Kultura Liberalna über die Zukunft der Europäischen Union – auf Deutsch

EU- und Deutschlandflagge in Berlin. Foto: Polen.pl (JW)

Ein interessantes neues deutschsprachiges Online-Angebot zu Polen mit europäischem Ansatz

(Pforzheim, JW) Will man verfolgen, welche politischen und gesellschaftlichen Kontroversen in Polen gerade in den traditionellen Medien und in Blogs diskutiert werden, muss man natürlich gut polnisch können, und nicht nur das: Auch eine Grundlage an kulturellem Wissen sollte man haben, damit man die Texte nicht nur lesen, sondern auch vollständig verstehen und einordnen kann.

Einige Angebote für Nicht-Polnischsprechende gibt es aber: Zum einen natürlich die Beiträge von Polen.pl, aber auch das deutsch-polnische Portal „Point“ übersetzt regelmäßig ausgewählte Artikel aus Polityka und aus Tygodnik Powszechny ins Deutsche.

Seit kurzem gibt es ein weiteres interessantes Angebot: Die im Internet erscheinende Wochenzeitschrift Kultura Liberalna startete in Zusammenarbeit mit der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit eine Themenreihe über die Zukunft der Europäischen Union, deren Ausgaben gleichzeitig auf deutsch und polnisch veröffentlicht werden.

Kultura Liberalna befasst sich mit Themen aus Kultur, Gesellschaft und Politik und gehört zu den zur Zeit erfolgreichsten Internetmagazinen in Polen. Jeden Dienstag wird ein Schwerpunktthema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, wobei sowohl bekannte Publizisten als auch unbekanntere Nachwuchsautoren zu Wort kommen.

Den Anfang der Reihe über die Zukunft der EU machten am 30. Oktober vier Texte von Autoren aus drei verschiedenen Ländern unter der Leitfrage: Soll sich Deutschland für die Europäische Union aufopfern?

Geplant sind weitere Ausgaben, u. a. mit den Schwerpunkten europäische Identität, Überalterung der Gesellschaften und kulturelle Wurzeln der EU. Im Dezember wird es außerdem ein Interview mit dem Philosophen Peter Sloterdijk geben.

Die Initiatoren der Reihe möchten zu einer neuen Sichtweise auf die deutsch-polnischen Beziehungen anregen. Es soll nicht mehr um die deutsch-polnische Vergangenheit gehen, sondern darum, gemeinsam Themen der Zukunft zu diskutieren, die für ganz Europa relevant sind.

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