Riesige Christus-Statue wird in Polen errichtet

(Berlin, JW) Im Ort Swiebodzin (Schwiebus) wird zurzeit die zweitgrößte oder sogar größte Christus-Statue der Welt errichtet. Höher als andere ähnliche Statuen soll das Bauwerk dann mit über 30 Metern Figur-Höhe auf einem Hügel stehend von weit her erkennbar sein. Unter anderem von der Schnellstraße nach Warszawa (Warschau) werden Autofahrer einen Blick auf das Bauwerk erheischen können.

Nach einigem Hin- und Her um den Bau der Statue scheint dies nun auf der Zielgeraden zu sein: Ursprünglich sollte die Fertigstellung schon vor Jahren erfolgen. Baubeginn war 2005. Doch immer wieder gab es Gründe, die zu Verzögerungen führten: So, das berichten Medien, wurden die kostenfreien Arbeiter für das Projekt im Jahre 2008 gestrichen: diese waren aus Gefängnissen rekrutiert worden und dem Baubetrieb zugeordnet worden. Dann gab es Streitereien um die Baugenehmigung, da das Bauwerk zunächst mit 22 Metern Höhe etwas kompakter geplant war. Zudem zweifelten und zweifeln Kritiker an, dass die Statik der gigantischen Jesusfigur aus Beton seriös berechnet sei.

Der deswegen nicht unumstrittene Initiator des Projekts, der Priester Sylwester Zawadzk, sieht den Bau als seine Mission. Er möchte mit der Statue einen Wallfahrtsort schaffen. Dieser Wallfahrtsort soll auch für die im benachbarten Deutschland lebenden Menschen attraktiv sein, was funktionieren könnte: Die Figur steht nur knapp 70 Kilometer von der Deutsch-Polnischen Grenze entfernt. Somit wäre das Bauwerk auch touristisch für die bisher bei deutschen Touristen eher unbekannte Region in Westpolen interessant. Die rigorose Art des Priesters, Kritikern zu begegnen und deren Anmerkungen sinngemäß als Teufelswerk zu bezeichnen, kommt nicht überall an. Der Sender RBB hat dazu bereits einen Film mit dem Titel „Das Wunder von Swiebodzin“ erstellt, der unter anderem im Juni 2010 im Fernsehen zu sehen war. Auch darin werden die Schwierigkeiten des ambitionierten religiösen Projekts beleuchtet. Dieses polarisiert selbst im katholischen Polen.

Der Priester Sawadzk hingegen setzt dem Ganzen nun noch eine Krone auf: Im wahrsten Sinne des Wortes. Indem die Figur auf einem Damm steht und nun noch eine goldene Krone erhalten soll, würde sie damit sogar noch etwas höher als die große Christus-Statue im bolivianischen Cochabamba sein. Damit würde das Bauwerk die bisher größten Figuren in Bolivien und Brasilien noch um fast zehn Meter überragen, und könnte sich eine Rekordhöhe zurechnen.

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