Polen plagt Sorge über Arbeitskräfte-Abwanderung

Goldene Terassen im Bau, Warszawa 2006. Foto: Polen.pl (BD)

Goldene Terassen im Bau, Warszawa 2006. Foto: Polen.pl (BD)

Weil der Arbeitsmarkt in Deutschland und Österreich zum 1. Mai 2011 auch für polnische Arbeitskräfte durchlässiger wird, steigt zurzeit in Polen die Sorge, dass dann der polnische Arbeitsmarkt an einer Abwanderung von Arbeitskräften leiden könnte.

Die Freizügigkeitsbeschränkungen auf dem Arbeitsmarkt von Österreich und Deutschland, die Relikte in Europa sind, fallen nun zum 1. Mai 20111. Die Bedenken in Polen, dass dadurch wieder der polnische Arbeitsmarkt „geplündert“ werden könnte und viele Menschen auswandern würden, wird durch eine Studie einer Bank genährt: Experten der Bank BNP Paribas gehen davon aus, dass innerhalb von vier Jahren nach der Öffnung der Arbeitsmärkte in den Nachbarländern aus Mittel- und Osteuropa 900.000 Menschen emigrieren – die Hälfte davon aus Polen.

Besonders die gute Wirtschaftslage und die sinkende Arbeitslosenzahl in Deutschland sei ein Treiber für diese Entwicklung, so die Bank. Dies wird mit der Erfahrung aus der jungen Vergangenheit begründet: In 2008 war Osteuropa zwar wirtschaftlich gut aufgestellt, dennoch bremste dies die Emigrationswelle aus Polen in Richtung Großbritannien nicht. Die Prognose ist daher, dass, wenn in Polen nicht große Anstrengungen gegen die Abwanderung von Arbeitskräften aufgenommen werden, eine erhebliche Zahl von Arbeitskräften nach Österreich und Deutschland abwandern könnte.

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