Euro Złoty Bericht: Haushaltsentwurf für 2012 steht

Euro Zloty Report. Grafik: Polen.pl (JW)

Euro Złoty Report. Grafik: Polen.pl (JW)

(Warszawa, BD) Als ein `Budget für die Krisenzeit` wird der neue Budgetentwurf vom polnischen Regierungschef Tusk bezeichnet. Auf der gestrigen Pressekonferenz sagte der Premier, er sei bei der Vorbereitung des Haushaltsplanes für das nächste Jahr von zwei Grundprinzipien geleitet worden. „Der neue Haushalt solle die finanzielle Sicherheit des polnischen Staates sowie seiner Bürger sichern“. Sowohl Bürger als auch Staat sollen am Ende also profitieren. Die Kommentare der meisten Experten bestätigen, dass die wirtschaftliche Eckdaten, die der Planung zugrunde gelegt wurden, als realistisch angesehen werden dürfen. Das prognostizierte Wachstum der polnischen Wirtschaft in Höhe von 2,5 Prozent sei durchaus erreichbar, vorausgesetzt, die Wirtschaftsdynamik des wichtigsten Abnehmers der polnischen Exporte – Deutschlands – wird von stabilen Charakter bleiben.

Wieviel verdient der polnische Staat in 2012?

Die Einnahmen in 2012 sollen die Höhe von 265 Mrd. Złoty erreichen. Die wichtigsten Einnahmequellen für den polnischen Fiskus bleiben der Planung zufolge unverändert die Mehrwertsteuer (132,2 Mrd. Złoty), die Akzise (Städtische Steuer, 62,6 Mrd. Złoty), die Einkommensteuer PIT (40,3 Mrd. Złoty), die Unternehmensteuer CIT (26,7  Mrd. Złoty) und Einnahmen aus Dividenden (8,2 Mrd. Złoty). (Quelle: gazeta.pl)

In der staatlichen Kasse wird ein Loch von ’nur‘ 35 Mrd. Złoty eingeplant. Um dies zu erreichen, müssen zahlreiche Sparmaßnahmen umgesetzt werden, die wir bereits ausführlich behandelt hatten (siehe unser Artikel zum  neuen Rentensystem).

Die gesamte Staatsverschuldung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt  soll von 53,7 Prozent in 2011 auf 52,4 Prozent in 2012 und weiter auf 48,3 Prozent in 2014 und 47,4% Prozent in 2015 fallen. Zum Ende des Jahres 2012 wurde ein Währungskurs des polnischen Złoty zum Euro von 4,000 und zum US-Dollat von 2,96 eingeplant.

Andere makroökonomische Eckdaten für 2012

Das Bruttoinlandsprodukt soll moderat um 2,5 Prozent wachsen (ca. 4 Prozent in 2011), die Inflation soll in 2012 bei 2,8 Prozent liegen. Man erwartet eine wachsende Arbeitslosigkeit, die 12,3 Prozent erreichen soll.

Die tatsächlichen Grössen für die Arbeitslosigkeit und die Inflation betragen heute noch etwas andere Werte: 11,8 Prozent Menschen, also etwas weniger als die Planungen, waren im Oktober ohne Arbeit; die gemessene Jahresinflation stieg im November auf 4,3 von 3,9 Prozent im Oktober. Diese müsste für die Erfüllung der Planwerte sinken.

Was machen die Zinsen, was macht der Währungskurs auf kurze Sicht?

Die heutige Sitzung des geldpolitischen Rates (RPP) lässt den Marktumfragen nach keine Änderung beim Schlüsselzins der Zentralbank NBP erwarten. Dieser liegt zur Zeit bei 4,5 Prozent . Die Erwartung eines Zinsschnittes hat sich mit neulich etwas wachsender Inflation zeitlich verschoben. Man geht jetzt eher davon aus, dass frühestens im zweiten Quartal 2012 der RPP über eine Zinssenkung nachdenken wird.

Die Preise der Fremdwährungen in Złoty bewegen sich in einer eher engen Bandbreite. Der Euro verbilligte sich innerhalb der letzten Woche leicht von 4,55 auf 4,47 Złoty. Die Marke von 4,55 bedeutete allerdings das Erreichen eines lokalen Kursmaximums; dieses wurde zuletzt im Juni 2009 gesichtet. Auch der Preis eines US-Dollars fiel leicht, der Dollar notiert heute bei 3,34 gegenüber 3,435 Ende November.

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  1. Klaudiusz
  2. Freddy
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