Neue Regelungen bei der Müllentsorgung

Szczecin, Stettiner Müllabfuhr, LKW. Foto: Polen.pl (BD)

Szczecin (Stettin): Private Müllabfuhr unterwegs

(Warszawa, BD) Neue gesetzliche Regelungen würden die Abfallwirtschaft in Polen angeblich bald komplett auf den Kopf stellen, behaupten Experten. Doch was steckt dahinter undwas wird sich zum 1. Januar 2012  eigentlich ändern?

Wie funktioniert es heute ?

Begriffe wie Recycling oder Mülltrennung sind in Polen nicht neu. Private Haushalte waren bis dato verpflichtet, auf eigene Faust entsprechende Verträge mit konzessionierten Müllabfuhfunternehmen nach freier Wahl zu schliessen. Papier, Plastik sowie Glas vom Restmüll zu trennen sollte durch diese Verpflichtung zur Regel werden.

Die so praktizierte Regelung hatte erhebliche Nachteile. Der wesentliche Nachteil: Sie funktionierte in der Praxis nicht immer, oft wurde Müll einfach irgendwo abgekippt.

So hatten die Kommunen nur sehr beschränkes Wissen oder gar Kontrollmacht darüber, was mit dem Müllfluss wirklich geschah. Bei einem Preis von etwa 5 Euro (20 Złoty) für eine 110 Liter Mülltonne war es für einige Haushalte zu verlockend, den Abfall unsortiert auf andere Art und Weise loszuwerden. Bau-, Reifen- oder gar Kühlschrankreste sind in polnischen Wäldern deswegen leider weiterhin keine Seltenheit.

Was wird jetzt anders

Die Pflicht, über eine ordentliche Abfallwirtschaft zu wachen, übernehmen zum 1. Januar 2012 die Kommunen in Polen. Die lokalen Behörden werden bald bestimmte Unternehmen für das ganze Gebiet (Gemeinde oder einen Stadtteil) aussuchen, Preise aushandeln und schließlich Verträge abschliessen müssen. Die dabei anfallenden Gebühren werden von den lokalen Behörden ‚eingetrieben‘ werden müssen.

Die Folge: In Zukunft wird es für Haushalte keine Möglichkeit mehr geben, an den Abfallkosten zu sparen. Die Gemeinde werden mit den Entsorgern womöglich bessere ‚Grossabnehmer‘-Preise aushandeln können. Soviel die Theorie. Wie sich die neuen Gesetze auf die Sauberkeit in polnischen Wäldern und die Recycling-Quoten tatsächlich auswirken werden werden wir bald sehen.

Interesse an tiegehenderen Informationen geweckt ?

Die spanisch-polnische Handelskammer organisiert am 06.10.2011 in Warschau eine Konferenz hierzu. Hier erfahren Sie mehr: m.socha@phig.pl (http://www.phig.pl/).

 

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  1. Jens

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