Grenzkontrollen zur Euro

Brücke über die deutsch-polnische Grenze Frankfurt-Oder - Slubice. Foto: Polen.pl (JW)

Wer in Frankfurt/Oder über die Grenze fährt könnte während der nächsten drei Wochen kontrolliert werden.

(Hamburg, JE) Übermorgen ist es endlich soweit. Die Euro 2012 startet mit dem Eröffnungsspiel in Warschau. Auch viele deutsche Fans werden in den kommenden drei Wochen nach Polen und in die Ukraine fahren, um Spiele zu besuchen. Dem ein oder anderen davon dürften bei der Fahrt in unser Nachbarland polnische Grenzbeamte begegnen (Gleiches gilt für Flughäfen), denn Polens Behörden haben angekündigt, für den Zeitraum der Euro – genau: 4. Juni bis 1. Juli – auch an den EU-Binnengrenzen punktuell zu kontrollieren. Deutsche Fans sollten daher den Personalausweis (reicht für Polen) oder Reisepass (wenn es weiter in die Ukraine geht) nicht vergessen!

Polens Innenminister Cichocki informierte die Europäische Kommission über die temporäre Wiedereinführung von Grenzkontrollen an den Übergängen zu/aus den EU-Nachbarstaaten Deutschland, Tschechien, Slowakei und Litauen. Begründet wurde die Maßnahme mit der Sorge um die Sicherheit von Fans und Beteiligten der Fußballeuropameisterschaft. Insbesondere Hooligans mit Stadionverboten aus anderen Ländern sollen so an den Grenzen abgefangen werden, lesen wir auf newsweek.pl. Beeinträchtigungen im Reiseverkehr soll es jedoch nicht geben.

Auf solche sollte man allerdings vorbereitet sein, wenn man über Polen in die Ukraine einreist. An der EU-Außengrenze wird für gewöhnlich aufwendig kontrolliert, Wartezeiten an der Grenze betragen nicht selten mehrere Stunden. Für den Zeitraum der Euro besteht jedoch Hoffnung auf eine einigermaßen zügige Abfertigung, wie newsweek.pl berichtet. Laut der Wochenzeitung haben sich Polen und die Ukraine darauf verständigt, dass an den vier größten Grenzübergängen gemeinsame Kontrollen jeweils auf der polnischen Seite stattfinden werden. Bisher läuft es in der Regel so, dass man erst am polnischen Zoll und dann am ukrainischen Grenzschutz vorbei und damit doppelt warten muss. Darüber hinaus sollen für die Fußballfans sogenannte „Euro-Spuren“ eingerichtet werden, die eine schnellere Einreise versprechen, wenn keine zu verzollenden Waren mitgeführt werden.

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