Neues Geld für deutsch-polnischen Nationalpark im Norden

Stettiner Hafen. Foto: Polen.pl (JW)

Auch die Stettiner Behörden sind beim Naturschutzprojekt involviert

(Berlin, JW) ‚Unteres Odertal‘ heißt ein grenzüberschreitendes Naturschutzgebiet im Norden Polens und Deutschlands. Wer die Stadt Schwedt sonst nur aus den Liedern des unumstritten kabarettistisch veranlagten Rainald Grebe (in denen Achim Menzel ein Autohaus an diesem Ort Deutschlands sucht (Link)) kennt, sollte wissen, dass von einem Schwedter Ortsteil aus viele Aktivitäten für dieses interessante Naturschutzmodell gesteuert werden. Und für diese Aktivitäten steht nun weiteres Geld aus EU- und Landesmitteln zur Verfügung. Ingesamt kann im Norden für 3,4 Millionen Euro etwas für die Umwelt getan werden.

Neue Beobachtungstürme und Informationsangebote

Von der Gesamtsumme, die zu fast 90 Prozent von der Europäischen Union bereitgestellt werden, wird ein Teil in neue Informationsangebote im Nationalparkhaus investiert. Dieses steht im uckermärkischen Criewen, einem Ortsteil der Stadt Schwedt. Auch Türme zur Beobachtung von Flora und Fauna – und dazugehörige Erkundungswege – sollen in den kommenden zwei Jahren errichtet werden. Daneben sind Ausstellungen zum Nationalpark geplant – auf polnischer und deutscher Seite. Denn das Spannende an dem Projekt ist besondere die grenzübergreifende Nationalparkstruktur; sicher auch ein Grund für die neuen EU-Fördermittel aus dem so genannten ‚Interregiva-Programm‘. So wird das Projekt eine Art Modell für zukünftige grenzüberschreitende Projekte, vor allem im Naturschutzbereich. Das zumindest ist das Bestreben der Befürworter.

Einheitliche Qualitätsstandards für den Naturschutz sollen im Rahmen der deutsch-polnischen Zusammenarbeit des westlichen Teils der polnischen Wojewodschaft Westpommern (Zachodnipomorskie) und der östlichen Uckermark gleich mit entwickelt werden. Am Ende könnte stehen, dass nicht nur inhaltlich gleiche Anforderungen an die Naturschutzarbeit gestellt werden, sondern auch in Sachen Information und Tourismus die gleichen Methoden für die gleichen Ziele eingesetzt werden. Ein interessanter Ansatz.

Interessantes Ausflugsziel

Singt der musikalisch nicht unumstrittene Grebe dann auch ‚Auf dem Weg zur Ostsee muss man durch Brandenburg‘, so könnte das für die Zukunft bald anders klingen: Auf dem Weg zur Ostsee kann man ein interessantes Naturschutzgebiet erleben. Den passenden Reim dazu bräuchte Grebe noch, aber das ist sicherlich das kleinste Problem.

Die Aktiven vor Ort haben, wie den jeweils bereitstehenden Internetseiten zu entnehmen ist, schon einige Initiative in die Begleitung der geplanten Maßnahmen gesteckt. Wenn nun der weitere Ausbau der bestehenden Ausstellungen beginnt, neue Ausstellungen entstehen und auch die Entdeckungspfade durch das Schutzgebiet erweitert werden, spricht für viele Interessierte sicher nichts gegen einen Ausflug ins Grüne. Vielleicht sogar mit einem Abstecher auf die polnische Seite.

Weitere Informationen:

 

...sind diese Artikel auch interessant für Sie?

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*