Günstiger mit der Bahn nach Polen

Foto eines alten Zugs in Kolobzreg in Polen(Berlin, JW) Günstiger mit der Bahn nach Polen: Zumindest ab Berlin geht das nun, wenn man in das quirlige Szczecin (Stettin) in Polen reisen möchte. Die etwas langgezogene Autobahn zwischen Berlin und Szczecin kann man sich nun wirklich sparen, wenn man ohne großes Gepäck in einen der per Bahn angebundenen polnischen Ostseeorte fahren möchte.

Seit heute, dem 1. August 2010, senkt der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg den Preis für die Einzelfahrkarte Berlin-Szczecin um rund 40 Prozent: Statt wie bisher mit fast 17 Euro schlägt das Ticket nunmehr mit nur noch 10 Euro zu Buche. Wer von einer Ermäßigung profitiert, zahlt nur 7,50 Euro. Das sind Kinder zwischen 6 und 14 Jahren und Inhaber von Bahncards, sowohl der Bahncard 25 wie auch der Bahncard 50 und der RegioKarta aus Polen. So teilte es der Verkehrsverbund in einer Pressemitteilung am 30. Juli 2010 mit.

Zwar weiß die Online-Auskunft der Deutsche Bahn AG von diesem Tarif noch nichts, aber man sollte beim Fahrkartenkauf darauf bestehen. Denn sonst kann man schnell über 150 Prozent mehr bezahlen. Auf der Website des VBB hingegen findet sich die Verbindung und nach Klick auf „Fahrpreise anzeigen“ auch der neue reduzierte Preis.

Wer eine Hin- und Rückfahrkarte kauft, zahlt jeweils den doppelten Preis. Wie auch schon vorher gelten die Tickets auch in den Bussen und Trams (Straßenbahnen) in Szczecin. Man kommt also bestens vom Bahnhof in Szczecin, der sich fußläufig zur Innenstadt befindet, auch zu den Hafenvierteln oder den Hakenterassen.

Auch Reisende ab Potsdam und ab dem Flughafen Schönefeld profitieren von den Preissenkungen: 11,40 Euro (ermäßigt 8,50 Euro) kostet die einzelne Fahrt ab diesen Abfahrts- und Zielbahnhöfen.

Szeczin wird damit – auch als Ausgangspunkt für die Weiterfahrt in die Ostsee-Badeorte Polens – erheblich günstiger erreichbar. Zusätzlich wird auch die Anbindung verbessert: Eine ab Ende 2010 dreimal täglich vorgesehene Direktverbindung erspart den bisher erforderlich Umstieg in Angermünde. Bisher kommt man zwei Mal täglich ohne Umsteigen nach Szczecin (Stettin), ab Dezember wird es voraussichtlich eine dritte direkte Verbindung geben. Die bisherigen Direktzüge fahren morgens um 7:59 Uhr und abends um 17:28 Uhr. Passend zum Winter wird man nach der gestrigen Mitteilung auch nach einem gemütlichen langen Frühstück mittags in einen Direktzug einsteigen können.

So ist man bequem innerhalb von zwei Stunden an der Küste. Die zuvor schon diskutierte aber zunächst verworfene bessere Verbindung direkt in den Ostsee-Badeort Kolobrzeg (Kolberg) in Polen hat scheinbar zumindest einen Effekt: Seit kurzem finden sich auf den Bildschirmen der Fahrkartenautomaten in Berlin auch Schalter mit der Beschriftung „Verbindung nach Kolobrzeg“. So geht zwar die Bahnreise dorthin noch nicht schneller, aber zumindest der Fahrkartenkauf. Immerhin. Denn nicht umsonst sind wir als begeisterte Kolobrzeg-Urlauber daran sehr interessiert; mehr zur Stadt Kolobzreg unter www.kolberg-cafe.de.

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  1. Manfred

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