Viereinhalb Filme aus Polen auf der Berlinale

 

Werbeschild für die Berlinale 2011. Foto: Polen.pl (JW)

Hohe Erwartungen an Beiträge aus Polen auf der Berlinale

(Berlin, MH) Vier filmische Werke aus Polen werden auf der Berlinale 2011 gezeigt. Im Wettbewerb des 61. Filmfestival Berlinale um den ‚Goldenen Bären‘ ist allerdings nur eine polnische Koproduktion.

Suicide Room

In der Sektion ‚Panorama-Special‘ wird ein Debüt von Jan Komasa mit dem Titel ‚Sala samobójców‘  (Vermarktung in Deutschland als Suicide Room) präsentiert. Der teilweise in 3D-Technik gedrehte  Film erzählt die Geschichte des 19jährigen Dominik. Der hat eigentlich alles, was man so im jungen Leben braucht: Reiche Eltern, eine hübsche Freundin, Geld für Partys und Klamotten, Beliebtheit – und trotzdem ist sein Leben nicht erfüllt. Den Großteil seiner Zeit vertreibt er im Netz. Dort lernt er ein sehr interessantes, gefährliches und intelligentes Mädchen lernen, das ihn in den Suicide Room einführt. Aus diesem gibt es keinen Ausweg; eine Geschichte für starke Nerven.

Morgen wird alles besser

In der Sektion ‚Generation‘ kann man den neuesten Film von Dorota Kedzierzawska, ‚Jutro będzie lepiej‘ (Auf Deutsch: Morgen wird alles besser) sehen. Drei obdachlose Jungs verlassen eines Tages den russischen Bahnof, auf dem sie bisher lebten. Von hier aus wollen Sie nach dem ‚besseren Morgen‘ suchen. Hinter der grünen Grenze nach Polen suchen sie alles, was Ihnen bisher fehlte: ein Zuhause, Freunde und Glück.

Made in Poland

Für die Sektion ‚Forum‘ wurde der Film von Przemyslaw Wojcieszek mit dem Namen ‚Made in Poland‘ ausgewählt. Die Hauptfigur ist Bogus Kowalski, ein junger Plattenbaubewohner, der mit dem Demolieren von Telefonzellen und Autos seinem Frust und Ärger über das marode Leben freien Luft lässt.

Die verlorene Stadt Świteź

‚Świteź‘ (Die verlorene Stadt Świteź) heißt ein neuer Animationsfilm von Kamil Polak. Dieser läuft in der Sektion ‚Berlinale Shorts Wettbewerb‘. Er basiert auf einer Ballade des polnischen Nationaldichters Adam Mickiewicz. Das Thema: Polen in 19. Jahrhundert; ein junger Reisender wird in die mittelalterliche Welt in der Stadt Switez zurückversetzt. Diese Stadt wurde nach einem blutigen Massaker überflutet und liegt seitdem auf dem Grund eines abgeschiedenen Sees.

El Premio

Unter den Filmen, die es in die Sektion ‚Wettbewerb‘ geschaft haben und das Rennen um den Goldenen Bären machen, ist ‚El Premio‘ (Polnisch: Nagroda). An der Produktion dieses Werks hat sich der polnische Fotograf Wojciech Staron beteiligt, Koproduzentin ist die Polin Małgorzata Staron. Die Regisseurin Paula Markovitch erzählt in diesem Film ihre eigene Geschichte, die sich in den 70er-Jahren in Argentinien abspielte. Als siebenjähriges Mädchen bringt sie ungewollt ihre Familie in große Gefahr, nachdem sie in einer Schularbeit negativ über argentinische Armee schreibt.

Termine, Kinos und Vorstellungen auf der Berlinale

Sala Samobojcow (Suicide Room)
12.02.2011 – 14:30 Uhr: Cubix 9
16.02.2011 – 18:00 Uhr:  Friedrichstadtpalast
17.02.2011 – 10:30 Uhr:  CinemaxX 7
18.02.2011 – 14:30 Uhr: Cubix 9

Jutro będzie lepiej (Morgen wird alles besser)
13.02.2011 – 10:00 Uhr: Haus der Kulturen der Welt Kino 1
14.02.2011 – 14:00 Uhr: CinemaxX 3
20.02.2011 – 16:30 Uhr: Haus der Kulturen der Welt Kino 2

Made in Poland
16.02.2011 – 15:30 Uhr:  CinemaxX6
16.02.2011 – 20:00 Uhr: Arsenal
17.02.2011 – 11:00 Uhr: CineStar 8
18.02.2011 – 16:30 Uhr: Delphi-Filmpalast
20.02.2011 – 19:15 Uhr: CineStar 8

Switez (Die verlorene Stadt Świteź)
16.02.2011 – 16:00 Uhr: CinemaxX 5
18.02.2011 – 10:00 Uhr: CinemaxX 3
19.02.2011 – 17:45 Uhr: Colosseum 1

El Premio

11.02.2011 – 22:30 Uhr: Berlinale Palast

12.02.2011 – 15:00 Uhr: Friedrichstadtpalast

12.02.2011 – 20:30 Uhr: Friedrichstadtpalast

12.02.2011 – 22:30 Uhr: Urania

20.02.2011 – 12:00 Uhr: Berlinale Palast

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