Rettungsdienste ab sofort grenzüberschreitend

Rettungswagen Warschau Warszawa karetka. Foto: Polen.pl (BD)

Bald können auch polnische Rettungsdienste in Deutschland helfen

(Berlin, JW) Nun steht auch die Unterschrift des Gesundheitsministers Daniel Bahr unter einem deutsch-polnischen Rettungsabkommen. Das Bundesministerium für Gesundheit berichtete vorgestern über die symbolträchtige Vertragsunterzeichnung, bei der natürlich auch der polnische Gesundheitsminister seinen Namen unter die Vereinbarung setzte.  Dieser heißt übrigens Bartosz Arłukowicz. In dem Papier geht es um ein deutsch-polnisches Rahmenabkommen für die grenzüberschreitende Kooperation im Rettungsdienst.

Rettung aus dem Nachbarland

Wer sich schon mit Strukturen im Rettungsdienst beschäftigt hat, ahnt, dass solch ein Unterfangen vermutlich nicht leicht gewesen sein dürfte. Vermutlich hat nur die hohe Symbolkraft des Jahres geholfen, das Projekt voranzubringen: Das Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages beinhaltet unter anderem auch die Forcierung solcher Kooperationen.

Konkret bedeutet die Vertragsunterzeichnung, dass die Rahmenbedingungen dafür geschaffen sind, dass deutsche Rettungskräfte auch in Polen helfen dürfen – und umgekehrt. Da gerade in den Grenzregionen einige Regionen als strukturschwach gelten, kann diese Kooperation sehr entlastend auf die Kostenstrukturen wirken: Viele Dinge wie Rettungswagen oder Rettungsstellen könnten möglicherweise mittelfristig effizienter grenzüberschreitend angelegt werden. Profitieren werden nach den Worten Bahrs davon besonders die Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen sowie in den angrenzenden Woiwodschaften Niederschlesien, Lebuser Land und Westpommern auf polnischer Seite.

Der nächste hilft

Ziel ist, so die Pressemeldung, dass jeweils der Rettungsdienst helfen soll, der dem Unfallort am nächsten ist. Auch kann dann zur nächstgelegenen Behandlungsmöglichkeit transportiert werden, was zuweilen sicher die Fahrzeiten Verletzter verringern wird.

Das Problem: Noch ist die Rahmenvereinbarung noch nicht mit Leben gefüllt. Damit der Wunsch nach praktischer und effizienter Zusammenarbeit über die Grenze hinweg wahr wird, sind noch regionale Kooperationsabkommen erforderlich.

Zur Pressemeldung des Bundesministeriums für Gesundheit: www.bmg.bund.de

 

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