Musik in der U8 – „Illegal Boys“ aus Bydgoszcz

"Illegal Boys"

Die Musiker der Band „Illegal Boys“

(Berlin, AS) Die Berliner U-Bahn ist eine Plattform für Musiker verschiedenster Art. Keine Fahrt ohne Musik, keine Strecke auf der man nicht, mal mehr, mal weniger talentierten Künstlern begegnet. Dabei sind die Fahrgäste harte Kritiker – sie nörgeln, motzen und sind von den permanenten Akustiküberfällen genervt. Doch in einigen Fällen ist es anders, manche musikalischen Erlebnisse in der U-Bahn können unvergesslich sein, so wie im Fall der „Illegal Boys“.

Junges Musikprojekt zwischen Berlin und Bydgoszcz

Mit einem Repertoire aus polnischen und englischen Songs, begleitet von einer akustischen Gitarre, einem Cajón (Kistentrommel) und einer Trompete, machen sich die „Illegal Boys“ die Berliner U-Bahn immer wieder zu ihrer Konzertbühne. Mit ihrem „folk&roll“, wie die Band ihre Musik selbst definiert, treffen sie den musikalische Nerv der Fahrgäste, bekommen nach ihren Auftritten viel Applaus und viele Münzen. Mit der U-Bahn in Berlin sind die Musiker aus Bydgoszcz (Bromberg) besonders verbunden, denn laut dem Entstehungsmythos der Band lernten sich die beiden Sänger der Gruppe vor Jahren in einem der U-Bahnwagen kennen und sangen fortan als Vokalisten-Duett zusammen.

Als ernsthaftes Musikprojekt formierten sich die „Illegal Boys“ allerdings erst vor einem Jahr auf dem polnischen Musikfestival „Letnie Falowanie“, was mit dem Stechen eines gemeinsamen Tatoos, das den Namen der Band abbildet, besiegelt wurde. Mittlerweile spielt die mal vier-, mal sechsköpfige Gruppe regelmäßig Konzerte unter anderem in Berlin und ihrer Heimatstadt Bydgoszcz. In Bydgoszcz, was etwa 100 Kilometer nordöstlich vom westpolnischen Poznań (Posen) liegt, wohnen die Musiker alle Haus an Haus und haben dort auch ein Musikstudio. Sänger Marcin, Gitarrist und Sänger Dymitr, Cajónist Kuba-Karol, Bassist Marcin und das fliegende Bandmitglied Michał an der Trompete, kennen sich seit vielen Jahren, spielten zum Teil bereits gemeinsam in der Reggae-Band „Dubska“, die auf verschiedenen nationalen wie auch internationalen Musikfestivals und auch im polnischen Fernsehen sowie Radio erfolgreich war.

„Der lockere Zusammenschluss von Freunden“, wie sich die Musiker bei einem Treffen mit „Polen.pl“ selbst bezeichneten, möchte vor allem eine gute Stimmung verbreiten, mit Musik das Leben interpretieren. Bislang spielen sie vor allem Coverversionen bekannter internationaler und polnischer Songs. Es sind Musikinterpretationen, die sich aus Reggae, Folk, Rock bis hin zu Swing zusammensetzen und punktuell einzelne Instrumente wie zum Beispiel den Klang der Trompete betonen.

Ende Mai 2013 plant „die Band, die sonst nichts plant“, neues Material aufzunehmen. Über die neue Platte und auch über die kommenden Konzerte wird „Polen.pl“ weiterhin berichten.

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