Kurznachrichten aus der Wirtschaft

Deie neuen Züge macht PESA aus Bydgoszcz. Hier auf dem Bahnhof Stadtmitte in Warschau. (Śródmieście). Photo: Polen.pl (BD)

Die Y-Linie in Polen lässt noch auf sich warten

(Warszawa, BD) Im Folgenden finden Sie Kurznachrichten aus der polnischen Wirtschaft.

Unter anderem geht es um eine Verschiebung eines großen und für das polnische Verkehrsnetz wichtigen Bahnprojekts, um eine umstrittene Großinvestition eines polnischen Unternehmens in Kanada und um einen Korruptionsskandal beim Tankstellenbetreiber Orlen.

Aus für Y-Schnellbahnprojekt 2020

Der neue Minister für Transport, Sławomir Nowak gab gestern bekannt, dass das Projekt der Hochgeschwindigkeitsbahnen, vorerst keine Chance hat, vor 2020 realisiert zu werden. Das neue Datum: nach 2030. Das auch unter dem Namen ‚Y-Linie‘ bekannte Projekt sollte Warszawa, Łódz, Poznań und Wrocław verbinden und damit ein zentrales Bahnnetz bilden: „Träume brauchen wir, aber zum heutigen Zeitpunkt noch mehr brauchen wir Geld für Modernisierung bestehender Schienennetze und Kauf neuer Wagen.“ sagte Nowak auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Polen investiert in kanadischen Bergbauer

Der polnische Kupfer- und Silbergewinner, das Bergbauunternehmen KGHM Polska Miedź, will das kanadische Bergbauunternehmen QUADRA FNX Mining übernehmen. Der Preis soll 2,87 Milliarden Kanadische Dollar betragen (entspricht ca. 2,1 Milliarden Euro).

Die Analysten bewerten die Kaufabsichten sehr unterschiedlich. Die Aktien von Quadra, notiert auf der Börse in Toronto, verteuerten sich daraufhin um mehr als 40 Prozent am ersten Tag, die Aktienkurse auf der Warschauer Börse GPW verloren fast 10 Prozent. Unklar bleibt, ob der polnische Schatzminister dieser Strategie zustimmen wird: KGHM ist der wichtigste Dividendenzahler des Staates und seine Gewinne sind auch im Staatsbudget 2012 fest eingeplant. Sollte der Kauf von Quadra wie bekanntgegeben aus den Eigenmitteln des polnischen Konzerns realisiert werden, so würde für die Dividendenzahlungen nur wenig übrig bleiben.

PKN Orlen-Manager unter Korruptionsverdacht

PKN Orlen mit Haupsitz in Płock, der größte Treibstoffhersteller und Tankstellenbetreiber in Polen  – mittlererweile auch in Deutschland und Tschechien vertreten – geriet vorgestern in die Schlagzeilen.

Die  Staatsanwaltschaft Warschau ließ die Agenten des Büros für innere Sicherheit (Agencja Bezpieczeństwa Wewnętrznego ABW) drei Mitarbeiter von PKN Orlen und einen außenstehenden Geschäftsmann festhalten. Darunter befindet sich Marek S., ein führender Manager von PKN Orlen, der unter Korruptionsverdacht steht. Den zwei Direktoren des Petrochemiekonzerns wird Misswirtschaft im erheblichen Ausmass im gleichen Zusammenhang vorgeworfen.

Der polnische Staatsminister hat eine Sondersitzung des Aufsichtsrates einberufen: der polnsiche Staat ist an dem in Warschau notierten Börsenwert mit 27 Prozent beteiligt.

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  1. bodo Kerst
  2. Jens

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