Polen plant Verlegung von EM-Spielen in Ausweichstadien

Stadion Narodowy (Nationalstadion) in Warschau. Tribüne G. Photo: Polen.pl (BD)

Ausweichlösung für Stadien vorgesehen: Allerdings mit weniger Tribünenplätzen.

(Berlin, JW) Am Samstag dieser Woche ließ sich aus internen Kreisen erfahren, dass in Polen zur EM alternative Stadien als Ausweichlösungen ausgewiesen werden. Unter anderem für den Fall kurzfristiger Probleme im geplanten EM-Stadion, im Falle von Sicherheitsbedrohungen und auch zur Verkürzung der Wege der Spieler wurden bisher zwei Ausweichstadien in die engere Wahl genommen. Weitere sollen folgen: Bisher gibt es Alternativen für die Spiele in Warszawa (Warschau) und Gdansk (Danzig), für Poznan (Posen) und Wroclaw (Breslau) läuft die Suche noch. Das Konzept sieht vor, dass im Falle einer Spiel-Verlegung betroffene Ticketinhaber entschädigt werden: In die Ausweichstadien passen aufgrund der geringeren Platzzahl nicht alle Ticketkäufer auf die Tribünen. Die Ticketbesitzer, die – ausgewählt nach dem Zufallsprinzip – nicht eingelassen werden, erhalten wahlweise eine Erstattung des Ticketpreises oder eine kostenfreie Verfolgung des Spiels in einer Fanmeile mit einer Verpflegungs- und Getränke-Flatrate.

Ausweich-Spielorte in Trzabikowek und Slownik

Die nahe den Austragungsorten Warschau und Danzig gelegenen Kleinstädte Slownik und Trzabikowek sind in als Ausweichstadien vorgesehen. Beide Städte verfügen über moderne Spielstätten mit großen Tribünen, die auch hohe Besucherzahlen aufnehmen können. Vor Ort sind bereits die entsprechenden Voraussetzungen an den Einlasskontrollen, den Versorgungseinrichtungen und auch in Bezug auf die Schulung der Mitarbeiter geschaffen worden. Der Bürgermeister von Slownik ist begeistert: „Wir sind stolz, dass unser Stadion als Alternative ausgewählt wurde. So haben unter Umständen viele Besucher Gelegenheit, auch die Reize der schönen Slowniker Altstadt zu erleben und mit den Bewohnern gemeinsam zu feiern.“ Bedacht worden sei auch, so ist von den Organisatoren zu vernehmen, dass die alternativen Spielorte auch mit Bussen erreichbar seien.

Entscheidung über Spielort fällt kurzfristig

Ob es überhaupt zu EM-Spielen in Slownik und Trzabikowek kommen wird, ist noch unklar: Die Entscheidung wird bis zum Schluss offengehalten. Aus Sicherheitgründen und in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Gruppenspiele. Somit sollten sich Ticketbesitzer zunächst noch keine Gedanken machen, da die Organisatoren die Wahrscheinlichkeit der Verlegung für gering halten: „Dann müsste schon irgendetwas Größeres nicht funktionieren oder die Spieler besonderen Wert auf ein kleineres Stadien legen“. Interessant wäre es schon, wenn durch dieses bislang beispiellose Vorgehen auch einmal kleinere Städte Polens in die Medien geraten würden.

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  1. Jens

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