PL2UA – polnische Indie-Künstler unterstützen die Ukraine

Logo: PL2UA (pl2ua.bandcamp.com)

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(Berlin, FS) Es geht in diesen Tagen wahrscheinlich vielen Menschen ähnlich: Wir schauen gebannt auf die Geschehnisse in der Ukraine und es fällt schwer, die stündlich einprasselnden Nachrichten zu ordnen. Was bedeuten die Winkelzüge der verschiedenen Akteure innerhalb und außerhalb der Ukraine? Welche Konsequenzen haben die Gewalt und die Absetzung des Präsidenten für die Menschen in der Ukraine oder für Polen, Deutschland oder die EU?

Für Urteile ist die Zeit noch nicht gekommen, das lehrt uns nicht zuletzt der Blick auf die Orange Revolution von 2004/05, deren Erfolge schneller trübe wurden, als man Janukowitsch buchstabieren kann. Die Geschehnisse in der Ukraine bewegen die Menschen und die Medien in Polen nicht nur aufgrund der langen gemeinsamen Grenze und der gemeinsamen Geschichte. Neben einer Vielzahl von persönlichen Kontakten sorgen revolutionäre Umbrüche in Polen fast schon traditionell für ein hohes Maß an Solidarität, weil viele Menschen sich den Oppositionellen verbunden fühlen. „Haben wir das nicht selbst erst vor wenigen Jahren durchgemacht?“

Elektronische Musik – mit politischem Statement

Ein Beispiel für die polnische Solidarität mit den Einwohnern der Ukraine stellt das Projekt PL2UA dar. Polnische Bands, Independent-Künstler und Sound-Tüftlerinnen, DJs und Klangkünstler haben die Compilation zusammengestellt und spenden sämtliche Einküfte an die Fundacja Otwarty Dialog (Stiftung Offener Dialog) mit Sitz in Warschau. Die Stiftung informiert auf ihrer Website www.odfoundation.eu über ihre Projekte in repressiven Regimes, u.a. in der Ukraine. Einige der Stücke entstanden unter den Eindrücken der Entwicklungen in der Ukraine. Manche tragen Namen wie Hotel Ukraina oder Kiev on Fire.

Der Sampler kann für 10 PLN (ca. 2,50 €) heruntergeladen werden, einzelne Stücke gibt es für 3 PLN. Die „Name Your Price“-Option ermöglicht es, auch höhere Beträge zu spenden. Kein hoher Preis, wenn man den guten Zweck und den Umfang von über 80 (!) Beiträgen bedenkt. Positiver Nebeneffekt ist ein Einblick in den aktuell äußerst lebendigen Untergrund elektronischer Musik und Sounds in Polen.

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