.

Anmeldung unter: www.hochdrei.org/38-0-Seminar.html?seminar_id=16

Weitere Infos unter: www.hochdrei.org, bildung@hochdrei.org, Fon. +49 0331 5813236

Sa 8.12.2012, 18 Uhr
Krakauer Haus Nürnberg
Eintritt frei

Weihnachtsfeier des Fördervereins Krakauer Turm e. V.

„Bracia, patrzcie jeno…“
Alle Jahre wieder laden wir zu unserer Weihnachtsfeier Freunde unseres Vereins und alle diejenigen  ein, die die Stimmung polnischer Weihnachtslieder und -erzählungen genießen möchten.
Das Fest findet im Klutentreter-Saal statt (die Anzahl der Plätze ist begrenzt).

Weitere Infos unter: www.krakauer-haus.de/veranstaltungen.htm

So 16.12.2012, 17.00 Uhr

IGNIS e. V., Elsa-Brändström-Str. 6, D – 50668 Köln

Soirée polnischer und weltlicher Weihnachtslieder

 Tenor Piotr Wnukowski (Kölner Oper)
Sopranistin Danuta Bernolak (Kölner Oper)
Am Flügel Sławomir Olszamowski
Eintritt frei

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