Goethe in Bagieniec – Auf der Suche nach regionaler Identität in Niederschlesien

Goethe-Tage in Bagieniec (Teichenau). Foto: Polen.pl (AA-F)

Goethe-Tage in Bagieniec (Teichenau). Foto: Polen.pl (AA-F)

Als  der polnische Ort Bagieniec noch Teichenau hieß, war dort Johann Wolfgang von Goethe ein oft gesehener Gast. Heute liegt das kleine Dorf  in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien. Dort befindet sich die Stiftung Spichlerz kultury (Kulturspeicher), die von Violetta Mazurek ins Leben gerufen wurde und die seit 2014 die dni Goethego (Goethe-Tage) veranstaltet.

Mitte Juni fanden die diesjährigen Goethe-Tage statt. Künstler und Vertreter des Kulturlebens fanden sich zusammen und debattierten das  Thema „Auf dem Weg zur Identität“  im Rahmen des gleichnamigen Projekts. Dabei geht es um die regionale Identität Niederschlesiens in den Orten Bolesławiec, Jaworzyna Sląska, Kłodzko, Pieszyce und Sokołowsko. Ist es in der globalen Welt möglich, die  Zugehörigkeit zu einer lokalen Identität  zu pflegen? Was bedeutet der Begriff Kultur für die Einwohner Niederschlesiens? Welche Traditionen brachten die heutigen Einwohner dieser Region mit? Wie ist ihr Verhältnis zu dem kulturellen Nachlass, den sie hier vorgefunden haben?  Was bedeutet es für sie, sich als Niederschlesier zu bezeichnen? Ist das überhaupt möglich? Antworten auf diese und weitere Fragen hat man in Rahmen der Debatte am 18. Juni  finden wollen, an der sich regionale Künstler und Vertreter der Presse beteiligten. An der Debatte nahmen Katarzyna Szczerbińska-Tercjak (Direktorin des Museums für Industrie und Eisenbahn in Schlesien) teil, sowie der Künstler Andrzej Kucharski (dessen Glasarbeiten weltberümt sind) und Jarosław Kurzawa, der sich für die lokale Gesellschaft engagiert.

Goethe-Tage in Bagieniec (Teichenau). Foto: Polen.pl (AA-F)

Goethe-Tage in Bagieniec (Teichenau). Foto: Polen.pl (AA-F)

Das Projekt wird vom polnischen Ministerium für Kultur und der Nationales Erbe gefördert. Gastgeber und Veranstalter der Debatte war die Stiftung Spichlerz Kultury. Das Programm wurde umrahmt von Workshops für Kinder und einer Ausstellung mit Wandmalereien. Die Künstler Robert Kukla und Ryszard Baka arbeiteten außerdem an verschiedenen Engelbildern, die man zum Abschluss in einer Vernissage bewundern konnte.

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