Evakuation am Zentralbahnhof in Warschau

Dworzec Centralny (Zentralbahnhof Warschau) im Umbau, Juni 2011. Photo: Polen.pl (BD)

Dworzec Centralny (Zentralbahnhof Warschau) im Umbau, Juni 2011. Foto: Polen.pl (BD)

(Warschau, BD, 10h15) ‚Centralny w ciemnosciach‘ (auf Polnisch: „Warschauer Hauptbahnhof im Dunkeln) – so berichteten polnische Internetportale am Dienstagvormittag (zum Beispiel gazeta.pl). Was ist passiert: Die Züge stehen, die Gleisschaltanlagen funktionieren ebenfalls nicht. Das berichtete ein PKP-PLK Sprecher, ein Vertreter der polnischen Bahngesellschaft, im Radiosender ‚tok fm‘.  Der Grund bleibt zum aktuellen Zeitpunkt ungenannt.

Iwona Jarzębska, eine Sprecherin des Stromzulieferers RWE, meint, das Stromnetz funktioniere einwandfrei. Nach Jarzębska ‚müsse es sich um ein internes Problem im Netz des Hauptbahnhofs handeln‘. Unklar bleibt, ob der andauernde Umbau des zentralen Bahnhofs im Rahmen von kleineren Sanierungsarbeiten mit dem Netz-Zusammenbruch in Verbindung steht.
Mehrere Züge blieben gleichzeitig im Tunnel stecken, die Passagiere konnten die Waggons über mehrere Minuten nicht verlassen. Der Tunnel misst etwa 1,7 Kilometer und verbindet den Stadtteil Powiśle mit dem unterirdischen Hauptbahnhof (Dworzec Centralny).
S-Bahn Station 'Stadion' im Umbau, Juni 2011. Photo: Polen.pl (BD)

S-Bahn Station 'Stadion' im Umbau, Juni 2011. Foto: Polen.pl (BD)

Ärgerlich ist zusätzlich die Tatsache, dass der parallel verlaufende ‚ Tunnel Średnicowy‘, der die Nahverkehrszüge unter der Stadtmitte ‚beherbergt‘ und zur Entlastung gedacht ist, bis Ende Juli aus dem Verkehr genommen wurde. Der Umbau der Station ‚Stadion Narodowy‘ am neuen Warschauer Stadion machte dies notwendig.

Die ’schwarze Serie‘ der Pannen bei der polnischen Bahn in Warschau dauert anscheinend an. Bereits am heutigen Morgen kam es zu erheblichen Zugverspätungen auf der Linie Minsk Mazowiecki – Warschau Stadtmitte. Ein zusammengebrochener Zug der Stadtschnellbahn SKM blockierte eine Gleislinie. Etliche Züge wurden völlig gestrichen, andere notierten Verspätungen bis zu 70 Minuten.

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