GFPS-Städtetage in Toruń (Thorn)

Die aktuellen GFPS-Stipendiaten in Polen sowie Mitglieder des deutschen und des polnischen Vorstandes

(Toruń, JE) Etwa 50 Teilnehmer verzeichneten die sogenannten Städtetage der deutsch-polnisch-tschechischen Studentenorganisation GFPS am vergangenen Wochenende in Thorn (Toruń). Die Städtetage finden seit 2003 jedes Semester sowohl in Deutschland als auch in Polen statt – und das immer an anderen Orten. Sie dienen in erster Linie als Treffen für die Stipendiaten – GFPS vergibt Stipendien für Studenten aus Deutschland, die für ein Semester an eine polnische Uni gehen wollen, und umgekehrt – mit GFPS-Aktiven aus dem Gastland.

Darüber hinaus sind sie im Laufe der Zeit ohne Frage zu einer Institution für junge Menschen aus dem ‚deutsch-polnischen Kontext‘ geworden. Die stellvertretende Vorsitzende von GFPS Polska Dorota Niewęgłowska erläutert: „Am wichtigsten ist meiner Meinung nach, dass wir indem wir den individuellen zwischenmenschlichen Kontakt auf der Mikroebene fördern, auch für bessere Beziehungen auf der Makroebene – also zwischen den beiden Ländern – sorgen. Darum geht es bei den Städtetagen“. Oder wie ein deutscher Teilnehmer es formulierte: „Ich bin jetzt seit 10 Jahren Mitglied von GFPS und die Städtetage heute sind eigentlich genauso wie damals. Es sind immer die Menschen, die GFPS ausmachen“. Finanziert wurden die Thorner Städtetage vom Deutsch-Polnischen-Jugendwerk. Dazu gab es eine Spende der Stadt Toruń.

Volles Programm

Die Städtetage werden traditionell von den sogenannten Stadtgruppen organisiert, die natürlich versuchen, ‚ihre‘ Stadt von der besten Seite zu präsentieren. So hatten die Teilnehmer während der knapp vier Tage beispielsweise Gelegenheit, die beliebtesten Museen Toruns (u.a. Lebkuchenmuseum und Planetarium) zu besuchen und die malerische Altstadt sowohl auf klassische (Stadtführung) als auch auf kreative (Stadtrallye) Art und Weise zu entdecken. Dabei wurde auch der Kontakt mit der lokalen Bevölkerung gesucht: Die Studenten versuchten als Straßenkünstler, Passanten zu kleinen Spenden zu bewegen und brachten ihnen deutsche Zungenbrecher bei. Weitere Programmpunkte waren etwa eine Vorlesung über die deutsch-polnischen Beziehungen in der Nikolaus-Kopernikus-Universität und eine Vorführung traditioneller polnischer Tänze. Wobei es natürlich nicht bei einer reinen Vorführung blieb. Und nicht nur Vergnügung war angesagt: Der Sonntagvormittag wurde genutzt, um gemeinsam über die Zukunft von GFPS nachzudenken und die in beiden Ländern demnächst anstehenden Mitgliederversammlungen inhaltlich vorzubereiten.

Gelungene Integration

Zu den Highlights gehörten der literarische Abend mit (nicht nur) eigenen Werken der Teilnehmer, sowie das Quiz, bei dem knifflige Fragen zu deutschen und polnischen Themen beantwortet werden mussten – Hätten Sie auf Anhieb gewusst, welche beiden Elemente die polnische Nobelpreisträgerin Skłodowska-Curie entdeckte? – und darüber hinaus geschauspielert, gesungen und gemalt wurde. Die vielen gemeinsamen Aktivitäten führten zu einer äußerst schnellen Integration der deutsch-polnischen Gruppe, die sich insgesamt sehr zufrieden mit den Thorner Städtetagen zeigte. Nicht ganz unschuldig an der guten Stimmung war sicherlich auch das frühlingshafte Wetter, das ordentlich Sonnenschein spendierte. Die nächsten Städtetage finden Anfang Mai in Bremen statt.

Weitere Infos:

www.gfps.org

www.gfps.pl

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