Law and Order östlich der Neiße: Die wichtigsten Unterschiede im Alltag

Die kulturellen Gemeinsamkeiten zwischen Polen und Deutschland sind groß. Ein Urlauber, der sich nach deutschen Maßstäben angemessen verhält, wird auch in Polen ein gern gesehener Gast sein. Dennoch gibt es ein paar Bereiche des öffentlichen Lebens, in denen sich die beiden Länder unterscheiden. Hier die größten Fallstricke für Besucher:

Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit, in Zügen und auf Bahnhöfen ist in Polen verboten.  Aus praktischen Gründen erstreckt sich das Verbot auch auf das Tragen angebrochener alkoholischer Getränke. Wer mit halb geleerter Wodkaflasche und scharfem Atem im Park erwischt wird, kann also nicht behaupten, den Inhalt der Flasche bloß betrachtet zu haben.  Außnahmen gibt es für die Gastronomie: Hier kann man auch auf der Außenterrasse Wein und Bier bestellen.
Natürlich wird das Verbot ständig ignoriert und umgangen. Ein beliebter Trick ist das Umfüllen von Bier und Wodka in unschuldig aussehende Behältnisse. Als Besucher sollte man solche Spielchen jedoch besser vermeiden.

Während in Deutschland die föderale Gesetzgebung beim Rauchverbot zu viel Streit und einem Flickenteppich an Regelungen geführt hat, gibt es in Polen mittlerweile eine klare Regelung: Seit November 2010 darf in sämtlichen öffentlich zugänglichen Gebäuden nicht mehr geraucht werden. Damit gilt das Verbot auch auf Bahnhöfen und in Gaststätten, wobei letztere einen abgetrennten Raucherbereich einrichten können.

Genau wie in Deutschland wird auch in Polen erwartet, dass man in den öffentlichen Verkehrsmitteln alten und schwachen Menschen seinen Platz anbietet. Das Gebot wird östlich der Oder jedoch deutlich strenger ausgelegt. Wenn Sie kein Polnisch verstehen und im Bus angesprochen werden, lässt sich das Problem also meistens durch Aufstehen lösen. Alternativ handelt es sich um einen Fahrkartenkontrolleur. Da hilft nur Ausprobieren…

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