Kampagne gegen Drogenverkauf in Polen

Offenbar direkt auf Anweisung des Ministerpräsidenten Tusk wurde in Polen am vergangenen Wochenende eine großangelegte Schließungsaktion gegen Geschäfte, die mit Drogen handelten, durchgeführt. Dabei wurden mehr als 1.000 Geschäfte kontrolliert, die meisten davon wurden umgehend geschlossen.

Die razziaähnliche Maßnahme ist Teil einer Kampagne gegen die laut Medienberichten erst vor kurzem landesweit entstandenen Drogenläden. Die Geschäfte seien als legale Unternehmungen getarnt, teilweise werden Substanzen auch legal als Düngemittel verkauft. Umgangssprachlich werden diese Drogen als Beschleuniger oder Nachbrenner bezeichnet. Der polnische Name: Dopalacze.

Da es in vergangener Zeit mehrfach zu Schädigungen und Todesfällen von Konsumenten der Drogen aus solchen Läden gekommen ist, hat die Regierung dringenden Handlungsbedarf gesehen. Am vergangenen Freitag kam es nach Meldungen polnischer Medien zu einem weiteren Todesfall eines 20jährigen in Slaskie (Schlesien), mehrere Vergiftungsfälle kamen dazu.

Über 3000 Beamte, die meiste davon Polizisten, waren allein bei dem Einsatz am Wochenende beteiligt. Parallel dazu arbeitet die Regierung offenbar an gesetzlichen Regelungen, die den Verkauf solcherart verwendbarer chemischer Substanzen grundsätzlich verbieten  soll.

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