goEast – Filmwelten aus Ost- und Mitteleuropa

goEast in Wiesbaden. Festivalplakat 2012.

goEast in Wiesbaden. Festivalplakat 2012.

(Köln, MST) Ein Held. Seine Geschichte. Und unzählige Möglichkeiten davon zu erzählen. Zum zwölften Mal präsentiert das Filmfestival „goEast“ in Wiesbaden vom 18. bis zum 24. April 2012 die aktuellen Tendenzen des mittel- und osteuropäischen Films. Veranstaltet vom Deutschen Filminstitut (DIF) erwartet das Publikum nicht nur eine Vielzahl an spannenden Geschichten in bewegten Bildern, sondern auch ein vielseitiges Rahmenprogramm mit Lesungen, Partys und Konzerten.

Der Blick hinter den eisernen Vorhang

Den Grundstein für das heutige Festival legte das DIF bereits in den achtziger Jahren. Im Auftrag der Bundesregierung entstanden die osteuropäischen Filmwochen. Mit dem Ziel den Menschen in Deutschland ein Bild vom Leben hinter dem eisernen Vorhang zu ermöglichen. Aus dieser Tradition heraus und mit dem Anspruch sich stärker für den kulturellen Austausch zu engagieren, fand das Film-Festival „goEast“ 2001 das erste Mal statt. Inzwischen erfährt die Veranstaltung in Wiesbaden nicht nur tatkräftige Unterstützung von Stadt und Land, sondern auch von der Robert Bosch Stiftung, die Stiftung EVZ, Škoda Auto Deutschland, BHF-Bank-Stiftung, die Sparkasse Kultur-Stiftung, die NASPA und 3sat.

Glanzlichter des mittel- und osteuropäischen Films

Im Mittelpunkt des Festivals steht der Wettbewerb. Zehn aktuelle Spiel- und sechs Dokumentarfilme konkurrieren unter anderem um die Auszeichnung für den Besten Film. Gleichzeitig werden Förderpreise für den Nachwuchs und Publikumspreise für die Kategorien Dokumentarfilm, Animations- und Experimentalfilm sowie Kurzspielfilm verliehen. Mit dem Ziel den kulturellen Austausch zu stärken, finden im Rahmen des Festivals auch Vorträge mit anschließenden Diskussionsrunden statt. Eines davon ist das „Symposium „RealAvantGarde – Mit Lenfilm durch das 20. Jahrhundert“. Im Fokus der Veranstaltung steht die Auseinandersetzung mit den Entwicklungsphasen des Studios seit seiner Gründung 1918 im Verlauf der Zeitgeschichte. Inzwischen droht dem Studio unter Protesten der Filmemacher die Privatisierung. Ein weiterer Programmpunkt ist das Format „goBeyond“. Gezeigt werden historische und neuere Filme auch jenseits der Grenzen des mittel- und osteuropäischen Raums, sofern ein eindeutiger Bezug festzustellen ist. Dieses Jahr widmet sich der zeitlose Rahmen dem Thema: Perspektiven von Revolten. Im Portrait zeigt die Sparte„goDetail“ die Welt des russischen Filmschaffenden Sergei Loznitsa, der sich vor allem durch seine Darstellung des postsowjetischen Alltags im russischen Hinterland hervorhebt. Schließlich unter dem Punkt „goDiverse“ widmet sich das Festival den populären Glanzlichtern des mittel- und osteuropäischen Films. Dieses Jahr fokussiert sich die Rubrik mit ausgewähltem Filmmaterial und dem Podium „Georgian Cinema now“ auf das Land Georgien.

Das Programm ist vielfältig und auch die ersten Filme, die auf der Homepage vorgestellt werden, versprechen viel Abwechslung in den Kinosälen. So kann sich das Publikum auf eine spannendes Panorama zahlreicher Filmschaffender aus dem Ost- und Mitteleuropa freuen. Es bleibt nur noch zu sagen: Film ab!

Quellen: Pressematerial des Festivals „goEast“. Und Infos über das Festival selbst, ebenfalls auf der Seite.

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