Der polnische Songwriter Peter J. Birch geht in Deutschland auf Tour

Peter J. Birch (Foto: Ala Protasewicz)

Peter J. Birch (Foto: Ala Protasewicz)

(FS, Berlin) Dieses Schicksal teilen die polnische und die deutsche Popmusik: Wer in der Muttersprache singt, wird selten international erfolgreich sein – es sei denn, man macht es wie Rammstein, die Klischees wie Härte und Steifheit made in Germany weltweit hochhalten. Noch dazu bezeugen viele Songwriter, wie schwer es doch sei, in der eigenen Muttersprache zu dichten. Die erste Wahl für junge europäische Acts – woher auch immer sie kommen – war, ist und bleibt dann, auf Englisch zu singen. Aber so weit gehen und den eigenen Namen ins Englische hieven?

Piotr Jan Brzeziński aus der niederschlesischen Kleinstadt Wołów veröffentlicht seine Songs unter dem Künstlernamen Peter J. Birch. Auch die Sprache seiner Wahl ist Englisch. Und damit scheint er ganz richtig zu liegen. Immerhin hat er nach eigenen Angaben schon über 300 Konzerte in halb Europa gegeben. Im September schließlich möchte er sich dem deutschsprachigen Publikum vorstellen. Neben vier Konzerten in Deutschland stehen auch Termine in St. Gallen und Wien auf dem Programm.

Viel Folk, eine Prise Americana und gehörig Pop-Appeal

Dabei ist das Feld, welches der junge Mittzwanziger beackert, momentan kein einfaches. Zu übersättigt ist die früher eher belächelte Songwriter-Nische, in die momentan gefühlt jeder dritte 20-Jährige mit Karohemd, Bart und Hornbrille drängt. Zu beliebig ist vieles von dem, was im Format Radio breiten Zuspruch findet.

Doch der Pole hat besagte Erfahrung auf seiner Seite und ist nicht erst gestern aufgestanden. 2013 veröffentlichte Birch sein Debüt-Album When The Sun’s Risin‘ Over The Town bei dem kleinen polnischen Label Borówka Music. Die Songs beweisen, dass er nicht auf den schnellen Radio-Hit aus ist. Viel mehr dominiert neben Steel Guitars und einem allgemein fast schon am Country orientierten Instrumentarium sein schöner Bariton.

Im September soll in Polen bereits das zweite Werk Brzezińskis erscheinen. Dass Yearn aber auch noch in diesem Jahr in Deutschland zu haben sein wird, ist eher unwahrscheinlich. Der vorab veröffentliche Inexcusable Blues klingt abgründiger. Man darf gespannt sein, ob die bratende E-Gitarre und die Hammond-Orgel im Hintergrund repräsentativ für die Weiterentwicklung des jungen Sängers und Gitarristen sind.

Tourdaten

06.09. – 20:00 Uhr – Berlin, Zatopek
07.09. – 13:00 Uhr – Dresden, The Sound of Bronkow Music Festival
08.09. – 19:30 Uhr – München, Café Trachtenvogl
09.09. – Darmstadt, Schlosskeller
10.09. – 20:30 Uhr – (CH) St. Gallen, Grabenhalle
11.09. – 20:30 Uhr – (AT) Wien, Clash

Weiterhören: www.peterjohnbirch.com | Facebook | bandcamp | soundcloud

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