Geplatzter Traum

Krakauer Wawelburg am Weichselufer

Fussballerische Tristesse in Krakau: keine Euro, keine Champions League.

(Toruń, JE) Drei Minuten haben den Fußballern von Wisła Krakau gefehlt, um in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen. Wisła wäre das erste polnische Team seit 13 Jahren – zuletzt spielte Widzew Lodz in der Saison 1997/1998 in der Champions League – in der europäischen ‚Königsklasse‘ gewesen. Dementsprechend groß waren die Hoffnungen, nicht nur in Krakau. Nach dem 1:0 im Hinspiel gegen APOEL Nikosia standen die Chancen für die Mannschaft von Trainer Robert Maaskant nicht schlecht. Im Rückspiel in Nikosia am vergangenen Dienstag war der zyprische Meister jedoch das klar bessere Team.

Von Beginn an war Wisła unter Dauerdruck, die portugiesisch-brasilianische Offensivabteilung Nikosias kombinierte schnell und zielgenau. Immer wieder kamen die Zyprer zu Torchancen, zu allem Überfluss half Wisła-Torhüter Pareiko den Gegnern, indem er eine direkt auf den ersten Pfosten gezogene Ecke ins eigene Netz lenkte. Da es zur Pause trotz vieler guter Gelegenheiten für APOEL nur 0:1 stand, durfte Krakau weiter hoffen. Wie aus dem nichts eliminierte Cezary Wilk in der 71. Minute den 2:0 Rückstand durch Ailton, der das Aus für Wisła bedeutet hätte. Mit dem Ergebnis von 1:2 wäre Wisła aufgrund des geschossenen Auswärtstores weitergekommen, doch konnten sie das Resultat nicht über die Zeit retten. In der 87. Minute war es erneut Ailton, der aus kurzer Distanz Keeper Pareiko überwand und APOEL in die Champions League schoss. Die Enttäuschung bei Spielern und Anhängern Wisłas war riesig, allerdings räumte auch Torschütze Wilk ein, dass APOEL die klar bessere Mannschaft war. In der Sportzeitung Przegłąd sportowy erklärte er, man habe die Bälle zu schnell verloren und deshalb zu viel Kraft aufwenden müssen, um diese wiederzugewinnen. Die Niederlage sei verdient gewesen. Die polnischen Fußballfans müssen sich also weiter gedulden. Immerhin gibt es im kommenden Jahr die Euro.

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