Ein freiwilliges Jahr in Opole, Angebote für Studierende, ein Workshop und eine Tagung zum Thema Vertreibung

Glienicker Brücke, Potsdam. Foto: Polen.pl (JW)

Deutsch-Polnische Programme in Potsdam, Opole, Berlin und Darmstadt

(Berlin, JW) Schon im März geht es los: Freiwillige zwischen 18 und 30 Jahren, die sich für ein aktuell ausgeschriebenes interessantes und vielseitiges Projekt in Polen interessieren, müssen sich also kurzfristig entscheiden. Der ‚Arbeitgeber‘ für den europäischen Freiwilligendienst ist der Bund der Deutschen Minderheit (BJDM) in Polen, der sich der Pflege von Identität, Kultur und Sprache der deutschen Minderheit in Polen verschrieben hat. Dienstsitz bei diesem Projekt wird für neun Monate Opole (Oppeln) sein, wo sich gleichzeitig auch der Sitz des Vereins befindet. Die Aufgaben ermöglichen einen tiefen Einblick in die Arbeit der Organisation und umfassen sowohl Bürotätigkeiten sowie auch Planungen zu konkreten Projekten etwa im kulturellen Bereich oder aus dem Umfeld der Jugendbegegnungen.

Wer sich also in Sachen interkultureller Kompetenz, Teamfähigkeit, polnischer Sprache und Methodik weiterentwickeln möchte, sollte sich bei den unten genannten Adressen melden. Die Rahmenbedingungen beinhalten Unterkunft und Verpflegung, Betreuung vo Ort und Fortbildungen. Polnischkenntnisse sind nicht zwingend, aber natürlich vorteilhaft.

Weitere Informationen unter: www.bjdm.eu sowie http://ec.europa.eu/ (Englisch)

Bewerbung mit Lebenslauf und Motivationsschreiben an Frau Fuhrmann: fuhrmann@ifa.de – Telefon: +48 77441 6206

War die Vertreibung Unrecht? Tagung in Berlin

Auf die Frage, ob die die ‚Vertreibung‘ auf Basis der Umsiedlungsbeschlüsse des Potsdamer Abkommens Unrecht war, möchte eine Tagung in Berlin eingehen. Diese findet vom 17. bis 18. Februar (Freitag und Samstag) im Seminarzentrum der Freien Universität Berlin statt. Im Fokus steht dabei der völkerrechtliche und historische Kontext der Umsiedlungsbeschlüsse. In den Beiträgen der einzelnen Sektionen wird unter anderem Herta Däubler-Gmelin referieren und diskutieren. Die Überschriften der Tagungsbestandteile, etwa ‚Das Menschenrecht auf Heimat‚, Juristische und politische Aspekte des deutsch-polnischen Vertreibungsstreits‚ oder ‚Vertreibung oder Aussiedlung? Der deutsch-polnische Streit um die Begriffe, Erinnerung und den Sinn der Geschichtspolitik‚ weisen auf eine differenzierte und tiefgreifende Auseinandersetzung mit diesem emotionalen Thema hin. Jeder, der sich dazu noch nicht ausreichend informiert fühlt, Sorge um einseitige Sichtweisen hat und Wunsch nach Diskussion des Themas mitbringt, sollte sich die Tagung in den Kalender eintragen. Veranstalter ist Prof. Dr. Christoph Koch, die Schirmherrschaft hat Prof. Dr. von Thadden von der Universität Göttingen übernommen. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 15 Euro (7 Euro ermäßigt, zum Beispiel für Studenten).

Weitere Informationen: Tagungsprogramm als pdf-Datei

Anmeldung unter konferenzbuero@polen-news.de

Veranstaltungsort: Seminarzentrum der Freien Universität Berlin, Otto-von-Simson-Str. 26, 14195 Berlin, Raum L 115,

Termin: 17./18.2.2012

 

Deutsch-polnisches Winterferien-Projekt zu Denunziation

‚Hört jemand mit?‘ ist der Titel eines Seminar für Jugendliche ab 16 Jahren. Darin geht es um Denunziation und Bespitzelung in Diktatur und Demokratie. Inhaltlich lernen die Teilnehmer die Menschenrechte und Menschenrechtskonventionen kennen und setzen sich dann mit Denunziationen in der DDR und der Volksrepublik Polen auseinander. Auch Geheimdienstmethoden, Zeitzeugengespräche und Theorie sind Themen im Programm. Erstellt werden soll im Anschluss ein Heft mit Essays zum Thema.

Termin: 18. bis 24. Februar 2012

Veranstaltungsort: Potsdam

Kosten: 95 Euro inklusive Übernachtung und Vollverpflegung sowie Seminarmaterial

Anmeldung: bildung@hochdrei.org oder 0331.5813224

Weitere Informationen: www.hochdrei.org

 

Forschungsaufenthalt für Geistes- und Sozialwissenschaftler

Nachwuchswissenschaftler aus den Geistes- und Sozialwissenschaften hingegen finden beim Deutschen Polen-Institut in Darmstadt ein interessantes Betätigungsfeld – mit Stipendium. Vier bis sechs Wochen kann, gefördert, in Darmstadt in der umfangreichen Bibliothek geforscht und gearbeitet werden. Der Forschungsaufenthalt beinhaltet einen onlinefähigen Arbeitsplatz.

Wer sich dafür interessiert, findet unter http://www.deutsches-polen-institut.de/Service/Stipendien/index.php weitere Informationen.

 

Lektoratsstipendien werden vergeben

Traditionell vergibt die Robert Bosch Stiftung Lektoratsstipendien auch für Polen. Dabei unterrichten die Absolventen der Fächer ‚Deutsch als Fremdsprache‘, Germanistik oder einer Fremdsprachenphilologie, der Geistes-, Sozial-, Rechts- oder der Wirtschaftswissenschaften in deutscher Sprache. Außerdem sollen sie vor Ort Projekte im Sinne der Völkerverständigung durchführen und absolvieren einen in Kooperation mit der Universität Hildesheim entwickelten Ausbildungsgang namens Bildungsmanagement.  Gute Deutschkenntnisse sind auf muttersprachlichem Niveau Voraussetzung. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2012.

Informationen zum Studiengang: www.bosch-stiftung.de

Bewerbungen unter: www.boschlektoren.de

 

...sind diese Artikel auch interessant für Sie?

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*