Jugendwerk fördert Privatinitiative

Die Adalbertkirche am Krakauer Marktplatz. Foto: Polen.pl (BD)

Auf - zum Beispiel - nach Krakau: Individueller Jugendaustausch wird gefördert

(Berlin, JW) Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) fördert in diesem Jahr erstmalig auch die private Initiative von Schülern für die deutsch-polnische Begegnung. In diesem Rahmen wird ein mehrmonatiger Aufenthalt von polnischen Schülern in Deutschland und deutschen Schülern in Polen gefördert, ohne dass dies im schulischen Rahmen oder im Rahmen einer Gruppenreise erfolgen muss. Die erste Bewerbungsrunde ist bereits abgeschlossen, für das zweite Halbjahr 2011 sind noch Bewerbungen möglich.

Alltag kennenlernen

Ziel des neuen Programms ist, Schülern das Kennenlernen des Alltags im Nachbarland zu ermöglichen. Gerade, weil Klassen- und Projektfahrten oder Gruppenfahrten in Schulen oft in andere Länder gehen, bietet das neue Angebot interessierten Schülern die Chance, sich individuell mit Polen zu beschäftigen. Umgekehrt gilt dies natürlich auch für polnische Schüler, die sich für den Kontakt nach Deutschland interessieren.

Das Kennenlernen der Familie und des Lebens des Partnerschülers, das Erleben des ‚anderen‘ Schulsysstems, die Vertiefung von landeskundlichen und sprachlichen Kenntnissen und das Gewinnen so genannter ‚Soft Skills‘ wie Selbstständigkeit oder Selbstbewusstsein sind ebenfalls Ziele bei einer Teilnahme. Die Stärkung der interkulturellen Kompetenz und interessante Erfahrungen – auch in Bezug auf spätere Studiums- und Berufsentscheidungen – gehört weiterhin zum Zielkatalog.

Mindestens drei Monate

Mindestens drei Monate, maximal sechs Monate des ‚individuellen Schüleraustausches‘ können vom DPJW gefördert werden. Jeder Schüler, der aus Deutschland nach Polen fährt, begrüßt vorher oder anschließend auch den Partnerschüler aus Polen in Deutschland und ermöglicht die gleichen Erfahrungen.

Die Kontaktanbahnung erfolgt durchaus über die Schulen, so dass auch eine Lehrerin oder ein Lehrer als Betreuung zur Verfügung stehen muss. Die Schülerpaare hingegen suchen sich selbstständig; in der Praxis wird es sicher so sein, dass hier die bestehenden Schulpartnerschaften genutzt werden können.

Das neue Programm richtet sich an Schüler ab der Jahrgangsstufe 10 (Ausnahmen ab Jahrgangsstufe 9). Ein Sprachkurs, sofern noch keine Basiskenntnisse der anderen Sprache vorhanden sind, ist obligatorisch und wird vom Jugendwerk angeboten. Vorbereitungstreffen finden ebenfalls statt.

100 Euro im Monat

Die deutschen Teilnehmenden erhalten ein Taschengeld in Höhe von 100 Euro monatlich und einen Fahrtkostenzuschuss gem. den Förderfestbeträgen des DPJW. Finanziert wird das Programm aus Mitteln der F. C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz.

Bewerbungen sind möglich unter http://dpjw.org/c73,individueller_schueleraustausch

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