EM-Werbung zahlte sich für Unternehmen (teilweise) aus

Adidas-Werbung im Stadion in Danzig. Foto: Polen.pl (JW)

Adidas-Werbung im Stadion in Danzig

(Berlin, JW) Hatten wir nicht geschrieben, nun sei es aber gut mit der EM? Das war wohl etwas vorschnell, kommen doch immer noch einmal wieder interessante ‚Nach-EM-Informationen‘ bei uns herein. Interessant beispielsweise ist eine Messung des Marktforschungsunternehmens Innofact, das unter anderem die Erinnerung von Konsumenten an Werbung und Sponsoring untersucht. So hat das in Düsseldorf ansässige Unternehmen auch die Auswirkungen der Werbemaßnahmen der EM-Sponsoren unter die Lupe genommen, im Rahmen einer regelmäßig stattfindenden Untersuchung.

Adidas und McDonalds als große Gewinner

Adidas war wohl ausreichend präsent während der EM: 3,6 Prozent Markenwahrnehmung bei den Verbrauchern erreichte das Sportartikel-Unternehmen. Auch ein Konkurrent von Adidas, die Firma Nike, schaffte offenbar dank der Fußball-Europameisterschaft einen Sprung nach vorn: So berichtet das Marketing-Fachmagazin Absatzwirtschaft, dass die Markenwahrnehmung von 0,4 auf 1,4 Prozent stieg. Dass nicht nur sportnahe Unternehmen von einer Sport-Großveranstaltung marketingseitig profitieren können, zeigt die Fastfood-Kette McDonalds, die ebenfalls ordentlich an Bekanntheit zulegen konnten: Von 1,4 auf 3,4 Prozent ging es hoch. Auch Coca-Cola legte von 1,4 auf 3,3 Prozent zu. Samsung, Mercedes, Mediamarkt und VW konnten ein wenig hinzugewinnen, allerdings nicht so deutlich. Allen vieren gelang trotz starker Präsenz auf den Fernsehbildschirmen und in Anzeigen – subjektiv zumindest in Deutschland während der EM mit hohem Werbedruck – nur eine Steigerung von 0,1 bis 0,5 Prozent.

Welche Marken ‚bleiben hängen‘?

Die hinter der Untersuchung der Markenwahrnehmung steckende Frage bezieht sich darauf, welche Marken den Menschen in Deutschland besonders aufgefallen sind. Somit kann es aufgrund von Werbekampagnen von Monat zu Monat deutliche Unterschiede geben. Und da die EM von zahlreichen Unternehmen zur lautstarken Werbung genutzt wurde, stellt sich für diese natürlich die Frage, ob überhaupt Interesse an dieser Werbung besteht. Wer in einem der Stadien zur EM-Zeit war, war schon ob der zahlreichen Großsponsoren von Bierproduzenten über Autohersteller bis hin zu Kreditinstituten erstaunt: Wer sollte sich all die Banner und Logos merken? Scheinbar funktioniert es aber doch.

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