Initiative für die Kinder vom Kamper See kommt vorwärts

Resko Przymorskie (Kamper See) bei Kolobrzeg (Kolberg). Foto: Kolberg-Café

Resko Przymorskie (Kamper See) bei Kolobrzeg (Kolberg). Foto: Kolberg-Café

(Berlin, JW) Noch ist das Ziel der Initiative, die Finanzierung der Bergung des Wracks im Kamper See, noch nicht erreicht. Aber die Aktivitäten gehen vorwärts: Wir berichteten vor kurzem über die Vereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Geschichte der Kinder vom Kamper See aufzuarbeiten. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs war ein kleines Flugzeug, das Kinder aus umkämpften Gebieten bei Kolberg (heute: Kolobrzeg) retten wollte, in den See gestürzt. Dabei kamen viele Kinder ums Leben.

Medienecho gewaltig

In den deutschsprachigen Medien ist das Thema angekommen, so viel lässt sich sagen. Nicht nur die BILD-Zeitung, sondern auch viele regionale Zeitungen, die ZEIT, der Stern, der NDR und viele weitere haben über die Geschichte und die Initiative berichtet. Übrigens hat der Journalist Ulrich Kroekel zahlreiche der Beiträge dazu veröffentlicht; er bietet auf seiner Internetseite eine sehr gute Zusammenfassung.

Die erneute Initiative des Bürgermeisters von Trzebiatow (Treptow), in dessen Gemeinde der Resko Przymorskie (so heißt der Kamper See heute) kann ohne Frage als Auslöser der medialen Präsenz betrachtet werden. Damit hat er die Spendenbereitschaft ganz sicher erhöht, wenn ihm Kritiker auch vorwerfen, er habe damit nur ein altes Thema neu besetzt. Richtig ist, dass bereits früher Aktivitäten zur Aufarbeitung der Vorkommnisse entstanden waren, die tatsächlich nicht bis zum ernsthaften beziehungsweise realistischen Bestreben einer Bergung des Flugzeugwracks führten. „Das Thema sei früher nicht allen wichtig gewesen und daher wieder in der Versenkung verschwunden“, berichtet uns ein interessierter Beobachter der Initiative. Heute sind auch Partner wie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, das Dornier-Museum und verschiedene Medien mit dabei.

Bergung vielleicht 2013

Wann die Bergung des Flugzeugwracks tatsächlich finanzierbar und technisch möglich ist, steht noch nicht fest. Noch gelten nach uns vorliegenden Informationen die bisher vorgelegten Angebote als zu teuer. Es werden gegenwärtig verschiedene Wege erwogen, eine preiswertere Bergung unter Beteiligung auch staatlicher und ehrenamtlicher Stellen durchzuführen. Parallel werden Spenden gesammelt, um die entstehenden Kosten zu decken. Da zusätzlich auch noch behördliche Genehmigungen erforderlich sind, ist eine Bergung vor 2013 ohnehin unrealistisch.

Weitere Informationen zur Initiative: kindervonkamp.de

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