Kreuz vor dem Präsidentenpalast in Warschau

Agnieszka Holland, eine bekannte polnische Regisseurin kritisierte in der gestrigen Presse das Verhalten des Jaroslaw Kaczynski und seiner Partei-Freunde. Seine Versuche, die Katastrophe von Smolensk als sein ‚Eigentum‘, Eigentum der ‚echten‘ Polen darzustellen, dürfen nicht akzeptiert werden.

Warschau (BD):  Lech Kaczynski liegt an der Wawelburg in Krakau begraben, dies ist den meisten Polen eine unermessliche  Ehre. Jaroslaw Kaczynski versucht leider jetzt auch in Warschau politisches Kapital aus „Smolensk“ zu schlagen, um den neuen Präsidenten B. Komorowski um jeden Preis zu schwächen. Fragt man den typischen Jan Kowalski auf der Strasse, so verstehen immer weniger Menschen in Polen, worum es bei dieser Geschichte geht. Ein von polnischen Pfadfindern (pl.: harcerze) errichtetes Kreuz zur Ehre der Opfer der Flug-Katastrophe von Smolensk steht mitten vor dem Palast des polnischen Präsidenten. Eine von Pfadfindern und Kirche bei Einschaltung der Kanzlei des Präsidenten vereinbarte festliche Übergabe des Kreuzes an eine benachbarte Kirche wurde durch eine Gruppe der „Kreuz-Verteidiger“ verhindert. Eine Gedenktafel wurde offiziell eingeweiht und eingemauert- dies sei den Anhängern nicht genug gewesen, „ein Denkmal soll her.“

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  1. Kathrin

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