Einiges Neues: Krakau-Reiseführer

Marienkirche in Krakau. Foto: Polen.pl

Krakau ist immer eine Reise wert: Und einen Reiseführer

(Berlin, JW) Im Markt für Reiseführer zur touristisch sehr beliebten Stadt Krakau hat sich wieder etwas getan. So gibt es nun eine recht große Auswahl deutschsprachiger schriftlicher Guides für die südpolnische Metropole. Einen kleinen Überblick möchten wir in diesem Beitrag geben, da in den vergangenen Monaten einige Überarbeitungen bekannter Reiseführer und auch Neuerscheinungen auf den Plan traten. Zwar ist Krakau kein Austragungsort bei der EM2012, hat aber vielleicht gerade deswegen gute Chancen, wieder Spitzenplätze bei den Touristenzahlen zu erreichen. Übrigens: Einen Reiseführer speziell für die EM-Städte in Polen und der Ukraine hat der Vliegen Verlag ab März im Angebot, als App und auf Papier – mit Informationen zu den Städten, Stadien und mit ausgesuchten Fan-Tipps. Auch dazu haben wir einen Link unten eingefügt.

Krakau zieht weiterhin an: Auch Reiseführer

Krakau ist nach wie vor eine der vier Städte in Polen, für die die meisten Reiseführer aufgelegt werden. Warschau als Hauptstadt zieht sicher die meisten Varianten gedruckter Reisebegleiter auf sich, gefolgt von Krakau, Breslau und Danzig. Was wahrscheinlich auch einfach mit der Größe der Städte zusammenhängt. Allerdings finden wir diese Tatsache in Bezug auf Krakau berechtigt: Wer einmal dort war, möchte (fast) immer wieder hin.

Unter dem Namen ‚CityTrip Krakau‘ ist 2011 erstmalig ein Reiseführer erschienen, der auf knapp 150 Seiten die klassischen und nach eigener Aussage auch die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten ausführlich beschreibt. Dazu gehören Museen, Theater, Galerien, Kirchen, das Ghetto, die Klezmer-Kultur und die Synagogen sowie Ausgehtipps. Auch die notwendigen Tipps für die Reiseorganisation werden versprochen. Ebenfalls nicht überraschend: Ein herausnehmbarer City-Faltplan ist im Preis von unter 10 Euro enthalten. Hinzu kommen Luftbildansichten im Internet mit allen im Buch beschriebenen ‚Points of Interest‘.

Auch ein Klassiker der Krakau-Reiseführer, der Krakau-Guide aus dem Michael Müller Verlag, wurde 2011 auf den neuesten Stand gebracht. Und dieser wird nun auch als elektronische Version offeriert, zum Beispiel für das Amazon-Lesegerät mit dem Namen Kindle. Dieser ist gedruckt mit knapp 15 Euro deutlich teurer als die Neuerscheinung aus dem Reise-know-how-Verlag, auch elektronisch schlägt er noch mit knapp 12 Euro zu Buche. Im Gegensatz zum erstgenannten Stadtführer konnten wir dieses Exemplar schon selbst testen und damit die auch bei den einschlägigen Online-Buchhändlern lesbaren positiven Rezensionen bestätigen. Den umfassenden Ansatz der Autoren, auch beispielsweise Kultur und Stil der Stadt exemplarisch vorzustellen, kennt man bereits aus den vorhergehenden Werken.

Schon 2010 wurde der Marco Polo Krakau-Guide aus dem Mairdumont-Verlag aktualisiert. Es handelt sich um einen kompakten, ideal für Kurzreisen geeigneten und unter 10 Euro platzierten Reiseführer. Laut Herausgebern sind auch Szene-Guides und Insider-Tipps beinhaltet. In der Praxis haben wir die Reiseführer als gute Ergänzung aufgrund der kompakten Struktur erlebt – als Ergänzung zu einem tiefgehenderen Werk, welches eine intensivere Auseinandersetzung mit bestimmten Themen ermöglicht.

Ebenfalls für knapp 10 Euro erhält man den 120seitigen Reiseführer von Dumont, der – entwaffnend kurz – einfach nur ‚Krakau‘ heißt. Die Ausstattung des gedruckten Guides ähnelt in vielen Punkten – sogar in der Seitenzahl. Im Unterschied zu diesem wurde die Dumont-Variante drei Monate später, im Januar 2011, aufgelegt.

Frisch aktualisiert wurde auch der Krakau-Tippgeber aus dem Hause Dorling Kindersley mit dem langen Namen ‚Krakau: Kirchen, Synagogen, Weichsel, Wawel, Theater, Wodka, Museen, Burgen, Parks, Spaziergänge, Stadtplan‘. Das etwas teurere Werk durchbricht sogar die 20-Euro-Preisschwelle, bietet dafür aber auch über 250 Seiten. Die Ausgaben dieses Herausgebers zeichnen sich durch viele Bilder und Illustrationen aus, was das Blättern gerade bei einem Krakau-Werk sehenswert machen dürfte. Allerdings kritisiert ein Nutzer bei einer Rezension die Aktualität einiger Einträge zu Cafés und Restaurants: Eine verständliche Kritik, die uns allerdings auch schon bei anderen Städten und Reiseführern in den Kopf kam. Da Café- und Restaurantlandschaften sich oft sehr schnell verändern, stellt sich für uns die Frage, ob solche Angaben nicht besser ‚online‘ aufgehoben sind.

Für welchen der vielen Reiseführer Sie sich auch entscheiden: Die wesentlichen Punkte scheinen uns bei allen Varianten gegeben. Natürlich sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten überall vorhanden und erklärt. Nur Umfang, Tiefe, Bebilderung, Sprache und Fokus sind etwas unterschiedlich. Unsere Empfehlung: Wählen Sie einen kompakten Reiseführer plus einen, der die für Sie interessanten Themengebiete vertieft. Damit sollten Sie gut gerüstet sein.

Krakau-Reiseführer Citytrip Krakau (2011), 9,80 Euro, Reise-Know-how-Verlag, bei Amazon

Krakau-Reiseführer MM City (2011), 14,90 Euro, Michael Müller Verlag, bei Amazon, in der Amazon-Kindle-Version 11,99 Euro

Krakau-Reiseführer Marco Polo (2010), 9,95 Euro, bei Amazon

Krakau-Reiseführer Dumont (2011), 9,99 Euro, bei Amazon

Krakau-Guide von Dorling Kindersley, 20,95 Euro, bei Amazon

EM-Reiseführer Citycult EM 2012, 10 Euro, Vliegen Verlag: Polenplus.eu

 

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