Popolskis kommen in Berlin an

Pressefoto von The Pops

The Pops. Quelle: the-pops.de

(Berlin, JW) Wieder einmal ist die Familie Popolski richtig gut angekommen: Drei Tage lang gastierte das Aufklärungs-Ensemble im Tipi am Kanzleramt in Berlin. Wir von der Berliner Polen.Pl-Redaktion haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, uns dort unter das Publikum zu mischen.

Was den Veranstalter geritten hat, gerade das recht feine Tipi am Kanzleramt für die doch recht bodenständige Show der ‚The Pops‘ zu nutzen, ist uns bis heute ein Rätsel. Anfangs schauten wir sehr skeptisch auf einen großen Anteil distinguierter und gesetzterer Gäste, bei denen wir uns nicht so recht vorstellen konnten, was diese zu einem Besuch bei den Popolskis treibt. Vermutlich sind wir in der falschen Veranstaltung, schwante uns beim Blick auf die teuren Wein genießenden und auch nicht gerade preiswerte Pasta verspeisenden Nachbarn am ziemlich eng gestellten Tisch. Bei einer Kleiderordnung irgendwo zwischen ‚After-Work-Party‘ und ‚Sonntagsbrunch in Potsdam‘ waren wir noch ganz froh, dass wir uns nicht in ein typisches Popolski-Outfit geworfen hatten. Damit wären wir ebenso aufgefallen, wie die ziemlich polnische Fraktion der Besucher im Westteil des Zeltes.

Wahrscheinlich fürchtete der Veranstalter ebenfalls, dass es allenfalls zu einem artigen Klatschen nach einer guten Gesangs-Performance kommen könnte: Gleich am Anfang wurde erst einmal gratis Wodka verteilt. Zwar so sparsam, dass man das kaum Popolski-gerecht nennen konnte, aber es reichte beim vermutlich kaum Wodka-trainierten Publikum offenbar aus: Schon nach dem zweiten Stück schafften es „The Pops“, von der Bühne aus einige hundert Krawattenträger oder zumindest Sakkoausführer zum Aufstehen, Klatschen und Schunkeln zu motivieren. Respekt, dachten wir uns. Vielleicht wurde diese Location als besondere Herausforderung für die Bühnenshow speziell so gewählt?

Nichtdestotrotz hätten wir uns die Show noch besser in einem der etwas einfacheren Partyfabrikgebäude Friedrichshains oder unseretwegen auch im Prenzlauer Berg vorstellen können.

Allerdings: Wieder einmal hat die Stimmung während der Show den Eintrittspreis plus die gepfefferte Getränkepreise mehr als wettgemacht. Hagemann und seine Leute produzierten erneut richtig gute Musik auf der Bühne, ausgeschmückt mit einem witzigen Rahmenprogramm. Und am Ende gefiel uns auch die Location für das Programm, als dann sogar sonst eher Sitzmöbel vorziehende Besucher standen, klatschten und feierten. Wer noch nicht dabei war: Die Popolski-Tour findet sich natürlich auf der ‚The Pops‘-Website unter the-pops.de. Wer noch einmal bei uns darüber lesen möchte – wir berichteten schon einmal am 25. September 2010.

...sind diese Artikel auch interessant für Sie?

No Responses

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*