Polen Hochwasser-Bogatynia bittet weiter um Hilfe

25.08.2010

Die Stadt Bogatynia bittet weiter um Spenden. Auf der Homepage der Stadt bogatynia.pl werden folgende Angaben gemacht (Kontoverbindung und Postadresse):

Geldinstitut:  Bank Polskiej Spoldzielczosci
SWIFT/BIC code: POLUPLPR
IBAN: PL 82 8392 0004 3900 2059 2000 0300
Kontoinhaber: Gemeinde Bogatynia
Verwendungszweck: Hilfe für / Pomoc dla miasta Bogatynia

Postadresse: Urzad Miasta i Gminy Bogatynia, Daszynskiego 1, 59-920 Bogatynia, Polen

email: pomoc (at) bogatynia.pl , Tel.:  +48 75 77 30 122, Fax: +48 75 77 31 052

An die obige Postadresse wird um Versand/Lieferung folgender Hilfsmittel gebeten:

  • Schaufeln
  • Brechstangen
  • Spitzhacken
  • Aexte
  • Haemmer
  • massive Eimer
  • Besen
  • Planen
  • Müllsäcke
  • Arbeitskleidung
  • Gummistiefel
  • Gummihandschuhe
  • Decken
  • Bettwäsche, Bettbezüge
  • Handtücher
  • Reinigungsmittel
  • Taschentücher
  • Toilettenpapier
  • Einweggeschirr
  • Schüssel
  • Windel für Kinder und Säuglinge
  • Milch
  • Elektrosaegen
  • Folgemilch für Kinder und Säuglinge
  • Tierfutter
  • Desinfektionsmittel
  • Pilztoetende Mittel
  • Roehren durchstehende Mittel
  • Mitel gegen Insekten
  • Rattengifte
  • Kerzen
  • Taschenlampen
  • Baterien
  • Bandagen, Pflaster
  • Schubkarren
  • Gabelstapler

Gleichzeitig wird informiert, dass alle Zufahrtstrassen nach Bogatynia passierbar sind.

13.08.2010

In Bogatynia lernen die Menschen langsam mit der Mondlandschaft drum herum zu leben. Medienberichten zufolge scheint die Versorgung der Menschen mit dem Nötigsten besser zu laufen. Soldaten und freiwillige Helfer versuchen, bei den Aufräumarbeiten den Betroffenen aktiv zu helfen.

Leider sind auch neue Konflikte entbrannt: einige der Häuser dürften nach Meinung der Experten des lokalen Bauamtes wegen der drohenden Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden. Das schmeckt vielen Bewohnern nicht. Sie wollen nicht in die dafür vorbereitete Grundschule umziehen.

Dieses Nachts können heftige Regenfälle die bereits angespannte Lage weiter belasten, warnen die Wetterexperten. Es werden intensive Gewitter und viel Niederschlag erwartet. Die Lausitzer Neisse und Zuflüsse könnten wieder gefährlich werden.

Stausee Niedow (Fluss Witka): in einem ausführlichen Interview mit gazeta.pl erklärt Chef des Kraftwerks PGE Elektrownia Turow (Eigentümer des Stausees), Ing. Roman Walkowiak, welche Rolle der Bruch des Staudamms in Niedow gespielt habe. Seine wichtigste Aussage mag sein, dass der See ein ‚industrieller‘ Durchfluss-Stausee mit einem Fass-Volumen von 5 Mln m³ sei und dass er daher nicht in das Hochwasser-schutzsystem eingebunden sei. Die Flutwelle wurde durch den Stausee immerhin abgeflacht und die Lage in Radomierzyce blieb unter Kontrolle. Einer eventueller Anklage durch die Görlitzer Staatsanwaltschaft (die Welt)  blick er beruhigt entgegen, meinte Walkowiak im Interview.

...sind diese Artikel auch interessant für Sie?

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*