Deutsch-polnisch-österreichisches Online-Euthanasie-Mahnmal

Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Foto: Polen.pl (MH)

Das Online-Mahnmal als Ergänzung zu Gedenkstätten am Ort des Verbrechens

(Berlin, JW) Ein Projekt mit deutscher, polnischer und österreichischer Beteiligung beschäftigte und beschäftigt sich noch weiter mit dem Thema der ‚Euthanasie‘ im Nationalsozialismus. Unter dem Titel ‚Gedenkort-T4‚ ist auch ein Online-Einblick in die Arbeit des Projekts möglich. Im November 2011 soll ein ‚virtuelles Mahnmal‘ auf der Internetseite freigeschaltet werden. Erinnern wird es an die vielen ‚Euthanasie‘-Opfer, die im Nationalsozialismus ermordet wurden.

Durchgeführt wird das Projekt, dass sich in Bezug auf den Namen an die die Ermordungsaktion symbolisierende ‚Aktion T4‘ anlehnt, vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin, dem polnischen Verein ‚Dialog-Wspólpraca-Rozwój‘ und dem österreichischen Partner ‚atempo‘. ‚T4‘ als Kennzeichnung für die Ermordungen körperlich beeinträchtigter, alter und kranker Menschen sowie von Kindern entstand, weil sich das Büro der Organisatoren der Morde in der Berliner Tiergartenstraße mit der Hausnummer 4 befanden.

Das Online-Mahnmal als interaktives Dialoginstrument soll am 9. November 2011 freigeschaltet werden. Bis dahin können Nutzer der Internetseite ihre eigene Geschichte, Meinung, Erinnerung oder ihre Beiträge zum Thema ‚Euthanasie‘ zum Ausdruck bringen; auch Fragen sind möglich und erwünscht. Das Portal ist auf Deutsch, Polnisch, Slowakisch, Tschechisch und Englisch ausgestaltet.

Es soll aber nicht nur ein Blick in die Vergangenheit ermöglicht werden, sondern auch für ein „offenes Miteinander aller Menschen im Hier und Heute werben“, so die Macher.

Weitere Informationen zu dem Projekt unter www.gedenkort-t4.eu

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