Konin: Stadt Julius Fromms

Stadtwappen der Stadt Konin. Quelle: Stadt Konin

Stadtwappen der Stadt Konin

(Warschau, BD) Die 100 km östlich von Poznan gelegene Stadt Konin hatte im März 2011 einen Grund zum Feiern: vor 95 Jahren wurde vom in Konin gebürtigen Julius Fromm der Gummischutz aus Latex erfunden. Der aus einer jüdischen Familie stammende Fromm legte damit den Grundstein für ein heute noch bekanntes Unternehmen.Aus diesem Grund wurde eine der städtischen Skulpturen mit einem Kondom überzogen, berichtete die Deutsche Welle in Polen. Ausgesprochen wenig Begeisterung fand diese Aktion allerdings bei der Stadtverwaltung sowie bei den örtlichen Kirchenvertretern.

Julius Fromm enstammte einer nicht sehr wohlhabenden jüdischen Familie. Er war zehn Jahre alt, als seine Familie nach Berlin umzog. Dort kümmerte er sich früh um seine acht Geschwister. Im Jahre 1914 gründete er sein Fabrikations- und Verkaufsgeschäft für Parfümerie und Gummiwaren im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Schon zwei Jahre später brachte er seine ersten transparenten nahtlosen Kondome auf den Markt. Vielfach wird davon ausgegangen, dass dieses Produkt das Leben etlicher Soldaten während des ersten Weltkreiegs rettete.

Während der Herrschaft Hitlers war die Zeit für Fromm als Mitlied der jüdischen Gemeinde weniger günstig. Er wurde gezwungen, sein Unternehmen zu einem nicht marktgerechten Preis zu verkaufen, um Deutschland verlassen zu dürfen. Er floh mit seiner Familie nach London, wo er 1945 starb.

 

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