Luftfahrtausstellung ILA hat Polen als Partner

Lot Gdansk Flughafen Danzig. Photo: Polen.pl (BD) Juni 2012

Alles dreht sich in Berlin um die Luftfahrt – und Polen ist Partnerland

(Berlin, MH) Mit positiven Schlagzeilen hat es der zukünftige Berliner Flughafen BER nicht so: Kaum eine Meldung ohne Negativ-Image passierte in den letzten Wochen und Monaten die Nachrichtenseiten Europas. Nun soll es noch bis Oktober 2013 dauern, bis man vom BER starten kann. Doch jetzt könnte einmal eine Meldung mit positiver Strahlkraft dabei sein: Die Internationale Luftfahrtausstellung ILA findet vom 11. bis 16. September 2012 auf dem BER-Gelände statt – beziehungsweise direkt daneben. Und Polen ist Partnerland.

Offizielles ILA-Partnerland ist Polen

Von Anfang an spielte Polen für den BER eine wichtige Rolle: Man setzt auf viele Fluggäste auch aus den westpolnischen Regionen, die später zum Abflug in die weite Welt nach Berlin-Schönefeld kommen sollen. Und das manifestiert sich unter anderem in direkten Bahnanbindungen vom künftigen Hauptstadtflughafen nach Polen; eine Bahnlinie führt schnurstracks in Richtung Osten.

Damit ist es wenig verwunderlich, dass die ‚Berlin Air Show‘, wie sich die alle zwei Jahre stattfindende ILA heute mit internationalem Anspruch nennt, auch Schaufenster für die durchaus bemerkenswerte polnische Luftfahrtbranche sein wird. Laut Pressemitteilung der ILA ist die polnische Luftfahrtindustrie gut und zentral in einem Branchenverband namens ‚Aviation Valley‘ (Polnisch: Dolina Lotnicza) organisiert, 90 Prozent der Produktionsstätten  für die Luftfahrt seien darin vereinigt. Der regionale Schwerpunkt liegt in Südpolen. Vor allem die Luftfahrtforschungs- und entwicklungsarbeit sollen in Berlin präsentiert werden.

Viele Besucher aus Polen erwartet

Wie schon in den Vorjahren werden zahlreiche Fachbesucher aus Polen erwartet. In den letzten Jahren seien Experten aus Polen diejenigen, die den größten Anteil ausländischer Messebesucher stellten, schreibt der ILA-Pressedienst. Das verwundert wenig: Einerseits ist der BER nicht einmal hundert Kilometer von der Grenze entfernt gelegen, zum anderen beschäftigt die Luftfahrtindustrie in Polen nach offiziellen Angaben deutlich über 20.000 Menschen und realisierte 1,5 Milliarden Euro Umsatz. Viele der in der Branche tätigen Unternehmen sind auch international angebunden. In dem Rahmen wichtige Unternehmen in Polen sind zum Beispiel  WSK PZL-Rzeszów (Bauteile für Flugzeugtriebwerke, gehört zum US-Konzern United Technologies Corporation), PZL Mielec (Komponenten für Hubschrauber, gehört zu Sikorsky Aircraft),  PZL Świdnik (Hubschrauber, gehört zu Augusta Westland aus Großbritannien und Italien), Goodrich (Bauteile für Boeings) oder MTU Aero Engines (Triebwerke aus Jasionka bei Rzeszów).

Auch die technischen Universitäten Polens, etwa solche aus  Warszawa (Warschau), Lublin, Łódź (Lodsch), Rzeszów, Częstochowa und Gliwice (Gleiwitz), sind in der Luftfahrtforschung engagiert und werden sicherlich einige Studierende und Lehrende in Richtung BER entsenden.

Projekt ‚Rendezvous mit Kopernikus‘

Eine Veranstaltungsreihe für Schüler greift ebenfalls die Chance auf, auch junge interessierte Menschen für die Luftfahrt zu interessieren. Mit dem Titel ‚Rendezvous mit Kopernikus‘ veranstalten die Kopernikus-Schulen aus Deutschland und Polen verschiedene Termine zu diesem Thema. Zum Beispiel gibt es am 12. September einen öffentlichen Vortrag von Prof. Maciej Konacki von der Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń (Thorn) mit dem Thema ‚Ein Blick in die Zukunft – das Weltall ohne Ende‘. Am 9. September wird der Film ‚Der schweigende Stern‘ aufgeführt, ein Science-Fiction-Werk der DEFA-Studios aus dem Jahr 1960. Zu den Veranstaltungen informiert zum Beispiel die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin im Detail (DPG-Berlin.de)

ILA für Privatbesucher

Auch für Privatbesucher ist der Eintritt auf die Messe vom 14. bis 16. September möglich, der Eintrittspreis beträgt 22 Euro (ermäßigt 14 Euro). Neben Fluggerät sowie Informationen über Forschung und Industrie gibt es auch Flugvorführungen zu sehen.

Weitere Informationen: www.ila-berlin.de

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