PolskieRadio promotet Digitalradio (DAB+) in Einkaufscentern

DAB+ Infostand in der Galeria Kaskada in Stettin (Szczecin) an diesem Wochenende. Auch PR24 sendete LIVE aus der Hafenmetropole. (Bild: A. Schwarze)

DAB+ Infostand in der Galeria Kaskada in Stettin (Szczecin) an diesem Wochenende. Auch PR24 sendete live. (Bild: A. Schwarze)

Der polnische Staatsrundfunk geht in eine Marketingoffensive, um in Sachen Radioempfang den UKW-Nachfolger DAB+ bekannter zu machen. Denn während das Analogfernsehen via UHF und VHF längst Geschichte und DVB-T etabliert ist, schlummert das digitale Radiopendant DAB+ noch immer in einem Nischendasein (Polen.pl berichtete im Frühjahr 2015).

Zusammen mit dem auch auf dem polnischen Markt tätigen Gerätehersteller TechniSat aus Daun in der Eifel und der Elektronikkette SATURN werden seit vergangenem Samstag in allen großen Städten Polens Infostände in Einkaufscentern aufgebaut. Damit sollen Radiovergnügen in “CD-Qualität” und der Mehrwert von Programmen wie PolskieRadio24 oder RadioChopin (siehe: dabplus.pl) den Konsumenten näher gebracht werden. Mit Rabattaktionen bis 20% für Digitalempfänger wird unterdessen gelockt.

Wermutstropfen bleibt, dass die privaten Radiosender (wie unter anderem RMF oder VOX FM) den Umstieg von analog auf digital boykottieren, zu sehr fürchten sie Einbußen bei den Hörerzahlen und Werbeeinnahemen durch künfig landesweit mehr Exklusivprogramme des Staatsrundfunks.

Ähnlich kompliziert verlief auch in der Bundesrepublik Deutschland die Markteinführung der neuen Technik. Ebenfalls “mauerten” die Privaten, doch auch finanziell nicht gut ausgestattete ARD-Anstalten wie NDR oder RBB haben bis heute scheinbar noch kein übergeordnetes Interesse, neue Verbreitungswege zu gehen.

Versorgungstechnisch ist die neue, digitale Technik in Polen mittlerweile in so gut wie allen Ballungszentren verfügbar. Während der Outdoorempfang gut funktioniert, leidet hingegen die Indoorversorgung mancherorts noch an zu geringen Sendeleistungen oder dem noch zu grobmaschigen Sendernetz. Bis spätestens 2020 sollen jedoch letzte Lücken geschlossen werden. Früher oder später müssen wohl auch die Privaten mitmachen. Denn nach EU-Plänen soll europaweit bis 2025 Schluss sein mit Mittel- oder Ultrakurzwelle.

Hier noch einige Bilder vom InfoStand in Stettin (Szczecin) an diesem Wochenende (Fotostrecke öffnet mit „KLICK“ aufs Bild).

 

 

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  1. Enrico
    • Andreas Schwarze

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