Kauflust in Polen ungebrochen

Luxus in Warschau. Von der Krise kaum betroffen. Photo: Polen.pl (BD)

Luxus in Warschau. Von der Krise kaum betroffen. Photo: Polen.pl (BD)

(Warszawa, BD) Im September kauften die polnischen Konsumenten weiterhin gern ein. Das geht aus den gestern veröffentlichen Daten des statistischen Hauptamtes GUS hervor. Im September lag der Anstieg bei 11,4 Prozenzt  im Jahresvergleich, im Monatsvergleich dagegen bei 1,3 Prozent.

Ist eine Änderung zu erwarten ?

Die Experten scheinen sich gleichzeitig einig zu sein, dass die zweite Krisenwelle auch Polen treffen wird und gehen davon aus, dass die Konsumbereitschaft langsam aber stetig abflauen wird. Man weist zudem darauf hin, dass der wichtigste Faktor, der die Kaufbereitschaft beeinflusst, weiterhin die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes bleibe. Hier sieht es nicht gerade rosig aus, denn die Investitionsbereitschaft der Firmen würde bereits abnehmen.

Ich kaufe gern, wenn … ich verdiene

Die offizielle Arbeitslosigkeit im September betrug unverändert 11,8 Prozent und wird kaum schnell fallen. Die regionale Struktur in Sachen Arbeitslosigkeit bleibt in Polen weiterhin sehr unterschiedlich: Während in Kleinpolen und Masowien weniger als 10 Prozent der Menschen ohne Arbeit sind, so beträgt diese Zahl 15 Prozent in Vorkarpatenland und erreicht 16,4 Prozent in Westpommern und sogar 18,6 Prozent in Ermland-Masuren.

Wo kaufen die Polen?

Diesen Zahlen nicht zu entnehmen, aber nicht weniger interessant: Die Veränderungen im Kaufverhalten der polnischen Kunden. So erfreuen sich die Discounter steigender Beliebtheit bei den Kunden, berichten die Medien. Kein Wunder, dass die deutsche Kette LIDL bereits mehr als 400 Läden in Polen betreibt. Der engste Rivale und Marktführer bleibt die portugisiesche Jeronimo Martins mit der Marke ‚Biedronka‚ (PL: Marienkäfer). Die Anzahl der Geschäfte dieses Unternehmens beträgt mehr als 1.700 Läden. Verspätet dagegen startete ALDI in Polen und verfügt über erst etwas mehr als 50 Läden.

Wird die Expansion von jedem begrüsst?

Dem heutigen Leitartikel der Tageszeitung Gazeta Wyborcza ist zu entnehmen, dass sich der Kampf der Discount-Ketten um neue Kunden auch im Produktsegment Wein zuspitzt. Die dort genannte Marge von 5 Prozent soll bereits mehrere Einzelhandelsgeschäfte und sogar Importeure zu Fall gebracht haben.

‚Günstig für die Kunden‘ heißt allerdings nicht immer ‚gut für die Beschäftigten‘. Über Konflikte zwischenden Beschäftigten und dem Arbeitgeber bei dem Marktführer in Polen berichteten wir ausführlich im Januar.

 

 

 

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