Paradies für Reitfreunde: Längste Reiterroute Europas eröffnet

Pferde. Foto: Polen.pl (BD)

Reitfreunde sollten neugierig werden: Neues Angebot um Lodz.

(Berlin, JW) Polen entwickelt sich mehr und mehr zum Sehnsuchtsort für Reitfreunde: Mehr und mehr Reiterrouten eröffnen. Wir berichteten über die Planungen und Teileröffnungen des Großprojektes einer über weite Strecken verbundenen Streckenplanung. Doch nun wurde, wie das Polnische Fremdenverkehrsamt mitteilte, die Eröffnung des ‚längsten Reitweges in Europa‘ gefeiert. Über 2.000 Kilometer ist die Route nun lang geworden.

Łódź im Zentrum

Die Stadt Łódź (Lodsch, nicht nur bekannt durch die Interpretation von ‚Theo, wir fahr’n nach Łódź‘ durch Vicky Leandros, sondern vor allem durch die lebendige Kunstszene) ist Ausgangspunkt der Route. Łódź, rund vier Stunden von Berlin entfernt, ist außerdem Zentrum der Woiwodschaft Łódźkie (ähnlich einem Bundesland), doch die Reitstrecken gehen sogar über die Grenzen der Woiwodschaft heraus. Zwei Touren, eine davon mit rund 350 Kilometern auf 12 Abschnitten, die andere auf knapp 1.500 Kilometern mit 47 Abschnitten plus Anbindungsrouten stehen zur Verfügung.

Wert gelegt wurde nicht nur auf Beschilderungen, sichere Straßenübergänge, Übernachtungs- und Versorgungsmöglichkeiten auf Reiterhöfen und Reitsporteinrichtungen, sondern auch auf viele Rastplätze. Spätestens nach 30 Kilometern gibt es immer eine Pausenmöglichkeit. Grillplätze für die Reiter und Weiden sowie Tränken für die Tiere gehören ebenso dazu wie modernste Technik: Per GPS findet man auch die am Wege gelegenen Sehenswürdigkeiten und – auch deutschsprachige – Infos dazu. GPS-Geräte können vor Ort geliehen werden. Diese sorgen auch für Sicherheit: Mit einer Notruf-Funktion und einer Ortungs-Funktion gibt es auch in kritischen Situationen schnelle Hilfe.

Eine interaktive Internetseite, ebenfalls auch in deutscher Sprache, mit Streckenkarte und Unterkünften bietet die Möglichkeit, längere oder kürzere Touren auf dem Wegenetz im Vorfeld zu konfigurieren und zu buchen. Die Tourplanung lässt sich anschließend auf dem Smartphone oder Tablet-Rechner abspeichern.

Zielgruppe: International und an Natur und Kultur interessiert

Die Zielgruppe des neuen Angebotes ist klar: Man richtet sich an Naturfreunde, die auch ein Auge für Kultur übrig haben. Dass auch beispielsweise Karten in deutscher Sprache offeriert werden, kann nur positiv für das touristische Erfolgspotenzial des bemerkenswerten Projekts gesehen werden. Auch die Sehenswürdigkeiten der Region, die Touristen aus Deutschland bisher vermutlich nur aus Vicky Leandros Hitparaden-Song aus dem Jahre 1974 kennen, dürften profitieren. Dazu gehören der barocke Palast von Nieborów, der romantische Park von Arkadia, die im 12. Jahrhundert entstandene Zisterzienserabtei in Sulejów oder die zur gleichen Zeit gebaute romanische Stiftskirche von Tum.

Weitere Informationen: www.wsiodle.lodzkie.pl

 

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