Nach dem EM-Aus: Smuda geht, Lato in der Kritik

Bereits gegen 19 Uhr war die Fanmeile gut besucht (AK)

Ernüchterung nach der Party.

(Hamburg, JE) Polens Nationaltrainer Smuda erklärte noch am Samstagabend nach dem verpassten Viertelfinaleinzug durch ein 0:1 gegen Tschechien seinen Abschied. „Das ist das Ende meines Abenteuers mit der Nationalelf“, wird Smuda von polnischen Medien zitiert. Er dankte den Fans für die fantastische Unterstützung und den Spielern, die alles gegeben hätten, aber im entscheidenden Spiel irgendwie gehemmt gewesen wären. Das Ende von Smuda als Nationaltrainer bei einem Ausscheiden in der Gruppenphase war mit dem Präsidenten des polnischen Fussballverbandes (PZPN) Lato scheinbar abgesprochen. Smuda erklärte, er müsse nicht zurücktreten, da sein Vertrag eh nach der Euro auslaufe. Als heißer Kandidat für die Nachfolge Smudas wird im Übrigen ein alter Bekannter aus der deutschen Bundesliga gehandelt. Wie wir auf sport.pl lesen hat Piotr Nowak, ehemals TSV 1860 München, zuletzt Trainer bei Philadelphia Union in den USA, einige einflussreiche Fürsprecher.

Währenddessen werden wieder Stimmen aus der Politik laut, die einen Wechsel an der Führung des PZPN fordern. Politiker verschiedener Parteien sehen Lato in der Mitschuld für den sportlichen Misserfolg und empören sich über eine angebliche Limitierung der Tickets für Familienangehörige der polnischen Nationalspieler. Polens Kapitän Błaszczykowski hatte sich vorher öffentlich beschwert, dass er vor jedem Spiel den Präsidenten um Karten für seine Angehörigen bitten musste. Lato konterte daraufhin im Radio RMF FM, dass jedem Spieler 11 Tickets pro Match zur Verfügung gestanden hätten und die Fussballer nach der Niederlage Klasse beweisen und erst einmal auf sich schauen sollten. Das Match Polen gegen Tschechien in Wrocław (Breslau) hatten fast 400.000 Fans auf den Fanmeilen in ganz Polen (und natürlich viele viele mehr an den Fernsehgeräten) verfolgt. Jetzt wird sich zeigen, ob die EM-Euphorie auch nach Ausscheiden des Gastgebers anhält.

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