Partylocation Danziger Mondlandschaft: Nightlife auf der Danziger Werft

Der Danziger Hafen. Foto: Polen.pl (BD)

Partytouristen haben in Danzig ein neues Ziel.

(Danzig, LK) Zwischen den Überbleibseln einer mehr als hundertjährigen industriellen Tradition wächst ein neuer, wichtiger Bestandteil der Danziger Nachtkultur heran. Auf dem Gelände der Danziger Werft entstand nach den Massenentlassungen der Vergangenheit zunächst ein Spielplatz für Künstler und Alternative. In der sogenannten Künstlerkolonie trafen sie sich, lebten, arbeiteten und feierten sie.

Inzwischen ist die Kolonie verschwunden, die Kunst allerdings ist geblieben. Der renommierte Gegenwartskünstler Gregorz Klamann schuf im Jahr 2004 gemeinsam mit seiner Kollegin Aneta Szlak, das Instytut Sztuki Wyspa (zu deutsch: Kunstinstitut Insel).

Neben diesem entwickeln sich seit kürzester Zeit zwei bedeutende Zentren alternativer Nachtkultur im Raum Dreistadt: zum einen der zum Institut gehörende Club ‚Buffet‘ und zweitens die nur einmal monatlich stattfindende Party ‚Cubumber‘. Beide liegen in direkter Nähe zum historischen Werfttor.

Like on a spaceship

‚You feel like you are on a spaceship‘, so beschreibt Monika Malachowska die Atmosphäre der Werft. Und so ist es auch. Betritt man nachts die Industrieruine und erkennt nur die Schatten von Schiffsrümpfen und Ruinen, so denkt man wirklich, man sei auf dem Mond.

Die Einzigartigkeit des Ortes, aber auch der eigene Anspruch verpflichte die junge Artmanagerin des Clubs zu ‚Unterhaltung auf hohem Niveau‘.  Regelmäßig veranstaltet Monika  Jazz-Jamsessions und Konzerte national, aber auch international annerkannter DJs. Das Publikum dankt es ihr und so kann Monika auf Werbung vollkommen verzichten. Diese würde die Atmosphäre des Clubs ihrer Meinung nach aber nur ohnehin stören.  ‚Mouth to mouth propaganda‘ ist ihr Geheimtipp für einen erfolgreichen Club, Werbung brauche man zur Zeit nicht. Am 1. Mai wird der Club ein Jahr alt und bisher würde alles gut funktionieren.

Mit innovativer Reklame, nicht mit konventioneller, kommt das ‚Cucumber Project‘ in Danzig gut an. Dem aufmerksamen Beobachter mögen im Gebiet der Dreistadt von Zeit zu Zeit schwarz gesprühte VW-Busse auffallen. Auf ihnen in großen Lettern die Worte ‚Cucumber Project‘. Hinter dem geheimnisvollen Namen verbirgt sich keine vegetarische Kampfgruppe, sondern eine der größten Parties Danzigs. Einmal im Monat treffen sich die Nachtschwärmer Danzigs zur ‚Cucumber Party‘ in einer ehemaligen Montagehalle auf dem Werftgelände. Dort findet neben einem Elektrofloor immer noch eine Bühne platz, auf der junge Bands Gitarrenrock anbieten. Bis zu vierhundert Gäste können hier dann gleichzeitig feiern.

Ebenso wie der Club Buffet ist die ‚Cucumber Party‘ nicht finanziell unabhängig, sondern mietet die Räumlichkeiten vom  CSG (Centrum Stocznia Gdansk), einem europäischen Kultur- und Bildungszentrum.

Das Gefühl  der neuen Clubwelt in einem Satz zusammengefasst? Ein ‚Oh fuck!‘ entfährt Monika und sie lacht auf.

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