SPD-Fraktion aus Berlin zur Klausurtagung in Polen

Winter in Kolberg (Kolobrzeg). Foto: Polen.pl (JW)

Die SPD hält ihre Klausurtagung in Kolobrzeg (Kolberg) ab. Hier zu sehen: Das Rathaus. Foto: Polen.pl (JW)

(Berlin, JW) Am kommenden Wochenende, vom 25. bis zum 27. Januar 2013, wird die SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses eine Klausurtagung in Kołobrzeg (Kolberg) abhalten. Dies ist der Internetseite der Fraktion unter ‚Aktuelles‘ zu entnehmen; auf dem Kolberg-Portal (Kolberg-Café) berichteten wir bereits. Bei der Tagung an der Ostsee geht es nicht nur um den deutsch-polnischen Wirtschaftsraum, den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt und die Infrastruktur, sondern auch um die Stärken Berlins, von Planungsfragen sowie um die Entwicklung des öffentlichen Dienstes in der Hauptstadt. Im von der Fraktion gewählten Hotel werden namhafte Spitzenpolitiker aus Berlin untergebracht sein. Die Themenwahl spricht dafür, dass man sich Gedanken über Ort und Schwerpunkt der Tagung gemacht hat.

Fraktionsklausur in Kołobrzeg (Kolberg)

Positiv zu bewerten ist die Initiative der Fraktion, erstmals eine Klausurtagung außerhalb Deutschlands stattfinden zu lassen. Hintergrund der Entscheidung, hört man, sei auch das Ziel einer Verbesserung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Dabei kann die Kenntnis des Nachbarlandes den Abgeordneten nicht schaden, kann man doch davon ausgehen, dass die oder der eine noch nicht in Polen zu Gast war. Auch wenn Kołobrzeg sicher keine für Polen repräsentative Stadt ist, so bietet sie doch – neben ihrer Lage an der Ostsee – auch interessante Perspektiven, etwa auf die wirtschaftlichen Chancen der westpommerschen Wojewodschaft. Kołobrzeg hat sich zu einem touristischen Zentrum auch für ausländische Gäste gemausert. Besonders Berliner Urlauber schätzen den kurzen Weg zur Ostsee-Erholung bei gleichzeitig urbanem Angebot an Kultur, Freizeitangeboten, Cafés und Restaurants. Auch die Infrastruktur bietet reichlich Raum zu Diskussionen; dabei wollen wir die schon beinahe überstrapazierte Berichterstattung über die Probleme der Bahnverbindung zwischen Berlin und Szczecin (Stettin) noch nicht einmal als Beispiel heranziehen. Auch andere Bereiche, beispielsweise die Situation von Straßen, Flughäfen und Flughafenzubringern, bietet Anlass zur Diskussion. Auch die trotz verschiedener Größe ähnlichen Probleme im wirtschaftlichen Mix (vergleichsweise wenig produzierendes Gewerbe bei einem hohen Dienstleistungsanteil) von Berlin und Kołobrzeg sind geeignete Anschauungsobjekte. Spannend wird, ob sich auch im Ergebnis dieser Klausurtagung etwas vom deutsch-polnischen Gedanken widerspiegeln wird. Und, ob sich die aktuellen Diskussionen um den Regierenden Bürgermeister Berlins, der auch vor Ort sein wird, nicht in den Vordergrund spielen.

...sind diese Artikel auch interessant für Sie?

Comments
  1. Pole
  2. Jens Hansel
  3. Benno Koch
  4. Jens Hansel

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*