Gedicht zum Sonntag: Grenzfälle

Gewalt, bei der man oft machtlos ist

Nicht bei jedem Vorfall kann die Polizei (Policja) helfen

(Salzburg, HH) Auf Polnisch und auf Deutsch stellt Halina heute ihr Gedicht ‚Grenzfälle‘ vor. Es beschäftigt sich mit Ereignissen unserer Zeit: Gewaltereignissen. Und es fragt sich, wie die betroffenen Menschen mit der erfahrenen Gewalt durch die nicht fassbaren Täter umgehen. Happy End? Mal schauen.

 

GRENZFÄLLE

 

Gewaltgefälle

Mit Wut, Trauer

Geflochtene Hiebe

Verdrängt, versammelt

In einem Gefäß, das

Plötzlich explodiert

Wie Lava eines

Geweckten Vulkans

Schäumende Hitze

Gegen Nahestehende

Menschen, die nur

Auslöser sind

Weil die Täter nicht

Mehr erreichbar sind.

Unheilbare Wunden

Und Narben der

Kindlichen Seele

Die Gedächtnisflechten

Wie Giftgas tötend

Und lähmend

Wie eine trübe

Wasserflut  füllen

Mit enormen Wucht

Jeden freien Fleck

Ohne Gut und Böse

Radikal

Keine Gutmachung

In Aussicht._

 

/hhh.,15.6.2013/

 

Polnische Version (Polska Wersja)

BORDERLINES

 

atak przemocy

atak pieniactwa

splecionych ciosów

żalu i rozpaczy

ignorowany i

stłamszony w

czaszy ciemnej

która nagle

eksploduje i

zalewa jak lawa

przebudzonego wulkanu

wściekły żar lany na

tych bliskich i  drogich

bo oprawców już nie

ma w zasięgu

niegojące się rany

i otwarte blizny dzieciństwa

liszaje pamięci

jak gaz trujący

paraliżują i uśmiercają

jak rozwścieczona woda

powodzi, która z okrutna

siła zapełnia każdy zakamarek

bezwzględnie czy dobro

czy zło, zalewa wszystko

czekanie na rekompensatę

długie i nadaremne._

 

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