Park-Wiedervereinigung in Bad Muskau

Foto vom Park Bad Muskau, Foto: Bernd Peters über Pixelio

Wiedervereinigt: Fürst Pücklers Muskauer Park (Foto: © Bernd Peters / PIXELIO)

(Berlin, JW) Seit dem 17. Oktober 2011 ist eine wichtige Brücke zwischen Polen und Deutschland wieder begehbar: Die so genannte ‚Englische Brücke‘ im Bad Muskauer Pückler-Park wurde wieder eröffnet. Zwar ist diese 61 Meter lange Brücke über die Neiße für die Verkehrsinfrastruktur nicht relevant, da sie lediglich einen Landschaftsgarten verbindet. Allerdings: Dieser Park ist seit 1945 durch die deutsch-polnische Grenze geteilt – und nun mit einer zweiten Brücke wieder verbunden. Der von Fürst Pückler angelegte Park lohnt damit noch mehr einen Besuch, und die deutsch-polnische grenzüberschreitende Zusammenarbeit bekommt damit auch in der künstlerischen Dimension einen beispielhaften Brückenschlag.

Landschaftspark im englischen Stil

Englische Brücke im Park Bad Muskau. Quelle: Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau"

Englische Brücke im Park Muskau. Quelle: Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau"

Der laut Betreiberangaben ‚größte und wahrscheinlich schönste Landschaftspark Zentraleuropas im englischen Stil‘ befindet sich an der deutsch-polnischen Grenze etwa in der Mitte zwischen Frankfurt an der Oder und Görlitz. Die Lage an der Neiße machte eine Wiederverbindung des grenzbedingt geteilten Parks etwas aufwändiger: Zwei Brücken waren für die Wiederherstellung der Gartenarchitektur erforderlich. Die erste Brücke steht schon etwas länger, die zweite in Form der ‚englischen Brücke‘ ist nun auch für die Parkgäste bereit.

In einer Meldung der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, welche eine unselbständige Stiftung des Freistaates Sachsen ist, wird Ministerpräsident Stanislaw Tillich zitiert: „Die Sackgasse an der bisher zerstörten Englischen Brücke gehört endlich der Vergangenheit an. Der Wiederaufbau besiegelt den Zusammenschluss der deutschen und polnischen Parkteile beiderseits der Neiße. Damit ist der Fluss zwischen Sachsen und dem benachbarten Lebuser Land nicht Grenze, sondern Nahtstelle. Die Brücke ist damit auch Symbol für das Zusammenwachsen Europas

Finanziert wurde das symbolträchtige Brückenprojekt mit Kosten von über zwei Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln zu je fünfzig Prozent. Damit erhöht sich das bisher erfolgte Investitionsvolumen auf nunmehr 36 Millionen Euro, die vom Bund, vom Land und von der EU getragen wurden. Das UNESCO-Weltkulturerbe wird voraussichtlich 2013 wieder komplett in neuem Glanz erstrahlen, wenn alle Arbeiten auch an den Gebäuden abgeschlossen sind.

Beeindruckender Landschaftsgarten

Mit der nun eröffneten Brücke wird ein Rundweg durch den Park ermöglicht, der die wesentlichen gestalterischen Höhepunkte zugänglich macht. Auch die Brücke selbst beeindruckt durch ihre Architektur und vervollständigt das stimmige Bild des Parks. 830 Hektar umfasst die Anlage; mit 50 Kilometern Wegstrecke können dort selbst Marathonläufer an die Grenzen gebracht werden. Aber rennen ist ohnehin keine geeignete Geschwindigkeit für den Genuss der Anlage, eher eignet sich ein gemütlicher Spaziergang oder eine Radwanderung.

Mehr Informationen: www.muskauer-park.de

Foto: © Bernd Peters / PIXELIO

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