Rückgang und Hoffnungsschimmer – Polnische Exporte nach Deutschland im Jahr 2012

Neue PESA-Züge als Stadtschnellbahn SKM. Photo: Polen.pl (BD)

Ein Pesa-Modell, das in Polen verkehrt. Foto: Polen.pl (BD)

(Hamburg, JE) Mit Besorgnis beobachten polnische Kommentatoren derzeit die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Sie fürchten um die Kaufkraft der Deutschen als Abnehmer polnischer Produkte. 2011 war nämlich ein Rekordjahr, was polnische Exporte nach Deutschland anging. Bereits 2010 bezogen deutsche Kunden Waren im Wert von 31,4 Mrd. Euro aus dem östlichen Nachbarland. Im vergangenen Jahr stieg dieser Wert noch einmal um ca. 10 Prozent, schrieb damals die Gazeta Prawna. Insgesamt gehen etwa 26 Prozent der polnischen Exporte nach Deutschland.

Für das Jahr 2012 sah die Zeitung ein Ende des Exportwachstums nach Deutschland voraus. Und tatsächlich veröffentlichte die Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer vor gut einem Monat eine Pressemitteilung, aus der hervorgeht, dass der Wert polnischer Exporte nach Deutschland in den ersten fünf Monaten des Jahres ein wenig sank. Allerdings gibt es in diesen Tagen auch positive Nachrichten, was den Verkauf polnischer Produkte hierzulande betrifft. Zum Beispiel aus dem Fahrzeugbau. Noch im September soll die Firma Pesa aus Bydgoszcz mit der Deutschen Bahn einen Vertrag über die Lieferung von Regionalzügen Typ „Maraton“ für den deutschen Schienenverkehr unterschreiben, meldet wprost.pl. Dies wäre der zweite große Auftrag der Firma in Deutschland.

 

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