Ende der SMS-Betrugsfälle in Sicht

Ein Mobiltelefon mit Kamera. Foto: Polen.pl (JW)

SMS-Kampagnen ab jetzt unter strengerer Aufsicht. Photo: Pole )

(Warszawa, BD) Am letzten Mittwoch verabschiedete das polnische Parlament Sejm ein neues Gesetz, das die in Polen ansässigen Mobiltelefon-Nutzer besser vor Betrug schützen soll. Hintergrund sind viele Beschwerden über überteuerte Rechnungen für SMS-Dienste. So wurden den Anbietern der so genannten ‚SMS-Premium Dienste‘  über das Telekommunikationsgesetz erweiterte Informationspflichten auferlegt.

Wozu neue Vorschriften

Wie die Tageszeitung wyborcza berichtete, sollen die  Vorschriften die Preistransparenz bei den Extra-Diensten erheblich erhöhen. Unter anderem muss das auch aus Deutschland bekannte, oft sehr klein gedruckte Kleingedruckte unter den Angeboten und Verträgen in Polen in Zukunft gut sichtbar und lesbar sein.

Die gesetzlich verankerten sehr genauen Definitionen der Aufklärungspflicht über die Kosten sollen zur Erhöhungs des Kundenschutzes beitragen. Zusätzlich soll den Handynutzern die Möglichkeit einer vollständigen Blockade solcher Dienste beziehungsweise die Festlegung eines Kostenlimits angeboten werden.

Fazit

Verfolgt man die Berichterstattung in den Massenmedien, so kann man die Einführung solcher Vorschriften nur begrüßen. Es wurden etliche Fälle bekannt, wo unerfahrere Nutzer in den Ruin getrieben wurden. Grund für die hohen Rechnungen war sehr häufig die Nutzung von Premium-Diensten verschiedenster Art, wo der Preis einer einzigen SMS-Nachricht mehr als 10 Złoty betragen hatte.

Ausserdem sind immer mehr Handy-Nutzer sind noch nicht vollgeschäftsfähig und treffen trotzdem Entscheidungen, die sich auch zu ihrem finanziellen Nachteil auswirken können. Neue Vorschriften werden den Eltern neue Instrumente geben, eigene Kinder besser vor Betrug via SMS-Nachricht zu schützen.

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